Digitale Fotografie - Test & Praxis
Spiegellose Systemkamera

Fujifilm X-T2: Belichtungsfunktionen

Im Gegensatz zu den meisten anderen Kameras stellt man die Belichtungsprogramme nicht im Menü, sondern über den Blendenring am Objektiv in Kombination mit dem Verschlusszeitenrad ein. Steht das Zeitenrad auf „A“ (Automatik) und wird eine bestimmte Blende am Einstellring des Objektivs vorgewählt, befindet man sich in Zeitautomatik. 

Für Blendenautomatik stellt man wiederum das Objektiv auf „A“, um am Zeitenrad eine Verschlusszeit zwischen 1 und 1/8000 s vorzuwählen. Stehen Objektiv und Blendenring gleichzeitig auf „A“, arbeitet die Kamera in Programmautomatik. 

Ebenso lassen sich Verschlusszeit und Blende komplett manuell einstellen, wobei die Belichtungskorrektur-Anzeige im Monitor/ Sucher dann als Nachführanzeige für die korrekte Belichtung dient: Blende und/oder Verschlusszeit so lange verstellen, bis die Markierung auf 0 steht. 

Wie bei spiegellosen Systemkameras üblich, bietet die X-T2 eine Belichtungssimulation inklusive Weißabgleich und anderer bildbestimmender Parameter. In bestimmten Situationen kann es nötig werden, die Belichtungssimulation abzuschalten, etwa bei der Arbeit mit Studioblitzgeräten. 

Nehmen wir an, Sie benötigen Blende 16 bei ISO 100, um zu einer korrekten Blitzbelichtung zu kommen. Beim Einstelllicht der Blitzanlage wäre es jetzt vermutlich zappenduster im Sucher. Für diesen Fall schalten Sie die Belichtungssimulation ab, sodass unabhängig von der Umgebungshelligkeit ein ausreichend helles Sucherbild angezeigt wird. 

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Sie finden die Einstellung im Menü „Einrichtung“ – „Display-Einstellung“ – „Bel.-Vorschau/Weißabgleich man.“ Dort können Sie wahlweise nur die Belichtungsvorschau oder zusätzlich die Vorschau für den Weißabgleich (de)aktivieren. Die X-T2 hat sowohl einen mechanischen als auch einen elektronischen Verschluss an Bord. 

Im Aufnahme-Menü hat man unter „Auslösertyp“ die Wahl: MS, ES oder MS+ES. Das heißt: Mechanischer und elektronischer Verschluss lassen sich sowohl alternativ als auch ergänzend verwenden. Der mechanische Verschluss erlaubt Belichtungszeiten von 30 – 1/8000 s, der elektronische von 1 – 32 000 s. 

Empfehlung: Wählen Sie MS+ES, dann verwendet die Kamera den mechanischen Verschluss bis zu dessen zeitlicher Obergrenze (1/8000 s), um dann auf den elektronischen umzuschalten. So gelingen zum Beispiel auch Porträts bei offener Blende mit schönem Hintergrund-Bokeh bei hellem Sonnenlicht. 

Eher vermeiden sollte man Bewegungs aufnahmen mit elektronischem Verschluss. Der elektronische Verschluss ist nämlich gleichbedeutend mit dem Ein- und Ausschalten des Bildsensors, was allerdings nicht vollflächig, sondern zeilenweise geschieht. Aus diesem Grund verbietet der Kameraprozessor auch das Blitzen mit elektronischem Verschluss.

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