Alles halb so schlimm

Die 10 größten Handy-Mythen entlarvt: Nie wieder Angst

Mobiltelefone haben unser Leben verändert. Da wundert es nicht, dass sich zahlreiche Mythen darum ranken. So hat jeder eine Meinung zur schädlichen Strahlung. Aberglaube oder Realität?

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Blackberry und iPhone

1. Handyfonieren im Auto und in Flugzeugen ist verboten

Das stimmt nur zum Teil. Im Auto darf handyfoniert werden, wenn das Telefon über eine Freisprecheinrichtung verfügt. Telefonieren ist auch erlaubt, wenn das Auto geparkt und der Motor ausgeschaltet ist. Im Stau oder an einer roten Ampel darf das Handy nur dann ans Ohr, wenn der Motor ausgeschaltet ist. Dies legt § 23 der Straßenverkehrsordnung fest: "Dem Fahrzeugführer ist die Benutzung eines Mobil- oder Autotelefons untersagt, wenn er hierfür das Mobiltelefon oder den Hörer des Autotelefons aufnimmt oder hält. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist." Egal, welche Funktion des Mobiltelefons genutzt wird, sobald das Gerät in der Hand des Fahrers liegt, greift das Handyverbot. Nicht erlaubt ist es ferner, eine SMS zu schreiben oder Nummern im Adressbuch zu suchen.

Das Handyverbot gilt übrigens auch für Radfahrer. In Flugzeugen darf seit einem Jahr telefoniert oder gesimst werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Maschine entsprechend ausgerüstet ist und die Fluggesellschaft das Handyfonieren ausdrücklich erlaubt. Diese Zusatzausstattung soll verhindern, dass die Bordelektronik durch Mobiltelefonate gestört wird. Um über den Wolken mobil zu telefonieren, muss sich das Handy ferner mit einer Basisstation an Bord des Fliegers verbinden.

Die Basisstation wiederum stellt via Satellit eine Verbindung mit einer Bodenstation her. Dieser Service ist nicht umsonst. Meist kostet ein Handygespräch zwischen 2 und 3 Euro pro Minute. Für eine Kurznachricht aus dem Himmel sind ca. 50 Cent fällig. Einer Umfrage (Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, BITKOM) zufolge ist allerdings die Mehrheit der Deutschen ( 60 %) gegen Handyfonieren über den Wolken, weil sie sich durch die Gespräche gestört fühlen. Erlaubt sind Mobiltelefonate zurzeit bei Ryanair.

2. Handystrahlung ist schädlich

Bisher konnte wissenschaftlich nicht erwiesen werden, dass vom Handy ausgehende elektromagnetische Strahlungen tatsächlich schädlich sind. In dem Maße, in dem die Nutzung von Mobiltelefonen in den letzten Jahren zugenommen hat, wurden auch Studien zur Verträglichkeit der Strahlungen durchgeführt. In keiner dieser Studien konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass hochfrequente elektromagnetische Felder, wie sie beim Mobilfunk eingesetzt werden, eine gesundheitliche Beeinträchtigung für den Menschen bedeuten. Wie sich allerdings eine lange Exposition - also eine längerfristige starke Handynutzung - auf den Menschen auswirkt, ist noch nicht hinlänglich erforscht.

Tatsache ist, dass der Kopf bei der Nutzung von Mobiltelefonen die Strahlung absorbiert. Gemessen wird diese Absorption über den sogenannten SAR-Wert (spezifische Absorptionsrate), der die Erwärmung des Gewebes in Abhängigkeit der elektromagnetischen Feldenergie wiedergibt. Je geringer der SAR-Wert, desto weniger wird Gewebe durch die Strahlung erwärmt. Aufgrund einer Empfehlung der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung wurde ein Grenzwert von 2 Watt/kg festgelegt, der auch für Handys gilt. Hersteller sind verpflichtet den SARWert eines Mobiltelefons anzugeben. Bei den meisten Geräten wird der Grenzwert unterschritten. Um sicher zu gehen, sollten Sie die Tipps im Kasten "Handystrahlung vermeiden" beachten.

Ob Handys die Chance erhöhen, vom Blitz getroffen zu werden, erfahren Sie auf Seite 2...

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