Digitale Fotografie - Test & Praxis
Systemkamera

Verlängerte Akkulaufzeit

© Fujifilm

Drei der vier Richtungs-Tasten sind programmierbar; um das entsprechende Untermenü ohne Umwege zu öffnen, einfach „Disp/Back“ längere Zeit gedrückt halten.

In einem Punkt wird die X-Pro2 unseren Ansprüchen an eine Top-Kamera nicht gerecht: Der Akku ist allzu knapp dimensioniert. Laut Fujifilm liegt dessen Laufzeit gemäß Cipa-Standard gerade einmal bei 250 Bildern mit elektronischem und bei 350 Bildern mit optischem Sucher. In Anbetracht dessen lohnt sich in aller Regel die Investition in einen Zweitakku (rund 45 Euro).

Wer sich den nicht leisten will, kann für eine verlängerte Akkulaufzeit auch an der anderen verfügbaren Schraube drehen, dem Energieverbrauch. Sinnvoll ist dabei natürlich in erster Linie ein bedachtes Nutzungsverhalten, beispielsweise der sparsame Einsatz des elektronischen Suchers. Aber auch mit gezielten Einstellungen lässt sich etwas erreichen: Die X-Pro2 hält dafür im "Einrichten-Menü" das "Power Management" bereit. Hier finden sich zwei Einträge: "Autom. Aus" und etwas einfallslos wiederum "Power Management".

In der Grundkonfiguration ist unter "Autom. Aus" eine Abschaltzeit von zwei Minuten vorgesehen; zur Wahl stehen außerdem "5 Min" und "Aus" - an dieser Stelle gibt es also nichts zu holen. Wohl aber beim "Power Management", wenn man vom voreingestellten "Standard" auf "ECO" umschaltet. Allerdings sinkt dann die Anzeigequalität der elektronischen Live-View-Vorschau, außerdem laut Fujifilm die Autofokusgeschwindigkeit. Letzteres fiel im Praxistest nicht weiter negativ auf; auch im ECO-Modus arbeitete der Hybrid-Autofokus angenehm flott. Nichtsdestotrotz: Das Maximum an AF-Tempo und Live-View-Bildqualität verspricht die X-Pro2 nun einmal nur mit der Power-Management-Einstellung "H-Leistung" (Hochleistung).

Übrigens: Das typische in der Vorschau sichtbare Batterie-Balkensymbol gibt den aktuellen Akkuladestand sehr ungenau wieder. Aussagekräftiger ist die Prozentangabe in der rechten oberen Ecke des Info-Bildschirms (Disp/Back-Taste).

© Fujifilm

Der Hybrid-Sucher vereint einen optischen und einen elektronischen Sucher in einem Gerät.

Gewusst wie

Es macht eigentlich immer Sinn, anfangs etwas mehr Zeit zu investieren, um das Bedienkonzept seiner Kamera besser kennenzulernen; doch bei der X-Pro2 lohnt sich dieser Einsatz womöglich ganz besonders. Viele Arbeitsschritte, die zunächst etwas kompliziert erscheinen, gehen mit ihr auch deutlich schneller und einfacher von der Hand - wenn man nur weiß wie.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Formatieren der Speicherkarte: Im Menü versteckt sich die Funktion auf einer untergeordneten Ebene, genauer gesagt unter "Einrichten" und dort wiederum unter "Benutzer-Einstellung". Der kürzere Weg dürfte sich nur wenigen rein intuitiv erschließen: die Löschen-Taste etwa 3 s lang gedrückt halten, dann zusätzlich am besten mit dem Zeigefinger das hintere Universalrad drücken; daraufhin springt die X-Pro2 direkt zum Formatieren-Dialog - vorausgesetzt, die Haltedauer stimmt und die Löschentaste ist noch gedrückt, wenn das Einstellrad zum Zuge kommt. Ansonsten klappt der Trick leider nicht, etwas knifflig. Aber wer den Dreh einmal heraus hat, wird den direkten Zugang zum Formatieren-Befehl zu schätzen wissen. Vorsicht: Wenn keine Speicherkarte eingelegt ist, weist die X-Pro2 zwar beim Einschalten darauf hin. Danach arbeitet sie aber wie gewohnt und ohne weitere Warnung; die Bilder erscheinen sogar nach dem Auslösen am Monitor, ganz so als hätte alles wunderbar geklappt. Erst im Wiedergabemodus fällt der Fehler auf. Eine Möglichkeit, das Auslösen ohne Speicherkarte zu unterbinden, fehlt.

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