Tempo Tempo!

Format-Einmaleins

28.8.2009 von Redaktion pcmagazin, Volker Straßburg und Roland Seibt

ca. 2:20 Min
Ratgeber
  1. Wissen: LCDs mit 200 Hertz - So funktioniert die Technik
  2. Format-Einmaleins
  3. LCD-TV: Hintergrundbeleuchtung dimmen
  4. Messergebnisse

[u]Interlaced (i) und progressive (p)[/u] TV- und Video-Bilder werden in Halbbildern angeliefert. Zuerst kommen alle ungeraden Zeilen an, dann alle geradzahligen (interlaced). Die notwendige Ergänzung der jeweils fehlenden Zeilen entfällt mit Filmbildern, ihnen liegen Vollbilder (progressive) zugrunde. Die Unterscheidung dieser beiden Formate fällt TVs zuweilen schwer.

[u]24p-Kinoformat[/u] Kinofilme sind in der Regel mit 24 Vollbildern pro Sekunde aufgenommen (24 Hertz) und entsprechend auf Blu-ray abgespeichert. Für maximale Schärfe ohne Film-Bewegungsruckeln (Film-Dejudder) generieren die LCDs aus den 24 Bildern 192 Hertz. Samsung und Sony berechnen dabei sieben Zwischenbilder, die TVs der anderen Hersteller blinken auf Basis von 96 Bildern.

[u]50 und 60 Hertz[/u] Zuweilen bekommen es die TVs mit dem amerikanischen TV-Farbsystem NTSC zu tun, das mit 60-Hertz-Bildern arbeitet. Entsprechend erhöhen sich die Bildkalkulationen auf 240 Hertz statt der üblichen 200 bei europäischen 50-Hertz-Bildern.

So arbeiten 200-Hertz-LCDs

[u]Methode 1: Zwischenbildberechnung[/u] Samsung und Sony Die beiden Japaner führen die 100-Hertz-Philosophie fort. Diese setzt zwischen zwei 50-Hertz-Bilder ein weiteres, komplett neu errechnetes Bild, das den Bewegungsablauf ergänzt. Mit 200-Hertz-TVs werden schließlich drei Zwischensequenzen errechnet. Wirkung: Die Bilder wechseln viermal schneller als mit 50-Hertz- LCDs, das einzelne ist also nur noch ein Viertel der Zeit sichtbar. Mit Kinofilmen (siehe Kasten "Format-Einmaleins", vorherige Seite) errechnet die Elektronik sogar sieben Zwischenbilder.

[u]Methode 2: Blinking Backlight[/u] Die Darstellungszeit der einzelnen Bilder lässt sich auch verkürzen, indem man das Licht, das den LCD-Schirm durchleuchtet, kurz ausschaltet. Eine Zwischenbildberechnung findet hier lediglich von 50 auf 100 Hertz statt. Die Darstellungsdauer der 100 Bilder wird durch das Abschalten des Lichtes dann erneut halbiert, sodass sie auch hier nur ein Viertel der ursprünglichen Zeit und damit im 200-Hertz-Takt sichtbar sind. Raffiniert: Aufgrund seiner Seh-Erfahrungen ergänzt das Auge die fehlenden Bilder des Bewegungsablaufs selbst

Fußball im Feld
Fußball im Feld
© Archiv

Panasonic Hier wird der gesamte Schirm ein- und ausgeschaltet. Das Prinzip greift, allerdings verringert sich die Helligkeit stark uns es besteht die Gefahr von Flimmern.

Fußball im Feld
Bild-Sequenzen
© Archiv

Philips und Toshiba Bei beiden Herstellern ist stets nur die Hälfte des Backlights ausgeschaltet, wobei zweimal derselbe Bildinhalt verwendet wird. Mit der ersten Variante wird im Wechsel entweder die obere oder untere Hälfte dunkel. Dies ist der Fall, wenn ein LCD-Panel zum Einsatz kommt, das seine Bilder von oben nach unten aufbaut. Bei der abgebildeten zweiten Variante schaltet das Licht zunächst oben und unten aus, anschließend in der Mitte. In diesem Fall wurde ein LCD-Panel verwendet, das von oben zur Mitte und gleichzeitig von unten zur Mitte hin das Bild aufbaut.

Fußball im Feld
Weitere Bild-Ablauf-Sequenzen
© Archiv

LG, Toshiba, Philips LG schaltet laut eigener Auskunft stets nur eine Röhre aus. Auf diese Weise wandert ein schwarzer Balken jede 200tel Sekunde von oben nach unten. Das Labor von Video- HomeVision konnte diese Angabe allerdings nicht bestätigen, sondern beobachtete dasselbe, oben beschriebene Prinzip von Philips und Toshiba. Mit LED-Leuchten, die heller strahlen als Röhren, ist es möglich, alle Lampen bis auf eine Reihe auszuknipsen. Statt des dunklen Balkens in der Grafik saust dann jede 200tel Sekunde ein Leuchtstreifen von oben nach unten. Philips, LG und Toshiba werden diese Technik verwenden.

Was für einen Effekt das Dimmen der Hintergrundbeleuchtung hat, steht auf der nächsten Seite...

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