Cloud-Sicherheit

Cryptomator: Tresor öffnen und mit Explorer darauf zugreifen

7.12.2017 von Roland Freist

ca. 2:15 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Cryptomator: Cloud-Daten auf Dropbox und Co. verschlüsseln
  2. Cryptomator: Tresor öffnen und mit Explorer darauf zugreifen
Cryptomator - Datensicherung in der Cloud
Cryptomator macht den Tresor als Laufwerk verfügbar und weist ihm einen Buchstaben (hier V:) zu.
© Cryptomator

Gleich nachdem Sie das Anlegen des Tresors bestätigt haben, öffnet sich eine neue Maske und fordert Sie auf, das Passwort einzugeben. Tippen Sie es ein, und klicken Sie auf Tresor entsperren. Sofort erscheint der Windows Explorer. Wenn Sie die Übersicht auf der linken Seite des Fensters ansehen, so erkennen Sie, dass Cryptomator ein neues Laufwerk angelegt und es nach Ihrem Tresor benannt hat. Außerdem hat das Programm diesem Laufwerk einen Buchstaben zugewiesen, über den Sie es direkt erreichen können. 

Gut zu wissen: Alles, was Sie von nun an auf diesem Laufwerk speichern, landet automatisch in Ihrem Tresor, ganz gleich, wo Sie die Tresordatei abgelegt haben. Auch wenn er geöffnet ist, kann niemand anderes auf die enthaltenen Daten zugreifen, solange er nicht das Passwort kennt. 

Achtung: Wenn Sie Dateien oder Ordner im Tresor löschen, landen sie nicht im Papierkorb von Windows, sondern sind unwiederbringlich verloren. Seien Sie daher vorsichtig! Um den Tresor wieder zu schließen, beenden Sie den Explorer und klicken in Cryptomator auf Tresor sperren. Danach ist das Tresorlaufwerk sofort verschwunden.

Cryptomator - Datensicherung in der Cloud
Unter Weitere Optionen finden Sie eine Reihe von Funktionen, welche die Bedienung von Cryptomator vereinfachen.
© Cryptomator

Tresor löschen und Feinabstimmung der Einstellungen vornehmen

Sobald der Tresor geschlossen ist, können Sie ihn mit einem Klick auf den Button mit dem Minuszeichen wieder entfernen. Doch auch hier gilt, dass die Dateien dann endgültig verloren sind. Achten Sie also darauf, dass der Tresor leer ist. 

Nach einem Klick auf Weitere Optionen bekommen Sie zusätzliche Funktionen angezeigt. Wenn Sie etwa Passwort speichern aktivieren und anschließend den Tresor entsperren, merkt sich Cryptomator das Kennwort und Sie brauchen es nicht mehr einzugeben. Sinnvoll ist das allerdings nur, wenn niemand anderes auf Ihren Rechner zugreifen kann.

Lesetipp: Dropbox, Google Drive und OneDrive - Tipps für Cloud-Dienste​​

Das Gleiche gilt für Automatisch entsperren beim Start. Neben Laufwerksbuchstabe können Sie selbst einen freien Buchstaben wählen, etwa wenn Sie ein bestimmtes Laufwerk zum Speichern Ihrer Dateien gewohnt sind. Durch Deaktivieren von Laufwerk anzeigen hingegen unterdrücken Sie den Aufruf des Explorers beim Start.

INFO - Die Cryptomator-Apps

Cryptomator gibt es nicht nur für die 32- und 64-Bit-Versionen von Windows. Stattdessen steht das Programm auf der Website auch für Mac OS X, Linux und Java-Programme bereit. Zudem finden Sie Cryptomator im Google Play Store für Android-Geräte und im Apple App Store für iPhone & Verwandte. 

Falls Sie Ihren Tresor auf einem Cloud-Speicher abgelegt haben, können Sie mit jeder dieser Versionen und von allen Ihren Computern und Mobilgeräten aus darauf zugreifen. Klicken Sie dazu im Startbildschirm von Cryptomator auf den Button mit dem Pluszeichen, und gehen Sie auf Tresor öffnen. Suchen Sie dann in Ihrem Online-Speicher nach der Tresordatei und markieren Sie sie. Nach der Eingabe des Passworts stehen Ihnen die Inhalte sofort zur Verfügung.

Um den Zugriff auf die Inhalte des Tresors praktisch unmöglich zu machen, verschlüsselt Cryptomator die Daten mit dem Verschlüsselungsverfahren AES und einem sicheren, 256 Bit langen Schlüssel. Zudem sorgt die scrypt-Funktion dafür, dass Hacker auch nicht durch schnelles, computergesteuertes Durchprobieren von zufälligen Zeichenfolgen Ihr Passwort ermitteln können.

Cryptomator beta - Datensicherung in Cloud
Cryptomator gibt es im Play Store auch in einer Version für Android.
© Cryptomator

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