Auf Sendung

Eigene Podcasts erstellen

26.1.2011 von Peter Knoll

Die Zeiten ändern sich: Als Podcasts vor etwa sechs Jahren aufkamen, galten sie noch als exotische Vorboten einer schönen neuen Web-Welt. Heute stellt jeder Fernsehsender eigene Sendungen ins Netz. Das können Sie auch.

ca. 2:15 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Eigene Podcasts erstellen
  2. Rhetorik-Podcast
  3. Video-Podcasts
  4. Interview Alexander Wunschel
podcast, pc, mac, pp3, h264
Wunschkonzert: Podcasts werden oft am heimischen PC/Mac aufgenommen und vor allem in platzsparende MP3- oder H264-Dateiformate konvertiert. Der Anbieter stellt diese Dateien z.B. gemeinsam mit einer XML-Datei auf den Server, der Anwender kann im Internet diese Podcasts abonnieren.
© PC Magazin

Sie sind technisch selten perfekt, meist kaum besser als der übliche "Youtube- Trash". Dennoch sind Audio- wie Video- Podcasts seit mindestens zwei Jahren kein Nerd-Objekt mehr, sondern finden teilweise ein Millionen-Publikum.

Es gibt keinen größeren Fernsehsender mehr, der auf Podcasts verzichtet, immer mehr Printverlage ergänzen ihr Angebot mit immer professionelleren Palette. Doch auch interessierte Privatanwender mischen erfolgreich mit - teilweise seit Jahren.

Denn die technischen Voraussetzungen sind gering: Der Anbieter (Podcaster) erzeugt Mediendateien (meist in den Formaten MP3 oder H264) und stellt sie via (RSS-)Feed auf einem Server im Internet bereit. Ein Teilnehmer kann diesen Feed über Browser erreichen und mit einer speziellen Software (= Feedreader) wie iTunes oder Miro (siehe Mediacenter: Die nächste Generation) abonnieren.

Podcasts keine Hexerei

Der Anbieter kann entweder eine spezielle Datei in seine Webseite integrieren oder etwa seine Podcasts kostenlos beispielsweise auf 1000mikes.com hochladen. Wer das Angebot von nutzt, wird in drei Schritten zum Podcast geführt, es gibt einen Testmodus.

Überschaubar sind auch die Hardware-Anforderungen. Unbedingt empfehlenswert ist die Anschaffung eines guten Mikrofons mit Kugelcharakteristik. Diese sind unempfindlich gegenüber lästigen Popp- und Körperschallgeräuschen. Für Interviews haben sich etwa das Sennheiser E840S oder das Ansteckmikrofon beyerdynamic MCE 60 bewährt. Wer Videoaufnahmen macht, vor allem im Freien, sollte ein Richtmikrofon haben, etwa aus der MCE 86 II-Serie von beyerdynamic. Damit lassen sich Schallquellen ohne Umgebungsgeräusche aufnehmen. Gegen Windgeräusche hilft ein spezieller Windschutz.

Wer seine Podcasts zuhause am Computer aufzeichnet, benötigt eine eingebaute oder externe Soundkarte. Die Soundchips auf der Festplatte dürften für die meisten Heimanwender bereits ausreichen. Alternativ gibt es externe USB- oder Firewire-Soundkarten: Beispiele sind iMic von Griffin Technology oder die Aureon 5.1 USB MK II von Terratec.

Praktisch für Aufnahmen unterwegs ist ein eigenes Audio-Aufnahmegerät. Gute Geräte sind leider nicht billig: Der M-Audio MicroTrack II ist ab etwa 133 Eurio erhältlich.

Wichtig ist zudem ein bequemer Kopfhörer mit sehr guter Akustik. Radio-Profi und Podcaster Michael Praetorius empfiehlt den Bose QuietComfort 3.

Für Video-Aufzeichnungen genügt im Prinzip bereits jede etwas bessere DV-Kamera, wenn die geplante Wiedergabe maximal im PAL-Format soll. Die Umwandlung von Clips, die im Zeilensprung-Verfahren aufgezeichnet werden, ist jedoch grundsätzlich mit Zeit- und Qualitätsverlust verbunden. Belassen Sie Videos im Zeilensprungverfahren, hängt die Wiedergabequalität vom De-Interlacing (Soft- oder Hardware) ab - im ungünstigsten Fall sieht der Empfänger Interlaced-Streifen am Bildschirm.

Da die Wiedergabe von Videocasts nicht am Röhren-Fernseher, sondern am PC-Monitor erfolgt, ist die Aufzeichnung und Weiterverarbeitung von Vollbildern mit quadratischen Pixeln erste Wahl. Viele Kameramodelle wie die JVC HM100 bieten dazu Optionen an, etwa 720p (= 1280 x 720 Bildpunkte). Profis schwören auf Schulterkameras, die HD mit 4:2:2 aufzeichnen.

Wer hochwertige Videos erzeugen will, benötigt ein stabiles Dreibein-Stativ, möglichst mit einstellbarer Dämpfung des Stativkopfs. Der Profi-Klassiker ist Sachtler. Mit einer mittelprächtigen Kamera und sehr guter Beleuchtung lassen sich bessere Ergebnisse erzielen als mit einer noch so guten Profi-Kamera bei mäßiger Ausleuchtung - ideal wäre für den mobilen Einsatz ein Lichtkoffer mit leichten wie lichtstarken Scheinwerfern, den etwa Dedo Weigert anbietet.

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