NAS-Geschwindigkeit, DFS und mehr

Fritz OS 7.19: Das sind die Neuerungen des Fritzbox-Updates

Fritz OS 7 ist das aktuelle Betriebssystem für AVMs Fritzbox. Mittlerweile gibt's Version 7.19. Welche neuen Features gab es im Verlauf der jüngsten Updates?

© AVM

Fritz OS 7 steht seit Sommer 2018 zum Download bereit. Mittlerweile sind wir bei Fritz OS 7.19 angelangt. Vor allem für das WLAN-Netz ist Fritz OS 7 ein großer Schritt nach vorne. So hat AVM zum Beispiel die dynamische Frequenzwahl (Dynamic Frequency Selection, DFS) deutlich beschleunigt. Das wirkt sich häufig positiv auf die Geschwindigkeit von WLAN im 5-GHz-Frequenzband aus.

Ein zweites, vom Haupt-WLAN getrenntes Gastnetzwerk lässt sich nun auch ohne Netzwerkschlüssel betreiben. Das erleichtert Arztpraxen und Cafés die Einrichtung eines öffentlichen WLANs. Besonders legt Fritz OS 7 seit den ersten Versionen aber im Bereich „Mesh-Netzwerke“ zu.

Das neue Access Point Steering in Fritz OS 7 stellt sicher, dass alle Computer, Smartphones und Tablets jeweils mit dem schnellsten und signalstärksten WLAN-Zugangspunkt verbunden werden. Relevant ist das, wenn Sie in Ihrem WLAN mehrere Fritz-Geräte (also Fritzbox, Fritz Repeater und/oder Fritz-Powerline/WLAN-Produkte) einsetzen. Wie das so genannte Mesh-Netzwerk im Einzelnen funktioniert, dazu gleich mehr.

Das aktuelle Fritz OS 7.19 bringt u.a. den neuen Standard WPA3 für WLAN-Verschlüsselung und SMBv3 für Windows-Freigaben auf Datenträgern, die per USB an der Fritzbox angeschlossen sind. Dazu kommt DNS-over-TLS, das Web-Anfragen der Fritzbox verschlüsselt. Aktuelle Änderungen für Labor-Versionen und somit für das nächste Fritz OS dokumentiert AVM auf der verlinkten Labor-Übersicht.

Die unmittelbaren Vorgängerversionen von Fritz OS nahmen sich u.a. kleinerer Bugs an. Fritz OS 7.13 etwa kümmerte sich um eingehende Telefonanrufe, die einige Modelle je nach Update-Stand nicht registrierten.

Dazu kamen im Verlauf wichtigere Fehlerkorrekturen: Die wichtigste Änderung in Fritz OS 7.12 etwa war die Korrektur eines Fehlers, der bei der Freigabe von Ports auftrat. Portfreigaben sind der einfachste Weg, um aus dem Internet auf Funktionen im lokalen Netzwerk zuzugreifen. Fritz OS 7.11 zeigte hier ein merkwürdiges Verhalten, bei dem sich die freigegebenen Ports scheinbar selbstständig änderten. Gleichzeitig hatte AVM die seit Fritz OS 7.10 nicht mehr funktionierenden ISDN-Datenrufe repariert - eine eher selten genutzte Funktion. 

Mehr Übersicht, mehr Smarthome seit Fritz OS 7.12

Zum Access Point Steering passt auch die überarbeitete Mesh-Seite in der Bedienoberfläche der Fritzbox. Sie zeigt nun für jedes Gerät im Netzwerk die aktuelle Verbindungsgeschwindigkeit und -qualität. Noch nicht für das Mesh freigeschaltete Fritz-Geräte lassen sich von hier aus aktivieren.

© Tim Kaufmann / AVM

Neben zahlreichen Änderungen „unter der Haube“ hat AVM die Mesh-Übersicht in der Bedienoberfläche der Fritzbox übersichtlicher und informativer gestaltet.

Obendrein sehen Sie jetzt auch Updates für alle Fritz-Geräte im Netzwerk und können sie von hier aus einspielen. Auf Wunsch informiert  Fritz OS seit 7.10 per E-Mail über wichtige Ereignisse, zum Beispiel ein neues Fritz-OS-Update oder Anmeldungen an der Fritzbox von außerhalb des Heimnetzes.

Gearbeitet hat AVM auch am Zusammenspiel innerhalb der Produktpalette. So unterstützen Fritz-Fon-Telefone Besucher nun bei der Einrichtung des WLAN-Gastzugangs. Dazu zeigen sie einen QR-Code sowie die WLAN-Zugangsdaten an und erlauben die Aktivierung der (sicherheitstechnisch allerdings in der Kritik stehenden) WPS-Funktion. Außerdem können Sie unerwünschte Anrufer anhand ihrer Rufnummer vom Fritz Fon aus blockieren.

Mehrere Fritzboxen im Netzwerk gleichen ihre Adressbücher seit Fritz OS 7.10 automatisch miteinander ab. Der Smarthome-Taster Fritz DECT 400 lässt sich mit jeder Fritzbox im Mesh-Netzwerk koppeln. Er schaltet auch AVMs Funksteckdosen - welche genau legen Sie über die Fritzbox-Oberfläche fest. Ab Fritz OS 7.10 verträgt Fritz DECT eine zweite Aktion, die Sie über einen langen Tastendruck auslösen.

Kerngeschäft „Internet“ verbessert

Auch am Kerngeschäft, dem Internet-Anschluss, stellen sich seit Fritz OS 7.10 Änderungen ein. Wem das DSL zu schnell ist, der kann es mit dem neuen Update drosseln - klingt komisch, ist aber so. Schon in früheren Fritz-OS-Versionen gab es die Möglichkeit, die Geschwindigkeit zu Gunsten der Stabilität der Internet-Verbindung zu drosseln. Die selbe Absicht steckt hinter der neuen Funktion.

Wer per Mobilfunk online geht, der dürfte sich darüber freuen, dass die Fritz Box nun höhere Datenraten anbietet. Grundlage dafür ist die Unterstützung des Mobile Broadband Interface Model (MBIM), das in Mobilfunk-Sticks wie dem 4G Systems W1208 zum Einsatz kommt. Nebenbei kann die Fritzbox nun auch per SMS eingehende Nachrichten per Push weiterleiten.

Obendrein bietet Fritz OS 7.10 umfangreiche Änderungen für Nutzer von VPN-Verbindungen (Virtuelles Privates Netzwerk). Dazu zählt VPN Full Tunneling, also die Übertragung des gesamten Netzwerkverkehrs über das VPN.

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