Desktop-Prozessoren

CPU-Kaufberatung 2020: Kauftipps für AMD und Intel

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Mit der richtigen CPU können Sie loslegen, egal ob Gaming, Multimedia/Office oder für Oberklasse-Workstations beispielsweise für Videoschnitt.

Beste Allround-CPUs

Der AMD Ryzen 5 3600 ist Mitte 2019 erschienen. Er basiert auf AMDs aktueller Zen 2 Architektur und bietet sechs Kerne mit zwölf Threads. Sie ist im modernen 7nm-Verfahren gefertigt, was den Stromverbrauch und die Wärmeentwicklung mindert. Das schnelle PCIe 4.0 wird bereits unterstützt. Mangels iGPU müssen Sie zusätzlich Geld für eine Grafikkarte ausgeben.

Der Preis für die Boxed-Version liegt bei etwa 200 Euro inklusive Kühler. Die etwas leistungsstärkere XT-Variante kostet 50 Euro mehr - das lohnt sich nicht.

Preislich sowie bei der Zahl der Kerne und Threads liegt der Intel Core i5-10400F gleichauf mit Ryzen 5 3600 und Ryzen 5 3600 XT. Er basiert aber auf Intels veralteter 14nm-Fertigung, lässt sich kaum übertakten und PCIe 4.0 fehlt ebenfalls. Allerdings erhalten Sie ihn für 15 Euro mehr als Core i5-10400 mit iGPU.

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Beste Gaming-CPUs

Der Ende 2020 erschienene AMD Ryzen 5 5600X hat sich ruckzuck zum Liebling der Gamerszene gemausert. Die aktuell rund 300 Euro teure CPU ist mit 6 Kernen und 12 Threads ausgestattet. Sie entstammt AMDs Ryzen 5000 "Vermeer" Serie und birgt die aktuelle Zen 3 Architektur. Verglichen mit dem Vorgänger AMD Ryzen 5 3600X malt sie etwa 30 Prozent mehr Bilder pro Sekunde auf das Display. Den - allerdings auch etwa 80 Euro günstigeren Intel Core i5-10600KF - schlägt sie in der Spieleleistung um etwa 25 Prozent. Einen würdigen Gegner findet der AMD Ryzen 5 5600X erst in Intels Core i7-10700K/KF. Dieser ist aber wiederum etwa 50-80 Euro teurer als die AMD-CPU. Ein Problem ist Mitte November 2020 noch die eingeschränkte Verfügbarkeit der neuen AMD-CPU. Das dürfte sich in den nächsten Wochen aber geben.

Der Core i5-10600KF stammt aus Intels aktueller, zehnter Generation. Er bringt sechs Kerne sowie 12 Threads mit und lässt sich als "K"-Prozessor sehr gut übertakten. Außerdem bereitet die Kühlung keine Probleme und der Stromverbrauch hält sich in Grenzen - anders als bei höherklassigen Comet Lake S CPUs. Bewusst haben wir uns für die F-Variante entschieden. Die fehlende iGPU ist bei einem Gaming-PC verschmerzbar, wird man ihn doch ohnehin mit einer dedizierten Grafikkarte ausstatten. Mit seinem Preis von 225 Euro ist der i5-10600KF aber noch mal knapp 20 Euro günstiger als der i5-10600K mit iGPU.

Beste Oberklasse-CPUs

Satte 12 Kerne und 24 Threads für vergleichsweise günstige 450 Euro bringt AMDs Ryzen 9 auf den Tisch. Technisch basiert die CPU auf AMDs aktueller Zen 2 Architektur, was Vorteile wie 7nm-Produktionsverfahren, PCIe 4.0 und gute Übertaktbarkeit beinhaltet. Überall dort, wo viele Anwendungen gleichzeitig laufen und/oder sich die Arbeitslast auf mehrere Threads verteilen lässt profitieren Sie von den zahlreichen Prozessorkernen. Aber auch beim Spielen hinterlässt der AMD Ryzen 9 3900X einen sehr guten Eindruck. Der Nachfolger 5900X bzw. eine Klasse drunter der 5800X kämen auch in Frage. Die sind aber deutlich teurer oder haben weniger Kerne: abgesehen von der Liefersituation.

Mit 10 Kernen und 20 Threads muss sich der 30 Euro teurere Intel Core i9-10900KF schon rein formal auf dem zweiten Platz einordnen. Er verbrät aber auch deutlich mehr Strom (125 statt 95 Watt) und bleibt bei PCIe 3.0 stehen. Dass die zugrundeliegende 14nm-Technik mittlerweile sechs Jahre auf dem Buckel hat schlägt sich hier negativ nieder. Bei der Spieleleistung scheint er uns dem AMD Ryzen 9 3900X leicht überlegen zu sein, schneidet bei mehrkernigen Anwendungen wie dem Videoschnitt aber schlechter ab.

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Beste Budget-CPUs

Vier Kerne, acht Threads und eine iGPU kombiniert mit Zen-2-Prozessortechnik inklusive 7nm und PCIe 4.0 - für rund 130 Euro ist der AMD Ryzen 5 3400G eine echte Ansage. Ein AMD Wraith Spire CPU-Kühler liegt der Packung auch noch bei! Hier können Sie sparen, ohne sich verstecken zu müssen.

Der kleinere AMD Ryzen 3 1200 bietet ebenfalls vier Kerne, aber auch nur vier Threads und keine iGPU. Im Gegenzug sinkt der Preis auf gut 70 Euro. Dafür haben Sie mehr Flexibilität bei der Grafikleistung. Kombinieren Sie ihn zum Beispiel mit einer Grafikkarte auf Basis von AMDs Radeon RX 550. So entsteht der Kern eines ordentlichen Gaming-PCs für unter 400 Euro, der für Counter-Strike und Fortnite ausreicht. Achten Sie darauf, dass Sie die aktuelle Version des Ryzen 3 1200 kaufen, erkennbar an der Teilenummer YD1200BBA**F**BOX.

In der selben Klasse und mit mit etwas modernerer Architektur spielen Ryzen 3 3100 und 3300X. Sie liegen preislich auch unter den ersten Empfehlungen auf dieser Seite.

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