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Dossier 64-Bit-Software

10.11.2010 von Tom Rathert

Der Cinebench R 10 zeigt eindrucksvoll, dass selbst bei einem 4-GByte-RAM-PC 64-Bit-Anwendungen unter 64-Bit-Windows eine bessere Performance besitzen. Weitere Vorteile sind, dass mehr Arbeitsspeicher unterstützt wird, was für die Bearbeitung von Bildern, Videos und Musik einen zusätzlichen Leistungsschub bringt. Mit einem 64-Bit-Windows-7 ist Ihr PC zukunftssicher.

ca. 2:40 Min
Ratgeber
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  1. Dossier 64-Bit-Software
  2. Windows Kompatibilitäts Center
  3. 64-Bit-Treiber
Dossier 64-Bit-Software
Dossier 64-Bit-Software
© Archiv

Wer heute einen neuen Rechner mit Windows 7 kauft, kommt an dem Thema 64-Bit nicht mehr vorbei. Der Hauptvorteil von Computern mit einer 64-Bit-Version von Windows besteht in der Fähigkeit, mehr Arbeitsspeicher als eine 32-Bit-Version von Windows verwalten zu können. Die Festlegung der Grenzen für den Arbeitsspeicher haben die Ingenieure rein willkürlich festgelegt.

Theoretisch lassen sich mit 64 Bit 2 hoch 64 Speicherzellen adressieren, das dürfte auch für die nächsten Jahre genug sein. Praktisch setzt Microsoft bei Windows 7 aber Grenzen, die je nach Lizenz unterschiedlich sind. Windows 7 Starter unterstützt nur 2 GByte Arbeitsspeicher, die Grenze der anderen Versionen beginnt bei 8 GByte (Home Basic), 16 GByte (Home Premium) und endet bei 192 GByte Arbeitsspeicher (Ultimate, Enterprise und Professional ).

In den nächsten Jahren dürfte das keine praktische Bedeutung haben, eng könnte es nur bei Home Basic und Home Premium werden. Bis dahin steht aber auch die nächste Windows-Generation in den Startlöchern. Dass es auch anders geht, beweist der Windows Server 2008 R2: Je nach Lizenz sind 32 GByte bis zu 2 TByte Arbeitsspeicher erlaubt. Konsequenterweise gibt es davon gar keine 32-Bit-Fassung.

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Mit den Optionen unter dem Reiter Kompatibilität bringen Sie viele widerborstige 32-Bit-Anwendungen zum Laufen.
© PC Magazin

4, 6, 8 oder mehr GByte bringt mehr Leistung, wenn viele Programme und Dateien gleichzeitig geöffnet sind oder wenn die Programme viele speicherintensive Vorgänge durchführen, etwa das Bearbeiten eines HD-Videos oder das Spielen der neuesten 3D-Spiele.

Der Leistungsgewinn eines Computers mit einer 64-Bit-Version von Windows ergibt sich in erster Linie aus diesem zusätzlichen Arbeitsspeicher in Kombination mit einem leistungsfähigen 64-Bit-Prozessor, der dieses Plus an Speicher zu nutzen vermag. Wenn Sie einen neuen Computer mit Windows 7 kaufen, ist dieser in aller Regel mit einem 64-Bit-Prozessor ausgestattet.

Tipp

Wenn der Rechner gestartet ist, können Sie erkennen, was für eine Windows-7-Version installiert ist, wenn Sie unter Start mit der rechten Maustaste auf Computer klicken. Den Namen der Windows Editon und Systemtyp (32- oder 64-Bit) werden angezeigt.

Vorbereitung

Zwar funktionieren fast alle 32-Bit-Programme auch unter Windows 64-Bit, vor einem Kauf möchte man jedoch gerne Bescheid wissen, was an Zusatzkosten auf einen zukommt. Ein Computer mit einer 64-Bit-Version von Windows benötigt neben einem 64-Bit-Prozessor für jede Hardware-Komponente, die im PC installiert oder mit ihm verbunden ist, einen 64-Bit-Treiber. Mit 32-Bit-Treibern lassen sich die Geräte nicht anschließen.

Bevor Sie auf eine 64-Bit-Version von Windows wechseln, sollten Sie sich überlegen, ob Ihre wichtigen Programme und Geräte vor allem auch die Spiele in der neuen Umgebung überhaupt noch funktionieren. Hier hilft Ihnen der Windows 7 Upgrade Advisor von Microsoft, den Sie im Download-Bereich von Microsoft finden (www.microsoft.de). Schließen Sie alle Geräte an Ihren PC an, und schalten Sie sie ein.

Nur so kann der Upgrade Advisor diese auf Kompatibilität überprüfen. Nach einiger Zeit bekommen Sie einen Bericht angezeigt, welche Geräte oder Programme bei der Systemumstellung Probleme machen könnten. Für 32- und 64-Bit gibt es jeweils einen eigenen Bericht. In vielen Fällen verweist Sie das Tool auch gleich auf Updates und gibt zusätzlich Links an, über die Sie passende Treiber herunterladen können.

cinebench r10
Die Messwerte mit Cinebench R10 unter Windows 7 Ultimate mit Core i5-760 CPU zeigen, dass 64-Bit-Software im 64-Bit-Betriebssystem eine 25 Prozent höhere Leistung bringt:
© PC Magazin

Eine weitere Anlaufstelle für Kompatibilitätsfragen rund um Windows 7 ist das deutsche Windows Kompatibilitäts Center unter (www.microsoft.com/windows/compatibility/windows-7/de-de/applications.as px).

Hier geben Sie einfach den Namen einer Software oder einer Hardware-Komponente ein und schauen, ob sie unter Windows 7 64-Bit funktioniert.

Wenn Sie mit der 64-Bit-Version von Windows arbeiten und die Wahl haben, eine 32-Bitoder eine 64-Bit-Version eines Programms zu installieren, sollten Sie sich immer für die 64-Bit-Version entscheiden. In unseren Tests und beim Benchmarking mit CineBench R10 zeigte sich eine deutlich höhere Performance von 25 Prozent als bei 32-Bit-Programmen. Die 32-Bit-Version und Windows-7-64-Bit lief sogar etwas langsamer als unter 32-Bit-Windows.

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