Blase, Tulpen-Manie, Schneeballsystem und mehr

Bitcoin-Mythen: Glücksspiel, Umweltverschmutzung und Reichtum

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Wer in Bitcoin investiert, handelt auf eigenes Risiko und kann hoch verlieren oder gewinnen.

Wie erwähnt, ist von vielen Blockchain-Projekten bislang nur der Coin verfügbar. Mit diesen Coins wird bereits auf vielen Plattformen Handel betrieben. Für viele Menschen ist dieser Handel mit Glücksspiel verbunden. Das ist dann richtig, wenn Sie sich bei einem Investment nicht für die Entwicklung eines Projektes (wie etwa Ethereum, Ripple oder Tron) interessieren. Dann obliegt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage scheinbar dem Zufall. Zufällig ist jenes Verhältnis und somit der Wert eines Coins allerdings nicht. Sonst könnten viele Anbieter für Börsennachrichten oder Finanzexperten, die technische und fundamentale Chart-Analysen beherrschen und anbieten, ihre Pforten schließen.

Bitcoin und Co.: Riesige Umweltverschmutzung

Bitcoin und Monero: Mining im Browser

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Vom Mining leben viele Blockchain-Projekte - auf Kosten der Umwelt. Es geht aber auch anders.

An diesem Punkt können wir nur zustimmen. Wenn mittlerweile für das Bitcoin-Mining der Stromverbrauch ganzer Nationen notwendig ist, sorgt das für eine ungeheure Mehrbelastung für die Umwelt. Nicht umsonst will China das Bitcoin-Mining regulieren oder gar unterbinden. Mining ist ein dezentralisierter Prozess, bei dem viele Teilnehmer das Fortführen der Blockchain mit leistungsfähigen Computern verifizieren und dafür eine Belohnung erhalten.

Das Ethereum-Netzwerk folgt Bitcoin übrigens und verbraucht noch nicht genauso viel, aber bereits riesige Mengen an Strom. Die Ethereum-Entwickler wollen dem mit einem Wechsel von Proof-of-Work (Mining) zu Proof-of-Stake entgegenwirken. Dann wird deutlich weniger Energie benötigt, um das Ethereum-Netzwerk zu betreiben. Andere Ansätze gehen weg von (Grafik-)Prozessoren, die unter Last mehr Energiebedarf haben, und nutzen beispielsweise Festplatten, wie der Burstcoin. IOTA hingegen verzichtet ganz auf Mining und sogar eine Blockchain. Details dazu finden Sie in den verlinkten Berichten.

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Kryptowährung

Wer Ethereum-Mining betreiben will, bekommt hier eine Anleitung. Unser Tutorial erklärt das Erstellen der Wallet, gibt Tipps für Miner, den Rechner…

Mythos: Mit Bitcoin wird man reich

Man wird nicht automatisch reich, nur weil man einen oder Teile eines Bitcoin besitzt. Der Kurs könnte schon morgen nur noch mittig vierstellig sein, in zwei Wochen aber auch sechs Stellen überschreiten. Vielleicht wird das ganze Thema Kryptowährungen in Deutschland künftig auch verboten. Dann kann niemand mehr mit Bitcoin oder anderen Kryptowährungen reich werden, und Bitcoin-Millionäre sind dann auch Geschichte.

Im Moment stellt es sich jedoch folgendermaßen dar: Hinter Einheiten von Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowährungen steckt "echtes" Geld, das Menschen investiert haben. Das Krypto-Geld lässt sich später dem Kurs entsprechend problemlos in Euro umtauschen. Dafür gibt es Dienste wie Bitcoin.de oder Coinbase, die Ihren Service schon längere Zeit anbieten.

Da der Kryptomarkt in vielen Fällen noch in den Kinderschuhen steckt, könnten sich Investitionen am Ende auszahlen und Sie reich machen. Es kann aber durch verschiedene Entwicklungen oder eine falsche Wahl für ein Investment auch das Gegenteil drohen. Am Ende muss man also sagen: Der Kryptomarkt kann Sie zum jetzigen Zeitpunkt genauso reich oder arm machen, wie jedes andere Spekulationsgeschäft auch.

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