Anleitung

Dual-Boot-Probleme mit dem Bootmanager lösen

Bootmanager-Menü mit Grub Customizer anpassen​

Das Ändern der Bootreihenfolge oder der in Grub angezeigten Betriebssysteme über die Konfigurationsdatei ist nicht ganz ungefährlich. Verwenden Sie lieber ein Tool dafür.

© Screenshot: PC Magazin

Der Grub-Customizer erleichert die Bearbeitung des Grub-Bootmanager-Menüs.

Grub Customizer bietet eine grafische  Oberfläche zur Anpassung des Grub-Bootmenüs. Das Tool muss zunächst über die Paketverwaltung in drei Schritten installiert werden:

sudo add-apt-repository ppa:daniel richter2007/grub-customizer

sudo apt-get update

sudo apt-get install grub-customizer

Danach kann es über den Ubuntu Starter  oder per Kommandozeile grub-customizer aufgerufen werden. Auf der Startseite  sind alle Einträge des Grub-Bootmenüs zu sehen. Hier können einzelne entfernt oder die Reihenfolge verändert werden.

Auf der Registerkarte Allgemeine Einstellungen werden das Standardbetriebssystem sowie die Wartezeit, nach der dieses gebootet wird, eingestellt.

Nach Windows Upgrade: Bootmanager neu einrichen​

Größere Windows Upgrades oder auch Installationen weiterer Linux-Distributionen schreiben oft den Master Boot Record der Festplatte neu. Solange eine der installierten Linux-Versionen noch bootet, können Sie mit dem Boot-Reparatur-Tool den Bootloader neu installieren und auch die Konfigurationsdatei neu schreiben. Das Tool muss zunächst über die Paketverwaltung in drei Schritten installiert werden:

sudo add-apt-repositoryppa:yannubuntu/boot-repair

sudo apt-get update

sudo apt-get install boot-repair

Danach kann das Reparatur-Tool über den Ubuntu Starter oder per Kommandozeile boot-repair aufgerufen werden. In den meisten Fällen reicht die Empfohlene Re-paratur aus, um wieder eine funktionie-rende Bootkonfiguration zu erstellen. Bei Reparaturschritten, die nicht automatisch ausgeführt werden können, erscheint eine ausführliche Anleitung auf dem Bildschirm, wie die jeweilige Aktion über die Kommandozeile durchzuführen ist.

© Screenshot: PC Magazin

Das Boot-Reparatur-tool repariert defekte Grub-Installationen und schreibt den Bootloader neu.

Wenn nichts mehr geht: Bootmanager wiederherstellen​

Leider passiert es öfter als erwartet, dass der PC nicht mehr bootet, weil die Konfiguration des Grub-Bootmanagers beschädigt ist. In solchen Fällen nützt es nichts, wenn das installierte Linux Reparaturfunktionen enthält. Booten Sie den PC mit der Boot-Repair-Disk​. Diese enthält das Boot-Reparatur-Tool, mit dem der Boot-Sektor repariert und verschiedene Grub-Einstellungen neu vorgenommen werden können.

Zusätzlich finden Sie einen Betriebssystem-Deinstallierer, der nicht funktionierende Betriebssysteme, die möglicherweise die Systemkonfiguration beeinträchtigen, komplett entfernt. GParted ist ein Partitionierungstool ähnlich der Windows-Datenträgerverwaltung, das aber auch mit Linux-Partitionen umgeht. Mithilfe des Dateimanagers und der Netzwerkfunktionen können Sie Datenpartitionen vor riskanten Veränderungen auf einen FTP- oder WebDAV-Server im Netz sichern.

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