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Sony zeigt die Blu-ray-Muskeln

Blu-ray-Disc

Inhalt
  1. Sony BDP-S 500 ES im Test
  2. Blu-ray-Disc

© Archiv

Der Aufbau des Sony BDP-S 5000 ES: Im Netzteil sorgen der Ringkerntrafo und großzügige Kondensatoren für Energie. Die Wärmeabfuhr erledigen resonanzoptimierte Kühlkörper und ein gedämpft befestigter Lüfter. Die aufwendige Audioplatine besitzt vier Wandler für Multikanal und eine noch hochwertige Filterung des Stereoausgangs. Videochips werden souverän gekühlt.

Auf einer Blu-ray-Disc besitzt ja nur jedes vierte Pixel neben seiner Helligkeitsinformation auch Farbdaten (4:2:0) und alle Inhalte werden in nur 256 Abstufungen (acht Bit) dargestellt. Der Sony- Chip rechnet intern mit 14 Bit (16.384 Stufen). Heraus kommen Bildpunkte, von denen jeder auch Farbinfos trägt (4:4:4).

Da nicht alle TV-Geräte Deep-Color (mehr als acht Bit) unterstützen setzt Sony auf ein aus der Tontechnik bewährtes Verfahren: Super-Bitmapping. Die 14 Bit werden dann auf zehn oder acht Bit heruntergerechnet, indem die grobe Auflösung schnell um den gewünschten, feineren Wert herum variiert (Noise-Shaping).

Das klappt sehr gut, sodass sowohl bei DVD als auch bei Blu-ray Farbverläufe deutlich homogener und fließender aussehen. Der intelligenten Bildoptimierung des HD Reality Enhancers vorgeschaltet sind noch Einstellungen für alle entscheidenden Bildparameter inklusive feinfühliger Gammakorrektur und Filter für Rauschen, Moskito- und Blockartefakte.

Sony setzt damit im BDP-S 5000 ES die derzeit fortschrittlichste Bildaufbereitung ein. Nur das De-Interlacing konnte durch unsere mutwillig falsch programmierten Testsequenzen aus der Bahn geworfen werden.

Über HDMI sorgt eine frequenzentstörte und Jitter-optimierte Datenausgabe für steile Flanken und Rauschfreiheit, sodass auch lange Kabel zum Einsatz kommen können. Sony hat darüber hinaus an die Verwender des Komponentenausgangs gedacht, der für professionelle Installationen eine achtstufige Schaltung zur Kompensation der Hochfrequenzdämpfung anbietet und 297 MHz/14-Bit-Wandler nutzt. Profis können den neuen Sony auch in eine Systemsteuerung integrieren.

Was den Klang betrifft reicht Sony eine optimierte Digitalausgabe nicht aus, der BDP-S 5000 ES soll auch ältere Anlagen perfekt zum Klingen bringen. Die impulstreue und saubere Stromversorgung bedient die fünf Stereowandlerchips des Typs PCM 1796 von Burr Brown so fehlerfrei, dass wir dem Gerät mit 0,00032% einen der kleinsten je gemessenen Klirrfaktoren attestieren dürfen.

Auch der elektrische Digitalausgang ist durch einen Ausgangsübertrager besonders hochwertig und potenzialtolerant ausgelegt. Klanglich resultieren diese Investitionen und Optimierungstricks im besten Sound, den wir bisher einem Blu-ray-Player entlocken konnten.

Testprofil

SonyBDP-S 5000 ES
www.sony.de
1.800 Euro

Blu-ray-Player

Weitere Details

95 Prozent

Testurteil
überragend
Preis/Leistung
gut

Sogar CDs werden ungemein rund, harmonisch und entspannt aufbereitet, der Raum dabei breit gefächert. DVDs und BDs spielen dynamisch, schnell und fein gestaffelt auf. Hochtonspitzen besitzen dabei eine deutliche Präsenz im Raum, Dialoge und Effekte wirken besonders präzise. Vor allem, wenn man die internen Decoder nutzt, die Audiodatenrate über HDMI sich also verzehnfacht, sind die Klangvorteile gegenüber Einstiegsgeräten enorm.

Fazit

Der bisher teuerste aller Blu-ray-Player ist auch der beste. Nach nicht einmal zwei Jahren Blu-ray- Ära haben wir mit dem BDP-S 5000 ES ein Gerät, das keine Kompromisse macht und an dem man viele Jahre Freude haben wird, denn so schnell dürfte es keinen merklich besseren Player geben.

Bildergalerie

Galerie
Ein blaublütiger Spielgefährte

Sony BDP-S 5000 ES

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