Abgezockt mit teurer Freeware

Die Freeware-Falle: Vermeintliche Gratis-Downloads lieber meiden

16.4.2010 von Redaktion pcmagazin und Tim Kaufmann

Adobe Reader für 60 Euro, Firefox für 80 Euro, OpenOffice für 190 Euro - immer öfter flattert arglosen Surfern eine Rechnung für vermeintliche Gratis-Downloads ins Haus.

ca. 2:15 Min
Ratgeber
  1. Die Freeware-Falle: Vermeintliche Gratis-Downloads lieber meiden
  2. Teil 2: Die Freeware-Falle: Vermeintliche Gratis-Downloads lieber meiden
  3. Teil 3: Die Freeware-Falle: Vermeintliche Gratis-Downloads lieber meiden
Die Freeware-Falle
Die Freeware-Falle
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Adobe Reader für 60 Euro, Firefox für 80 Euro, OpenOffice für 190 Euro - immer öfter flattert arglosen Surfern eine Rechnung für vermeintliche Gratis-Downloads ins Haus. Wir zeigen Ihnen, was es mit den neuen Freeware-Fallen auf sich hat und wie Sie sich davor schützen.

Seit Neuestem können Sie nicht einmal mehr legale Programme ungefährdet aus dem Netz saugen. Schuld daran sind Download-Abofallen. Das sind betrügerische Websites, die Ihnen die Links zu eigentlich kostenlosen Programmen für teures Geld verkaufen. Gemein daran ist, dass die Kosten im Kleingedruckten versteckt werden. Den gewünschten Download-Link bekommt man sofort, die Rechnung trudelt dann einige Wochen später ins Haus. Und dann ist guter Rat teuer. Wir zeigen Ihnen die bekannten schwarzen Schafe unter den Download-Websites. Damit Sie neuen Abofallen nicht auf den Leim gehen, erfahren Sie außerdem, woran Sie solche Abzocker- Websites erkennen - und wir sagen Ihnen, was Sie tun können, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.

Die Freeware-Falle
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Die Betrugsmasche läuft in der Regel so: Sie möchten zum Beispiel OpenOffice herunterladen und geben den Namen des Programms in eine Websuchmaschine ein. Dann klicken Sie auf einen der ersten Treffer, landen dabei aber nicht auf der Hersteller-Website, sondern in einer Freeware-Falle. Bevor solche Websites mit dem Download-Link herausrücken, verlangen sie nach Ihrem Namen und Ihrer Adresse. Hinterhältig im Kleingedruckten versteckt, findet sich ein Hinweis auf die mit der vermeintlich kostenlosen Registrierung verbundenen Gebühren. Nach einem Klick auf "Anmelden" erhält man dann den gewünschten Download-Link. Und wenige Wochen später trudelt eine Rechnung ins Haus, die sich auf bis zu 200 Euro beläuft.

Berüchtigt: ABCLoad, Every-Game und OpenDownload und Co.

Zu den berüchtigtsten Freeware-Fallen gehören ABCLoad.de, OpenDownload.de und Every-Game.com. Die ersten beiden Websites ähneln vom Aufbau her bekannten Download-Portalen. Auf der Startseite finden Sie die wichtigsten Neuerscheinungen der Software-Szene, darunter prominente Gratis-Programme wie Avira Antivirus, Adobe Reader, der Flash-Player, OpenOffice und Firefox. ABCLoad weist hier zwar auf die "Jahresgebühr" von 60 Euro hin, doch das ist nur ein Feigenblatt. Der Löwenanteil aller Besucher wird nämlich von Google & Co. direkt auf die Unterseiten gelenkt, auf denen man die Beschreibungen und Links zu den einzelnen Programmen findet. Und hier stehen die Kosten nur noch im Kleingedruckten. In den AGB und den "Verbraucherinformationen" tauchen sie erst gar nicht auf. Ähnlich geht es bei OpenDownload zu. Die Startseite verschweigt die Mitgliedsgebühren. Innerhalb der einzelnen Programmbeschreibungen wird Freeware ausdrücklich gekennzeichnet als "Freeware ist Software, die vom Urheber zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt wird".

Erst im Rahmen der Registrierung als Mitglied wird per Kleingedrucktem auf die damit verbundenen Kosten von 192 Euro für zwei Jahre hingewiesen. Every- Game.com unterscheidet sich von ABCLoad und OpenDownload insofern, als hier ausschließlich Spiele angeboten werden. Oft handelt es sich um Klone bekannter Titel wie Super Mario und Civilization oder um Gesellschaftsspiele wie Poker, Backgammon und Schach. Ein Gewinnspiel, bei dem es mehrere Playstation 3 von Sony zu gewinnen gibt, macht die Registrierung als Mitglied besonders attraktiv. Die Jahresgebühr von rund 60 Euro erscheint lediglich im Kleingedruckten.

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