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CPU, RAM, Malware & Co.: PC-Probleme beheben - so geht's

Wenn sich Ihr Rechner seltsam benimmt, unverständliche Warnmeldungen von sich gibt oder urplötzlich instabil läuft, sind schnelle Lösungen gefragt. So deuten Sie das Fehlverhalten und bekämpfen die Probleme.

CPU, RAM, Malware & Co.: PC-Probleme beheben - so geht's

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Schnelle Problemlösungen für PC-Probleme

Windows 10 ist fraglos ein stabiles, sehr weit entwickeltes Betriebssystem. Dennoch ist auch diese Windows-Version alles andere als perfekt. Auftretende Fehler, die sich beispielsweise durch Abstürze bemerkbar machen, können durchaus hausgemacht sein, oder sie entstehen durch Einflüsse von außen, wie etwa Malware. 

War der Nutzer bei früheren Windows-Versionen wegen der Häufigkeit auftretender Probleme kaum überrascht, sieht das bei Windows 10 schon anders aus. Es geschieht recht selten wirklich Schlimmes; doch wenn, dann haben es die Probleme meist in sich, und die Lösung ist häufig nicht gerade trivial.

Ist es Windows selbst, das die Probleme verursacht? Befindet sich ein Schadprogram auf dem Rechner, oder liegt gar ein Hardwaredefekt vor? Der erste Gedanke bei einem plötzlich auftretenden Fehler sollte stets möglichen Veränderungen gelten, die Sie an Ihrem Rechner in letzter Zeit vorgenommen haben. 

Wurde beispielsweise neuer Speicher eingesetzt oder eine andere Grafikkarte installiert, ein Softwareupdate aufgespielt oder eine Einstellung im BIOS geändert, kann das der Grund für den Fehler sein. Machen Sie die Veränderung also zunächst einmal rückgängig, um festzustellen, ob Ihr PC anschließend wieder normal und stabil läuft. 

Fehlermeldungen in Form von Bluescreens enthalten zwar kryptische, aber dennoch nützliche Hinweise auf die Problemursache. Hier einige der häufigsten Fehlermeldungen und ihre Ursachen:

CPU, RAM, Malware & Co.: PC-Probleme beheben - Bluescreen of Death

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Auch unter Windows 10 sind Sie vor den berühmt-berüchtigten Bluescreens nicht endgültig in Sicherheit. Die obige Meldung einer fehlerhaften SYS-Datei wird durch ein Treiberproblem hervorgerufen. Der erste Schritt zur Behebung des Problems: Entfernen Sie die zuletzt installierte Hard- oder Software. Zumeist lässt sich der Fehler dadurch bereits aus der Welt schaffen.
  • BAD_POOL_CALLER
    Ein fehlerhafter Speicherzugriff, für den zumeist eine in letzter Zeit installierte Software verantwortlich ist. 
  • BAD_SYSTEM_CONFIG_INFO
    Ein Speicherproblem, das vermutlich auf eine falsche Konfiguration des Speichers im BIOS zurückzuführen ist.
  • (DRIVER)_IRQ_NOT_LESS_OR_EQUAL
    Hier ist zumeist eine Anwendung oder ein Treiber verantwortlich. Der Bluescreen-Text gibt hier oft konkrete Hinweise.
  • FAT_FILE_SYSTEM / NTFS_FILE_SYSTEM
    Hier liegt eventuell ein Defekt eines Laufwerkes vor. Überprüfen Sie das Laufwerk im Windows-Explorer mit Rechtsklick/Eigenschaften/Tools/Prüfen.
  • INACCESSIBLE_BOOT_DEVICE
    Das Startlaufwerk wird nicht mehr gefunden. Der Grund könnte ein Defekt der Platte oder ein gelockertes Anschlusskabel sein.
  • OUT_OF_MEMORY
    Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein Defekt eines Speichermoduls vorliegt. Testen Sie die Module mithilfe der Systemsteuerung. Näheres dazu finden Sie im Anschluss.
  • PAGE_FAULT_IN_NON_PAGED_AREA
    Wie bei OUT_OF_MEMORY könnte hier ein defektes Speichermodul für die Fehlermeldung verantwortlich sein.
  • PCI-BUS_DRIVER_INTERNAL
    Die Meldung weist auf ein Problem mit dem PCI-Bus hin. Eventuell wurde neue Hardware installiert, und es liegt ein Konflikt vor.
  • THREAD_STUCK_IN_DEVICE_DRIVER
    Das bedeutet einen Fehler im Grafiktreiber oder in der Grafikkarte selber.
  • UNABLE_TO_LOAD_DEVICE_DRIVER
    Ein Treiber wird nicht gefunden. Installieren Sie diesen neu. Alternativ kann auch ein Datenverlust durch einen Festplattendefekt vorliegen.
  • UNEXPECTED_KERNEL_MODE_TRAP
    Diese Meldung weist auf einen Hardwarefehler hin, beispielsweise auf eine wegen Übertaktung überhitzte Komponente oder einen defekten Prozessor.

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Defekter Arbeitsspeicher 

Wie Sie oben sehen, gibt es gleich eine ganze Reihe von Fehlermeldungen, für die ein defekter Arbeitsspeicher verantwortlich sein kann. Bei sich häufenden Abstürzen empfiehlt es sich daher, den Speicher zu überprüfen.

 Das können Sie in Windows 10 mit Bordmitteln tun. Gehen Sie dazu in die Systemsteuerung und geben rechts oben das Suchwort Arbeitsspeicher ein. Links finden Sie nun den Menüpunkt Arbeitsspeicher des Computers diagnostizieren. Folgen Sie hier den Anweisungen, um den Test durchzuführen. Dafür ist ein Neustart erforderlich. 

Nach Beendigung des Tests, der eine Weile in Anspruch nimmt und daher erst durchgeführt werden sollte, wenn der PC nicht benötigt wird, erhalten Sie das Ergebnis in Form eines Berichts. Zusätzlich oder alternativ ist es ratsam, defekte Speichermodule durch ein Ausschlussverfahren zu identifizieren. 

Sind mehrere Module eingesetzt, entnehmen Sie eines, und verwenden Sie den PC für einige Zeit. Wechseln Sie die Module durch, bis der zuvor festgestellte Fehler erneut auftritt. Auf diese Weise identifizieren Sie das fehlerhafte Modul zuverlässig und können dieses nun durch ein technisch einwandfreies Modul ersetzen.

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