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Facebook-Einstellungen für mehr Privatsphäre und Sicherheit

Sie möchten auf Facebook nicht verzichten, aber Ihre Privatsphäre ist Ihnen auch wichtig? Wir zeigen Einstellungen, mit denen Sie Facebook auf Kurs bringen

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Social-Media-Giganten wie Facebook bieten Einstellungsmöglichkeiten, um private Daten besser zu schützen.

In den Einstellungen bietet Facebook eine Reihe von Möglichkeiten zum Schutz der eigenen Privatsphäre. Doch die Einstellungen sind so umfangreich und unübersichtlich, dass man fast glauben könnte, dass Facebook gar nicht möchte, dass man sich mit ihnen beschäftigt. Dabei geht es ganz einfach: Wir lotsen Sie durch die sieben wichtigsten Einstellungen.

Die Einstellungen erreichen Sie im Browser und auch über die Facebook-Apps für Android und iPhone. Die Darstellung unterscheidet sich aber ein wenig. Wir zeigen die Vorgehensweise anhand der Android-App. Dort finden Sie die Einstellungen, indem Sie auf das Symbol mit den drei Strichen oben rechts tippen und dann ganz unten auf "Einstellungen und Privatsphäre" gehen.

1. Facebook-Profil vor Suchmaschinen verbergen

Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Facebook-Profil in der Trefferliste von Google und anderen Suchmaschinen erscheint, dann müssen Sie das Facebook mitteilen. Facebook sendet dann in der Profilseite ein Signal an Suchmaschinen das diese wissen lässt, dass die Seite verborgen bleiben soll.

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Die zugehörige Option finden Sie unter "Einstellungen und Privatsphäre". Dort gehen Sie auf "Einstellungen > Profileinstellungen > Profil-Privatsphäre".

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Im Abschnitt "So kann man dich finden und kontaktieren" tippen Sie auf "Möchtest du, dass Suchmaschinen außerhalb von Facebook einen Link zu deinem Profil anzeigen" und ändern die Einstellung auf "Nein". Bestätigen Sie die Änderung durch Antippen von "Deaktivieren".

2. Auffindbarkeit in Facebook einschränken

Wenn man Sie auch über die Facebook-Suchfunktion nicht so leicht finden soll, dann bedarf es dazu einer weiteren Einstellung. Standardmäßig kann man Sie dort nämlich nicht nur anhand Ihres Namens aufstöbern (das lässt sich nur über ein Pseudonym verhindern). Sie sind auch auch anhand von E-Mail-Adressen und Telefonnummern auffindbar, die Sie in Ihrem Profil hinterlegt haben.

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Das verhindern Sie ebenfalls über Einstellungen im Abschnitt "So kann man dich finden und kontaktieren" (siehe Tipp 1). Tippen Sie dort auf "Wer kann dich anhand der angegebenen E-Mail-Adresse finden?" und setzen Sie die Einstellung auf "Freunde von Freunden", "Freunde" oder "Nur ich". Die gleiche Einstellmöglichkeit finden Sie auch für Telefonnummern.

3. Zugriff auf die Freundesliste beschränken

In der Standardeinstellung ist die Freundesliste für alle Facebook-Nutzer einsehbar. Wenn es Ihnen nicht gefällt, dass auch Fremde Ihre Familienmitglieder, Freunde, frühere Partner usw. sehen können, dann können Sie diese Einstellung ändern.

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Gehen Sie unter "Einstellungen und Privatsphäre" auf "Einstellungen > Profileinstellungen > Profil-Privatsphäre". Im Abschnitt "So kann man dich finden und kontaktieren" tippen Sie auf "Wer kann deine Freundesliste sehen"? Mit der Option "Nur ich" verbergen Sie die Freundesliste vor allen anderen Nutzern. Alternativ lässt sich der Zugriff auch auf "Freunde" im Allgemeinen oder ausgewählte Freunde beschränken.

4. Alte Beiträge verbergen

Facebook sieht seinem zwanzigsten Geburtstag entgegen. Wer schon länger dabei ist, dem entlockt ein Blick auf seine älteren Beiträge nicht nur nostalgische Gefühle, sondern auch ein bisschen Gruseln. Falls Sie sich nicht mehr mit allem wohlfühlen, was Sie früher gepostet haben, müssen Sie aber nicht alle alten Beiträge durchgehen. Sie können alle öffentlichen und für Freunde von Freunden freigegebenen Beiträge in einem Rutsch auf Freunde beschränken. Das ist auch deshalb nützlich, weil die Einstellungen zur Sichtbarkeit von Beiträgen sich über die Jahre immer wieder geändert haben. Manche Posts könnten für Nutzergruppen sichtbar sein, die Sie früher noch gar nicht im Sinn hatten.

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Gehen Sie unter "Einstellungen und Privatsphäre" auf "Einstellungen > Profileinstellungen > Profil-Privatsphäre". Im Abschnitt "Deine Aktivität" tippen Sie auf "Einschränken, wer vergangene Beiträge sehen kann". Dort tippen Sie auf "Vergangene Beiträge einschränken".

5. Markierungen einschränken

In der Standardeinstellung kann jeder Facebook-Nutzer Sie in Beiträgen und Bildern markieren. Die so gekennzeichneten Inhalte erscheinen dann aber automatisch in Ihrer Timeline und das ist nicht jedem Recht. Sie können Facebook aber so einstellen, dass Sie Markierungen freigeben müssen, bevor sie in der Timeline erscheinen.

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Gehen Sie unter "Einstellungen und Privatsphäre" auf "Einstellungen > Profileinstellungen > Profil und Markierungen". Im Abschnitt "Überprüfen" tippen Sie auf den letzten Eintrag. Er lautet "Möchtest du Beiträge überprüfen, in denen du markiert wurdest, bevor sie in deinem Profil angezeigt werden". Schalten Sie die Option ein - fertig.

6. Gesichtserkennung ausschalten

Facebooks Gesichtserkennung ermöglicht interessante Funktionen. Beispielsweise kann das soziale Netzwerk dank Gesichtserkennung automatisch das Markieren von Freunden vorschlagen, wenn Sie neue Fotos hochladen. Noch wichtiger: Facebook warnt Sie vor Identitätsfälschern, die versuchen, ein Bild von Ihnen als Profilfoto zu verwenden. Aber nicht jeder fühlt sich mit der Gesichtserkennung wohl.

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So können Sie Facebooks Gesichtserkennung abschalten: Tippen Sie in den Einstellungen auf "Einstellungen > Profileinstellungen > Gesichtserkennung". Dann tippen Sie auf "Möchtest du zulassen, dass Faceook dich auf Fotos und in Videos erkennt?" und ändern die Einstellung auf "Nein".

7. Verbundene Apps und Websites überprüfen

Auch in vielen Apps und auf zahlreichen Websites können Sie sich mit Ihrem Facebook-Konto einloggen. Dabei holt der jeweilige Dienst mal mehr, mal weniger umfangreiche Zugriffsrechte für Ihr Facebook-Konto ein. In der Vergangenheit waren die auf diese Weise verbundenen Apps und Websites gelegentlich der Ausgangspunkt für große Datenlecks. Der wohl prominenteste Fall ist der der Facebook-App "This is your digital life" von Cambridge Analytica, über die die Daten von rund 87 Millionen Nutzern abgeschöpft wurden.

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Zwar hat Facebook in der Zwischenzeit einiges unternommen, um weitere Vorfälle solchen Ausmaßes zu verhindern. Trotzdem sollten Sie die Liste der verbundenen Apps und Websites gelegentlich "ausmisten". Dazu öffnen Sie die Einstellungen und tippen weiter unten auf "Apps und Websites". Überprüfen Sie die Einträge und entfernen Sie alles, was überflüssig geworden ist oder Ihnen unbekannt vorkommt. Um einen Eintrag zu löschen tippen Sie ihn an und gehen auf "Entfernen".
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