Bessere Druckergebnisse dank Profilierung und Kalibrierung

Drucker profilieren

Drucker profilieren

Druckerhersteller bieten ICC-Farbprofile an, die auf einen bestimmten Druckertyp und ein bestimmtes Papier, häufig das eigene, abgestimmt sind. Auch bei renommierten Papierherstellern wird man fündig. Allerdings ist bei diesen ICC-Profilen nie wirklich sichergestellt, dass sie auch genau sind, denn Drucker und Papier unterliegen Schwankungen in der Produktion, die durchaus erheblich sein können. Der Vorteil dieser vorgefertigten Profile ist, dass man sie schnell einsetzen kann und sie kostenlos erhältlich sind.

Wer Farbsicherheit wünscht und nicht viel Geld ausgeben möchte, ist gut beraten, einen Online-Dienst in Anspruch zu nehmen. Die Profilierungsdienste stellen ein Testchart zum Download bereit, das man ausdrucken und anschließend einschicken muss. Sie erklären, worauf man beim Ausdrucken achten muss. Diese Anleitung sollte man unbedingt beherzigen, denn gerade das bereits installierte Farbmanagement des Betriebssystems und die Einstellungen im Druckertreiber verändern einen Ausdruck erheblich.

Diese "Manipulation" muss verhindert werden, denn sonst funktioniert das Profilieren nicht. Das Testchart druckt man auf dem Papier aus, für das das ICC-Profil gelten soll und schickt es zur beauftragten Firma. Diese liest jedes einzelne Farbfeld mit einem professionellen Gerät ein und generiert daraus das ICC-Profil.

Wer sich für diese Methode entscheidet, sollte trotzdem ein paar Anbieter vergleichen. Die Preise beginnen bei rund 25 Euro (www.caliprint.de), sind aber vom Umfang des Aufwands abhängig. Je mehr Farbfelder für das Profil eingelesen werden, desto teurer ist auch der Auftrag. Grundsätzlich gilt, dass ein Profil genauer ist, je mehr Farbfelder eingelesen werden.

Bei www.fotodesign-winkler.de kostet die günstigste Profilierung mit 288 Messfeldern 31 Euro. Eine Profil-Erstellung mit 800 Messfeldern kostet derzeit im Angebot nur 40 Euro und soll laut Anbieter für Hauttöne und Graustufen optimiert sein. Ob sich die Mehrkosten für den Privatmann lohnen, lässt sich aber ganz schwer sagen; das ist ein sehr individueller Anspruch.

Wenn es besonders günstig sein soll, könnte es sich lohnen, einen Schritt weiter zu denken. Es gibt Firmen, wie beispielsweise www.farbenwerk.com, die den Profil-Service mit dem Kauf von Nachfülltinte verbinden. Durch den Kauf von Fremdtinte spart man viel, allerdings ist das Hantieren mit offener Tinte nicht jedermanns Sache.

Der Vorteil des "Online-Systems" ist, dass es relativ preiswert ist. Der Nachteil ist, dass das erstellte Profil nur für eine Papiersorte von einem Hersteller gilt. Für den Hobbyfotografen, der gerne Bilder bearbeitet, aber nur gelegentlich Ausdrucke anfertigt, ist das sicherlich ein guter Kompromiss, für den Profi aber wahrscheinlich nicht.

Drucken, messen, drucken

Das menschliche Auge ist zwar in der Lage, die Farbabweichungen zwischen Monitor und Drucker zu erkennen, als Messgerät für deren Einstellung taugt es aber leider nicht. Wer seinen Drucker selbst profilieren will, kommt also nicht umhin, ein Messsystem anzuschaffen, das ein ausgedrucktes Testchart optisch einliest und anhand der festgestellten Unterschiede ein Profil erstellt.

Wer sich selbst um die Erstellung eines Profils kümmert, hat die höchstmögliche Farbsicherheit, denn das Profil wurde für seine individuelle Monitor-Papier-Tinten-Kombination erstellt.

Ein profiliertes System bietet neben der Farbsicherheit auch den Vorteil, dass Fehldrucke vermieden werden können und macht sich auf lange Sicht für "Vieldrucker" bezahlt. Für Anwender, die keine Proofkontrolle (FOGRA-Medienkeil) benötigen, sind derzeit zwei Geräte auf dem Markt, die besonders interessant sind, da sie mit rund 450 Euro deutlich günstiger sind als Systeme, die die Druckvorstufe berücksichtigen .

Der richtige Monitor für den richtigen Zweck - worauf Sie achten müssen und was für Kalibrierungs- und Profilierungskombisysteme gibt, verrät die letzte Seite...

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