Einsteiger-Tipps

Ethereum-Alternative: Anleitung für whattomine.com

18.7.2017 von The-Khoa Nguyen

ca. 2:35 Min
Ratgeber
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  1. Ethereum-Alternative mit Grafikkarten-Mining finden: So geht's
  2. Ethereum-Alternative: Anleitung für whattomine.com
  3. Ethereum-Alternative: So geht's ans Mining
whattomine.com
Auf whattomine.com finden Sie heraus, welche Kryptowährung Ihre Arbeit wert ist.
© Screenshot / whattomine.com

Abhilfe bei der Suche nach Ethereum-Alternativen schafft die Webseite whattomine.com​, die mit aktuellen Krypto-Währungskursen, Hardware-Leistungsdaten, Mining-Schwierigkeitsgraden (Difficulty) und Stromkosten hantiert. Nach Eingabe der erforderlichen Werte für Leistung und Stromverbrauch errechnet die Webseite, welche Coins sie aktuell, innerhalb von 24 Stunden, 3 oder 7 Tagen am profitabelsten schürfen können. Als Vergleichswert von 100 Prozent dient jeweils Ethereum.

Die Webseite ist anfangs recht unübersichtlich, doch sollten Sie Mining in Zukunft  als Hobby aktiver betreiben, werden Sie ihre Dienste schon bald sehr zu schätzen wissen. In den ersten eineinhalb Zeilen von Blöcken sehen Sie verschiedene Algorithmen für Kryptowährungen. „Ethash“ wird beispielsweise für Ethereum verwendet. Zu jedem Block gibt es ein Feld für die Hashrate. Das ist die Leistungsangabe für Ihre Hardware. Darunter folgt eine Wattangabe für den Stromverbrauch. Daraus resultiert wiederum der Wert im Feld „Daily cost“ – die täglichen Kosten für den Strom.

Mittig in der zweiten Blockzeile können Sie die Kosten für eine Kilowattstunde (in US-Dollar umrechnen!) eingeben und verschiedene Filter für die Ergebnisse anwenden – etwa für die Sortierung der Ergebnisse – und den Marktplatz, auf dem erhaltene Erträge später getauscht werden können. Notwendig ist für den Anfang aber eigentlich nur der Wert für den Stromverbrauch und die Sortierung nach bester Profitabilität innerhalb einer bestimmten Zeit. whattomine.com kann natürlich nicht die Zukunft vorhersehen. Daher legt der Rechner eine Entwicklung zugrunde, die den aktuellen Kursentwicklungen entspricht.

Wenn Sie nicht wissen, welche Leistung Ihre Hardware bringt, dann können sie rechts vom letztgenannten Bereich einfach die Anzahl und den Typ Ihrer Grafikkarte(n) auswählen. Ganz rechts finden Sie fürs Mining gut geeignete Nvidia-Grafikkarten und links davon Karten von AMD. Wählen Sie dort eine aus, passen sich alle Werte in den Blöcken der Krypto-Algorithmen automatisch an. Die Werte können je nach System und Einstellungen variieren. Im Groben bekommen Sie jedoch relativ genaue Prognosen. Der Stromverbrauch bezieht sich in den Blöcken nur auf die Grafikkarte. Wer sein gesamtes System mit in die Betrachtung ziehen will, sollte für die Kalkulation je nach Typ und Aktualität 50 bis 100 Watt aufschlagen.

KFA2 Geforce GTX 1070 unter 400 Euro
Eine handelsübliche Geforce GTX 1070 (Hier von KFA2) schafft rund um 30 Megahashes pro Sekunde bei 90 bis 100 Watt Stromverbrauch - nach Tuninganpassungen.
© Screenshot / Mindfactory.de

Als Beispiel: Wir lassen die Leistung für eine Geforce 1070 übernehmen. In der Spalte Ethash sehen wir 28,5 Mh/s (Megahashes pro Sekunde) und einen Wert von 105 Watt. Ein Gesamtsystem mit gut eingestellter Grafikkarte liegt aber bei mindestens 140 bis 150 Watt ohne Monitor. SSD und Skylake-CPU etwa bleiben beim Mining zumeist arbeitslos. Für ein solches System können wir 50 Watt aufschlagen. Wir tragen dann „0.29“ beim US-Dollar-Wert für die Stromkosten ein. Das sind umgerechnet 26 Cent, die einem gängigen Kilowattstundenpreis in Deutschland entsprechen. Drücken wir anschließend auf „Calculate“, rechnet uns whattomine.com aus, welche Währungen derzeit am attraktivsten fürs Mining sind. In unserem Beispielergebnis wäre das (am Montagnachmittag) Sibcoin, gefolgt von Zcash, Zclassic und Ethereum Classic.

Zusätzlich sehen Sie unter Rewards, wie viele Einheiten der jeweiligen Währung sie in 24 Stunden erzeugen können. Spannend ist unter anderem in der vorletzten Spalte, wie sich Ihr Gewinn zum Umsatz verhält. Die zugrundeliegenden Daten sind zwar keine verbindlichen und garantierten Werte, allerdings geben Sie relativ gut wieder, was Sie erwarten können. Wie gesagt, sind Kursverläufe oft ein Glücksspiel, bei dem sich für Investoren auch schnell Geld verlieren lässt. Mining-Betreiber können whattomine.com laufend bemühen und regelmäßig schauen, dass ihr Rechner mehr erwirtschaftet als er an Strom verbraucht. Ausbezahlte Krypto-Beträge in Ihrer Wallet unterliegen natürlich auch Kursschwankungen, dann sollten Sie auf Plattformen wie Kraken.com​, Bittrex.com​ oder Coinbase.com​ rechtzeitig versuchen, zu tauschen oder sich den Gegenwert in Euro auf Ihr Konto auszahlen zu lassen.

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