Stromfressern auf der Spur

Faxgerät und Pantoffelkino, selbst messen

Inhalt
  1. Stromverbrauch im Haushalt
  2. Die Stromfresser
  3. Die Kleinverbraucher und der PC
  4. Faxgerät und Pantoffelkino, selbst messen
  5. Fazit

Fax macht Faxen

Auch wenn längst nicht alle Drucker und Multifunktionsgeräte so viel Strom verbrauchen lohnt es sich zumindest im privaten Umfeld, die Geräte vom Netz zu trennen und nur im Bedarfsfall einzuschalten. Einfachstes Hilfsmittel ist eine Steckdosenleiste mit Schalter, mit dem man Rechner, Monitor Drucker und sonstige Peripherie (z.B. Aktivlautsprecher) abschalten kann. Etwas mehr Komfort bieten Steckdosenleisten mit Master-/Slave-Funktion. Bei ihnen übernimmt ein Gerät - idealerweise der PC - die Schaltfunktion für den Rest. Ist der Rechner heruntergefahren, werden alle an der Steckdose angeschlossenen Geräte vom Netz getrennt.

Wer ein Homeoffice, bestehend aus PC, Monitor, Multifunktionsgerät und DSL-Router betreibt, kann bei 8 Stunden am Tag und 200 Werktagen pro Jahr, die Stromkosten nicht mehr ganz vernachlässigen. Mit besagtem Router und dem Laser-Multifunktionsgerät laufen in unserem Beispiel stolze 118 Euro Stromkosten auf.

Das Pantoffelkino

Einiges Sparpotenzial lässt sich beim Pantoffelkino finden. Unser Versuchshaushalt war diesbezüglich üppig, leider aber auch energiehungrig ausgestattet. Ein 50-Zoll-Plasmaschirm, ein hochwertiger Sourround-Receiver, ein Videoscaler sowie eine DVB-S-Settopbox und ein DVD-HDD-Rekorder bildeten das Rückgrat des Heimkinos. Im Betrieb fielen vor allem der Plasmaschirm und der Sourround-Receiver negativ auf, während sich Settopbox, Rekorder und Scaler eher zurückhalten.

Im Betrieb ergeben sich 650 Watt. Bei den im Bundesdurchschnitt üblichen 3 1/2 Stunden Fernsehen pro Tag kostet das Fernsehvergnügen mit solch einer Anlage 237 Euro zusammen. Das ist natürlich ein extremes Beispiel. Ein ebenfalls vermessener Full-HD-TV im 37-Zoll-Format brachte es auf deutlich moderatere 250 Watt, ein Sourroundverstärker der Einstiegklasse benötigt ebenfalls nur die Hälfte unseres High-End-Gerätes. Noch wesentlich sparsamer war ein alter 55-cm-Röhrenfernseher. Er begnügt sich mit 78 Watt.

So messen Sie selbst

© Archiv

Handelsübliche Energieverbrauchsmesser.

Wer heimliche Stromfresser entlarven will, findet im Handel eine ganze Reihe von so genannten Energieverbrauchsmessern, die einfach zwischen Steckdose und zu prüfendes Gerät gesteckt werden und die für den heimischen Bedarf hinreichend genau arbeiten. Die zwischen 15 und 90 Euro teuren Messergeräte zeigen neben der momentanen Leistungsaufnahme auch den Verbrauch im Tagesdurchschnitt sowie den Gesamtverbrauch über den Messzeitraum an. Letzteres ist vor allem für Geräte mit wechselnder Leistungsaufnahme wichtig. Wer z.B. wissen will, wieviel der Tiefkühlschrank, das Aquarium oder der Laserdrucker verbrauchen, muss das Messgerät schon über einen längeren Zeitraum angesteckt lassen. Ebenfalls sehr aufschlussreich ist die Messung von Standby-Verbrauchern und Steckernetzteilen. Die Kosten für das Messgerät haben sich so mitunter schnell amortisiert.

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