NAS-Geschwindigkeit, DFS und mehr

Fritz OS 7: Das sind die Neuerungen des Fritzbox-Updates

Mit Fritz OS 7 stellte AVM auf Cebit das nächste große Fritzbox-Update vor. Aktuell gibt es Release Candidates zum Testen. Wir verraten, was das Update bringt.

Inhalt
  1. Fritz OS 7: Das sind die Neuerungen des Fritzbox-Updates
  2. Fritz OS 7: Smart Home, unterstützte Fritzbox-Modelle und mehr
FRITZ!OS 7

© AVM

FRITZ!OS 7

Fritz OS 7 wird das nächste große Firmware-Update für Fritzbox-Modelle wie die Fritzbox 7590, 7580, 6590 Cable und mehr. Der Release ist für den Sommer geplant, nachdem AVM Fritz OS 7 auf der Cebit 2018 vorstellte und seit Mitte Juli Release-Candidates bereitstellt.

Vor allem für das WLAN-Netz ist Fritz OS 7 ein großer Schritt nach vorne. So hat AVM zum Beispiel die dynamische Frequenzwahl (Dynamic Frequency Selection, DFS) deutlich beschleunigt. Das wirkt sich häufig positiv auf die Geschwindigkeit von WLAN im 5-GHZ-Frequenzband aus.

Ein zweites, vom Haupt-WLAN getrenntes Gastnetzwerk lässt sich nun auch ohne Netzwerkschlüssel betreiben. Das erleichtert Arztpraxen und Cafés die Einrichtung eines öffentlichen WLANs. Besonders legt Fritz OS 7 aber im Bereich „Mesh-Netzwerke“ zu.

So funktioniert Mesh-WLAN

Mesh-WLAN soll die Reichweitenprobleme traditioneller Funknetzwerke beseitigen. Ein Mesh-WLAN besteht aus mindestens zwei Zugangspunkten, zum Beispiel aus einer Fritzboox und einem Fritz Repeater. Die Zugangspunkte verteilen Sie im Gebäude. Jedes spannt sein eigenes WLAN-Netz auf. Das erhöht die Reichweite. Den Nutzern präsentiert sich Mesh-WLAN als einziges großes Funknetz, weil Netzwerkname und Passwort immer gleich bleiben. Die höchste Geschwindigkeit erreichen Sie, wenn Sie die Zugangspunkte per Netzwerkkabel miteinander verbinden. Dort, wo kein Kabel hinreicht, können die Zugangspunkte den Kontakt zueinander aber auch per WLAN herstellen.

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Paketmitschnitt per Fritzbox
Mitschnitte

Die Fritzbox kann den Datenverkehr ihrer Netzwerkschnittstellen mitschneiden, um diesen dann anschließend mit einem Analyse-Tool auswerten zu können.

Die Zugangspunkte koordinieren, welches Endgerät von welchem Zugangspunkt versorgt wird. Beispiel: Ihr Handy ist mit Zugangspunkt 1 im Büro verbunden. Sie bewegen sich raus auf die Terrasse, die von Zugangspunkt 2 versorgt wird. Das Handy sollte dabei automatisch von Zugangspunkt 1 auf Zugangspunkt 2 wechseln. Auch wenn es innerhalb der Reichweite eines Zugangspunktes einen besseren Funkkanal als den aktuell genutzten gibt, sollte das Endgerät automatisch wechseln.

Lesetipp: Fritzbox 7580 vs. 7590 - Das sind die Unterschiede

Im Idealfall versorgt das Mesh-Netzwerk die Endgeräte mit den Infos, die sie zur Ermittlung der optimalen Verbindung benötigen, und die Endgeräte führen den Wechsel selbst herbei. Alternativ stimmen sich die Zugangspunkte untereinander darüber ab, wer welches Endgerät am besten versorgen kann und erzwingen den Wechsel bei Bedarf. Wer auch immer den Wechsel nun auslöst - er muss schnell über die Bühne gehen, damit es auch bei zeitkritischen Anwendungen wie Internet-Telefonie zu keinen Störungen kommt.

WLAN Mesh

© AVM

Große WLAN-Reichweite, hoher Datendurchsatz: Alle FRITZ!-Produkte tauschen sich im Mesh untereinander aus.

Fritz OS 7 und Mesh-WLAN

Dank Fritz OS 7 liefert die Fritzbox den Endgeräten künftig mehr Infos über das Mesh-Netzwerk. Dazu gehören optimierte Kanallisten nach dem WLAN-Standard 802.11k. Nimmt die Signalstärke des aktuellen Zugangspunktes ab, kann das Endgerät in der Liste nach einer besseren Alternative suchen. Außerdem unterstützt Fritz OS 7 den Standard 802.11v. Darüber teilt die Fritzbox Endgeräten mit, wie stark die einzelnen Zugangspunkte gerade ausgelastet sind. Auf Basis aller Informationen können Endgeräte sich selbstständig für den besten Zugangspunkt entscheiden. Dafür müssen sie die entsprechenden Standards aber ebenfalls unterstützen.

802.11k wird zum Beispiel von Apples iPhone seit dem Modell 4s unterstützt, 802.11v ab dem iPhone 5c. Mit Fritz OS 7 hebt AVM die Beschränkung auf eine Fritzbox je Mesh-Netzwerk nun auch offiziell auf. Sobald das Update eingespielt ist können Sie Ihr Netzwerk mit Fritz WLAN Repeatern, Powerline-Geräten und weiteren Fritzboxen erweitern. Das kann vor allem deshalb sinnvoll sein, weil alle Telefoniefunktionen der zentralen Fritzbox auch den anderen Boxen im Mesh und den damit verbundenen DECT-Telefonen (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) zur Verfügung stehen.

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