RAM: Specs und Preise in der Übersicht

Erste DDR5-Modelle zum Start von Intel Alder Lake

3.12.2021 von Alana Friedrichs

Eine neue Arbeisspeicher-Generation: Erste Hersteller präsentieren ihre DDR5-RAM-Kits. Wir fassen zum Start von Intel Alder Lake zusammen. +++ Update: DDR5-Kits von T-Force+++

ca. 5:45 Min
Ratgeber
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Trident Z5-Kits von G.Skill
Zum Start von Alder Lake stehen bereits einige Hersteller wie G.Skill mit DDR5-Kits in der Startlöchern
© G.Skill

Seit neun Jahren warten Hardware-Fans auf einen Nachfolger der Arbeitsspeicher-Technologie DDR4. Jetzt ist sie endlich da. Denn der mit Intel Alder Lake eingeführte Chipsatz Z690 bringt endlich auch Support für DDR5.

Aktuell ist die neue Technologie gegenüber dem Vorgänger noch ein gutes Stück teurer. Das hat Early Adopter jedoch noch nie abgeschreckt. Und DDR5 bietet einige Vorteile gegenüber DDR4. So steigt etwa die Bandbreite der Riegel auf bis zu 51 GB/s und damit fast das doppelte Niveau von DDR4 (26 GB/s) an.

Auch steigt die Kapazität der Module von maximal 32 GB auf einen Höchstwert von 128 GB an - auch wenn wir auf Riegel dieser Größenordnung noch warten müssen. Dank einer niedrigeren Standardspannung sind die neuen RAM-Module außerdem sparsamer als der Vorgänger.

Wer schon jetzt über ein Rechner-Upgrade nachdenkt, findet daher bei uns eine Übersicht über angekündigte oder erschienene DDR5-Modelle. So steht dem Kauf und Umbau nichts mehr im Wege.

DDR5-RAM-Kits von Adata: XPG Lancer

Von der Adata-Untermarke XPG erscheint mit Lancer ein DDR5-Speichermodul mit bis zu 5.200 MT/s. Auch ein Modell mit bis zu 6.000 MT/s soll in Arbeit sein.

Das 5.200er-Modul ist sowohl als Single- (8 GB / 16 GB) als auch als Dual-Channel-Kit (2x 8 GB / 2x 16 GB) verfügbar. Als Timing wird CL40 angegeben. Dabei ist die neue Standardspannung von 1,1 V für den Betrieb notwendig.

Besondere Features sind ein PMIC (Power Management Integrated Circuit) und ECC (Error Correcting Code) für mehr Zuverlässigkeit im Betrieb, anpassbare RGB-Beleuchtung und hochwertige ICs (Integrated Circuits) und PCBs (Printed Circuit Boards) für Overclocking.

Als kompatible Mainboard-Marken werden auf der Produktseite Aorus, ASRock, Asus, Gigabyte, MSI und ROG gelistet.

Offizielle Preise und Releasetermine stehen noch aus.

Produktbild Adata XPG Lancer DDR5
© Adata

DDR5-RAM-Kits von Corsair: Dominator Platinum & Vengeance

Corsair startet mit gleich zwei verschiedenen DDR5-Modellen: Den bunt leuchtenden Dominator-Platinum-Modellen für Individualisierungsfans und den dezenteren Vengeance-Modellen für Minimalisten.

Die Vengeance-Modelle bieten 32 GB (2x 16 GB) oder 64 GB (2x 32 GB) Speicher und 4.800 MHz oder 5.200 MHz. Bei den Dominator-Modellen ist die Größe mit 32 GB (2x 16 GB) festgeschrieben. Auch hier kann jedoch zwischen 4.800 MT/s und 5.200 MT/s gewählt werden.

Bei der Farbe bietet Corsair die beiden Modelltypen Schwarz und Weiß an.

Neben Beleuchtung können auch Spannung und XMP-3.0-Profile über die iCue-Software geregelt werden. Das dürfte besonders beim Overclocking gelegen kommen. Weitere Alleinstellungsmerkmale sind die hauseigene DHX-Kühlung, RGB-Beleuchtung und laut Hersteller handverlesene Speicherchips.

Die Dominator Platinum ist zu einer UVP zwischen rund 325 bis 370 Euro erhältlich, bei den Vengeance-Modellen verlangt man zwischen rund 300 bis 630 Euro.

Produktbilder Corsair Dominator Platinum & Vengeance
© Corsair

DDR5-RAM-Kits von Crucial

Auch die Micron-Marke Crucial stellt zum Start von Alder Lake erste DDR5-Riegel bereit. Die erscheinen in den Größen 8 GB, 16 GB und 32 GB bzw. als Dual-Channel-Kits mit 16 GB (2x 8 GB), 32 GB (2x 16 GB) oder 64 GB (2x 32 GB). Alle Varianten besitzen eine Standardspannung von 1,1 Volt. Als Timings werden CL40 angegeben.

Auf Kühlkörper verzichtet man bei diesen Modellen, diese werden vermutlich später mit den höherpreisigen Ballistix-Modellen eingeführt.

Die Preise belaufen sich im eigenen Shop auf rund 58 Euro (8 GB) bis 407 Euro (2x 32 GB).

Produktfoto des Crucial DDR5-DIMM-Riegels
© Crucial

DDR5-RAM-Kits von G.Skill: Trident Z5 & Ripjaws S5

Wie Corsair startet auch G.Skill mit gleich zwei verschiedenen DDR5-Serien, um verschiedene Spielende anzusprechen. Neben den minimalistischen Ripjaws stehen dabei vor allem die neuen Trident-Z5-Modelle im Fokus. Beide heben sich mit einer besonders hohen Spitzengeschwindigkeit von der Konkurrenz ab.

Die dezenteren Ripjaws S5 verzichten dabei auf RGB-Beleuchtung und massiven Kühler. Erhältlich sind sie in den beiden Farben Weiß und Schwarz. Bei der Größe scheint man sich auf 32 GB (2x 16 GB) zu beschränken. Die Timings werden mit CL36 oder CL40 angegeben. Eine besonders große Auswahl hat man hingegen bei den Transferraten. Hier besteht die Wahl zwischen DDR5-4800, DDR5-5200, DDR5-5600 und DDR5-6000.

Bei den Trident-Z5-Modellen geht man mit den Transferraten sogar noch höher. Hier beginnt man ebenfalls mit DDR5-4800, steigert sich dann aber über DDR5-6600 mit einem Timing von CL36, DDR5-6666 mit CL40 und DDR5-6800 mit CL42 oder CL38 bis in die Sphären von DDR5-7000 mit CL40.

Damit richtet man sich ganz klar an eine Overclocking- und Enthusiast-Kundschaft. Die Trident-Riegel gibt es in der Größe 32 GB (2x 16 GB) und für einige Transferraten als 64 GB (2x 32 GB). Beachten sollten Interessierte hierbei allerdings, dass die geforderte Spannung mit den Transferraten steigt. Während der DDR5-Standard 1,1 V vorsieht, sind bereits die 6666-Modelle auf 1,35 V ausgelegt.

Während die Ripjaws bereits im November erscheinen sollen, stehen für die Trident-Modelle Preise und Starttermin noch aus.

Produktfotos von G.Skill Ripjaws S5 & Trident Z5
© G.Skill

DDR5-RAM-Kits von Kingston: Fury Beast

Auch die Fury-Beast-Modelle von Kingston erscheinen mit Stabilitätsfunktionen wie ECC und PMIC. Bei der Geschwindigkeit besteht die Wahl zwischen DDR5-4800 und DDR5-5200. Beides jeweils bei einer Speichergröße von 32 GB (2x 16 GB). Die Timings werden mit CL38 und CL40 angegeben.

Als kompatible Hersteller listet man unter anderem MSI, Asus, ASRock und Gigabyte. Die Preise für die neuen Riegel belaufen sich auf rund 270 Euro.

Produktfoto der Kingston Fury Beast
© Kingston

DDR5-RAM-Kits von Essencore Klevv

Auch Neueinsteiger Klevv präsentierte Mitte November eigene DDR5-Riegel. Dabei kündigt man neben dem Standard-Desktop-Speicher auch eine Overclocking/Gaming-RGB-Serie an.

Erstere kommt mit Standardtransferrate von 4.800 MT/s bei CL40 und 1,1 V Spannung. Erst einmal beschränkt man sich hier auf 16 GB pro Riegel, später sollen 32-GB-Riegel folgen. Die kompatiblen Mainboard-Partner beinhalten unter anderem ASRock, Asus, Gigabyte und MSI.

Die Gaming-Serie hebt sich im Gegensatz dazu nicht nur beim Design ab, dass den aktuellen CRAS-XR-RGB-Modellen des Herstellers nachempfungen ist. Auch bei den technischen Daten bietet man mehr. Bis zu 6.400 MT/s sollen die beleuchteten Riegel liefern. Zu Timing und Spannung äußert man sich aktuell noch nicht.

Während die Standard-Riegel bereis 2021 starten sollen, folgen die Overclocking-Modelle erst Anfang 2022. Preise stehen bei beiden Serien noch aus.

Produktfotos der DDR5-RAM-Riegel von Essencore Klevv
© Essencore

DDR5-RAM-Kits von PNY: XLR8 (Mako)

Mit den XLR8-Kits hat PNY seine ersten DDR5-Riegel vorgestellt. Diese bieten den neuen Standardtakt von 4.800 MT/s und beginnen bei einer Speichergröße von 16 GB pro Modul. Bei der Spannung wird ebenfalls der neue Standardwert angesetzt: 1,1 V.

Über den DDR5-Standardtakt von 4.800 MT/s hinaus gehen die Modelle mit dem Namenszusatz "Mako". Die kühlerlosen Kits erscheinen sowohl mit als auch ohne RGB-Beleuchtung und bieten als maximale Taktrate DDR5-5600 bei Timings von CL36.

Als notwendige Spannung gibt PNY für die Modelle 1,25 V an. Die Kits sind kompatibel mit Herstellern wie Asrock, Asus, Gigabyte und MSI und bringen eine 10-Jahres-Garantie mit sich.

Erscheinen sollen die XLR8-Kits im vierten Quartal 2021, die Mako-Versionen sollen im ersten Quartal 2022 folgen.

DDR5-RAM-Kits von Teamgroup T-Force: Delta und Vulcan

Mit der Vulcan hat T-Force ein dezentes, RGB-loses DDR5-Kit vorgestellt, dass die Grundwerte des Unternehmens wiederspiegeln soll: "Chill the Heat, Feel the Speed und Make it Big".

Das 2x 16 GB Dual-Channel-Kit soll je nach Wahl einen Takt von 4.800 MT/s oder 5.200 MT/s bieten und mit einer 1-Klick-Overclocking-Technologie auftrumpfen. Einen Preis nennt man aktuell noch nicht, auch die Timings bleiben noch offen. Als Releasetermin wird das erste Quartal 2022 angegeben.

Zudem hat man angekündigt, in Zusammenarbeit mit Asus TUF Gaming Alliance ein gemeinsames DDR5-Kit herausbringen zu wollen. Dieses hört auf den Namen Delta und stellt die erste derartige Kooperation im DDR5-Bereich dar. Beim Design hat man sich der Pressemitteilung nach an Tarnkappen-Bombern orientiert. Unauffällig sind die Riegel mit RGB-Beleuchtung aber auf keinen Fall.

Für den Anfang will man mit einem Dual-Channel-Kit bestehend aus zwei 16-GB-Riegeln starten. Dieses erscheint mit Taktraten von 6.000 MT/s und 6.200 MT/s bei CL38-Timings und in einer Version mit 6.400 MT/s bei CL40. Das Kit soll mit der Asus Aura-Software verknüpft werden können.

Die Delta-Modelle sollen ab sofort verfügbar sein.

Produktbilder der T-Foce Delta und Vulcan
© Teamgroup
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