Desktop-Prozessoren

CPU-Kaufberatung 2020: AMD vs. Intel im Vergleich

Welche Desktop-CPU erfüllt Ihre Anforderungen ideal? Antworten liefert unsere CPU-Kaufberatung 2020 in allen wichtigen Preis- und Leistungskategorien.

© Golubovy - shutterstock / PC Magazin

Intel und AMD sind langjährige Konkurrenten. Wir verraten, welche CPU zu Ihnen passt.

AMD und Intel liefern sich wie zu guten alten Zeiten ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den schnellsten und den für das jeweilige Anwendungsszenario besten Prozessor. Wir zeigen Ihnen, welche CPU für welches Budget lohnt, bzw. welche Sie kaufen sollten, wenn Sie jetzt einen PC kaufen möchten oder müssen.

Bei der Suche nach dem richtigen Prozessor hilft Ihnen unser CPU-Vergleich 2020. Zur besseren Übersicht haben wir die CPUs in verschiedene Budget-Klassen und Einsatzgebiet unterteilt: CPUs bis 100 Euro, bis 200 Euro, CPUs für Spiele sowie Profi-CPUs mit bis zu 18 Kernen.

Preislich (Stand: 11. Februar 2020) hat Intel weiterhin etwas schlechtere Karten, weil AMD in etwa gleich schnelle CPUs stets günstiger anbietet. Die aktuellen Ryzen-3000-Chips sind für Gamer und verschiedene Nutzergruppen sehr attraktiv. Käufer kommen damit in vielen Fällen nur schwer an AMD vorbei, wenn sie sich nach einer neuen CPU umschauen.

Dafür zeichnen sich die Intel-CPUs generell durch höhere Taktraten aus, was sie bei Anwendungen insgesamt etwas flotter macht. Wegen ihrer höheren Single-Thread-Leistung haben sie auch bei Spielen leicht die Nase vorn. Mit den Ryzen-3000-CPUs möchte AMD diese Lücke schließen. 

CPUs von AMD: Ryzen und Ryzen Threadripper

© AMD

Achtkern-CPUs wie etwa Modelle der Ryzen-7-Serie können ihre Rechenleistung erst bei Multithreading-optimierten Anwendungen wie Videoschnitt-Software richtig entfalten.

Bei AMD heißen die Desktop-CPU-Familien Ryzen und Ryzen Threadripper.  Ryzen setzt sich aus den Einsteiger-CPUs Athlon (2 Rechenkerne) und Ryzen 3 (4 Rechenkerne) zusammen. Dazu kommen die Mittelklasse-CPUs Ryzen 5 (4 bis 6 Rechenkerne), während Ryzen 7 (8 Rechenkerne) die Oberklasse bildet.

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Seine High-End-Desktop-CPUs (HEDT) hat AMD Ryzen Threadripper getauft. Ausgestattet mit bis zu 32 Rechenkernen treten sie gegen Intels schnellste Prozessor-Pferde im Stall an: die CPUs der Skylake-X-Familie mit bis zu 18 Cores samt späterer Refreshes. Alle Ryzen-CPUs verwenden den Sockel AM4, der die Sockel AM3+ und FM2+ ablöst und DDR4-2666-RAM unterstützt. Die Threadripper-CPUs nutzen mit TR4 ihren eigenen Sockel.

CPUs von Intel: Coffee Lake und Skylake-X

© Intel

Der Intel Core i7-8700K (430 Euro) empfiehlt sich als derzeit beste CPU für Spiele-PCs. Alternative: Der wesentlich preiswertere, aber kaum langsamere Core i5-8400 (235 Euro).

Intels aktuelle Desktop-Prozessoren basieren auf der Coffee-Lake-Mikroarchitektur mit Sockel LGA 1151 und sind eine Weiterentwicklung der Vorgänger Kaby Lake und Skylake. Das Trio aus den Produktreihen Celeron, Pentium Gold und Core i3 bildet bei Intel die Einsteigerklasse. Dann folgt die Mittelklasse mit den als Sechskerner gefertigten Core-i5-Modellen, während in der Oberklasse der Core i7 rechnet, je nach CPU mit 6 oder 8 Kernen. Das Gegenstück zu AMD Threadripper bildet bei Intel die Core-i9-Reihe.  Diese CPUs stammen aus der Skylake-X-Familie, sind in punkto Performance noch oberhalb des Core i7 angesiedelt, rechnen mit bis zu 18 Prozessorkernen und nehmen im Sockel LGA 2066 Platz.

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Integrierter Grafikchip: Bei Intel Standard, bei AMD die Ausnahme

Ein hintenangestelltes „K“ im Modellnamen verrät bei einer Intel-CPU, dass sie sich übertakten lässt. Bei AMD ist das grundsätzlich mit jeder Ryzen-CPU möglich. Dafür hat so gut wie jeder Intel-Prozessor bis hinauf zum Core i7 einen Grafikchip an Bord – nur Modelle mit angehängtem „F“ im Produktnamen besitzen keine GPU. Bei AMD ist das wiederum die große Ausnahme, erkennbar am hintenangestellten „G“.

Überbewerten sollte man die integrierten Pixelbeschleuniger aber nicht, denn sie reichen bestenfalls für einfache respektive ältere Games aus - bzw. für Gamer, die eine hohe Toleranz für niedrige Performance und zurückgedrehte Grafik haben. Allerdings kann man sich mit ihnen den Kauf einer dedizierten Grafikkarte sparen, was besonders ins Gewicht fällt, wenn das Gesamtsystem möglichst wenig kosten soll.

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