Ist Künstliche Intelligenz jetzt auch kreativ?

Bilder und Texte mit KI erstellen: Diese Tools gibt's

14.12.2022 von Corinna Ingenhaag

Künstliche Intelligenz kann so einiges. Jetzt erstellt sie auch Bilder und schreibt Texte – wir geben einen Überblick über die verschiedenen Tools.

ca. 5:30 Min
Ratgeber
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Heutzutage lassen sich Bilder und Texte mit Hilfe von KI erstellen.
Heutzutage lassen sich Bilder und Texte mit Hilfe von KI erstellen.
© M.Dörr & M.Frommherz / Adobe Stock

Sie hilft beim Autofahren, erkennt unsere Gesichter, passt individuelle Gewohnheiten sowie Vorlieben an unser Smart Home oder die ausgespielte Werbung in unserem Social Media Feed an – die Künstliche Intelligenz hält Einzug in immer mehr Lebensbereiche.

Nun möchte die KI (auch AI, also Artificial Intelligence) ihre kreative Seite mit uns teilen. Mit einigen KI Tools lassen sich Bilder und Texte erstellen – zum Teil sogar gratis. Wir haben uns einige der Werkzeuge und Websites angesehen und geben einen Überblick.

Die KI Allrounder

Jasper ist ein KI Multi-Tool, das sowohl Texte als auch Bilder erstellt. Der Fokus liegt aber vor allem auf dem Schreiben – beispielsweise von Blogbeiträgen, Produktbeschreibungen, E-Mails oder Texten für Google Ads. Dabei produziert das Tool Inhalte in mehr als 25 verschiedenen Sprachen. Jasper nutzt dazu das Translator-Tool DeepL. Nach eigenen Angaben sind die Inhalte, die die KI erstellt, zu 99,99 % original und können von den Nutzern entsprechend veröffentlicht werden.

Haupteinsatzbereich ist das Marketing. Nutzer können hier aus 50 verschiedenen Templates wählen – von Blogbeiträgen über Captions für Social-Media-Tools oder komplette Website-Texte. Um genau die Ergebnisse zu bekommen, die man sich von Jasper wünscht, braucht es ein präzises Briefing, dieses braucht etwas Übung und Einarbeitung. Mit der Zeit lernt das Tool jedoch immer besser, welcher Stil gewünscht ist und erfüllt Aufgaben über frei erstellbare Befehle.

Zu den Texten aus der künstlich intelligenten Feder gibt es auch die passenden KI Bilder – und zwar im Text zu Bild Verfahren. Anhand der Beschreibung, die der Nutzer Jasper verrät, erstellt das Tool das entsprechende Bild. Verschiedene Styles, Moods und Keywords lassen sich ebenfalls hinterlegen. Nach wenigen Sekunden spuckt Jasper vier verschiedene Bildvorschläge aus. Wenn sie gefallen, können sie sogleich gespeichert, geteilt oder veröffentlicht werden.

Den Text-Generator von Jasper gibt es ab 40 Dollar im Monat, das Art Tool für Bilder ab 20 Dollar. Je nach Umfang staffeln sich die Preise.

Neuroflash ist eine deutschsprachige KI Plattform, die neben Texten ebenfalls Bilder und Grafiken erstellt. Sie möchte mit kreativen Slogans, Blogtexten oder Anzeigen dabei helfen, Schreibblockaden zu umgehen. Dazu bietet sie über 90 verschiedene Text-Typen zur Auswahl an. Sogar ganze Bücher sind im Leistungsumfang zu finden. Die Erstellung der Texte erfolgt auf Basis von GPT-3. Einem autoregressives Sprachmodell, das von OpenAI entwickelt wurde.

Neuroflash
© Neuroflash / Screenshot: pc-magazin.de

Neuroflash ist in der Lage, selbständig Texte hinzuzufügen und zu verfassen. Nach eigenen Angaben kann Neuroflash auf diese Art und Weise das menschliche Denk- und Argumentationsmuster genau reproduzieren. So bietet die Plattform die Möglichkeit, neue Texte zu erstellen und bestehende zu überarbeiten. Auch einen KI Bild-Generator gibt es bei Neuroflash – dazu bietet die Website die sogenannte „magische Feder“, um lizenzfreie Bilder zu zeichnen.

Bei Neuroflash gibt es verschiedene Preisstufen vom kostenlosen Einstieg bis hin zur Premium-Variante für 199 Euro im Monat.

Auch bei Mindverse liegt der Fokus auf der KI-basierten Texterstellung – Bilder erstellt die künstliche Intelligenz aber ebenfalls. Der Funktionsumfang erinnert an den von Neuroflash. So gibt es hier nicht nur die Möglichkeit, die Texte komplett von der KI schreiben zu lassen. Vorhandene Texte lassen sich auch verbessern und beispielsweise auf ihre SEO-Qualität überprüfen.

Auch die Rechtschreibung und Grammatik nimmt Mindverse unter die künstliche intelligente Lupe. Texter und Copy Writer sollen hier keine Stunden mehr mit einem Text zubringen müssen – sondern den Kunden binnen Minuten beliefern können. Hier möchte Mindverse einen Kreativitäts-Boost liefern und Schreibblockaden umgehen. Aber natürlich sollen auch Marketing-Abteilungen auf die Texte der künstlichen Intelligenz setzen.

Bei der Erstellung von KI Bildern ist das Prozedere ebenfalls einfach: in Worten beschreiben, was das Bild darstellen soll, warten bis es erstellt wurde und anschließend nach Lust und Laune weiter bearbeiten.

Die Basis-Version von Mindverse gibt es ab 39 Euro pro Monat, für die Premium Plus-Variante berechnet die KI 199 Euro pro Monat.

KI Tools zur Erstellung von Bildern

Lensa
© Lensa / Montage: pcmagazin.de

Sie ist im Moment in aller Munde, bzw. in allen möglichen Social-Media-Feeds zu finden. Die Lensa-App erstellt digitale Avatare mit Hilfe Künstlicher Intelligenz. Dazu muss der Nutzer lediglich eigene Selfies in die App laden und schon gibt es viele neue KI-Portraits in unterschiedlichsten Stilen – direkt zum Teilen und Veröffentlichen. Die App, die es für iOS und Android gibt, nutzt dazu die KI von Stable Diffusion. Diese wurde mit Milliarden von Bildern echter Künstler gefüttert und imitiert eben deren Stil. Nach dem großen Hype wurde aufgrund dessen Kritik an der App laut. Zudem tritt der Nutzer mit dem Upload der Selfies alle Nutzungsrechte der eigenen Fotos ab – auch das stößt einigen Anwendern übel auf.

Lensa lässt sich in abgespeckter Form kostenlos nutzen, ein Abo gibt es für rund 30 Euro im Jahr, alternativ lassen sich Fotopakete kaufen.

Dall-e ist das KI-Bildprogramm von OpenAI. Lange war es nur wenigen Nutzern zugänglich, doch seit Herbst dieses Jahres kann das Tool jeder verwenden. Lediglich eine Registrierung mit E-Mail und Telefonnummer ist notwendig. Schon kann man seine kreativen Einfälle schriftlich an die künstliche Intelligenz übermitteln – diese antwortet in Form vielfältiger KI-Kunst. Die Preise bei Dall-e für den Download der Bilder sind überschaubar: Das Bild in 1024 × 1024 gibt es zum Preis von 0,020 Dollar.

Craiyon war früher Dall-e mini. Die Website funktioniert denkbar einfach. Ohne Login oder Registrierung geben wir unsere Bildwünsche als Wörter in die Beschreibungsliste ein und nach kürzester Zeit erhalten wir verschiedenste Impressionen, die zwar die eingegebenen Objekte zeigen, jedoch eher mit den Photoshop Skills eines Achtjährigen vergleichbar sind. Ein witziges Tool, jedoch zur ernstgemeinten Anwendung relativ ungeeignet. Dafür ist Craiyon kostenlos.

KI Tools zur Erstellung von Texten

frase.io
frase.io
© frase.io / Screenshot: pc-magazin.de

Frase.io gilt bei vielen Marketing-Expertinnen und -Experten als die beste Wahl, wenn es um die Erstellung deutscher Texte durch eine KI geht. Die Plattform hilft dabei, die Texte optimal auf die SEO-Anforderungen abzustimmen und bezieht so zum Beispiel auch die Auswertungen der Konkurrenz-Website mit ein. Beim Texten hilft das Tool hier auch mit einer Analyse, die es ermöglicht, einen bestehenden Text optimal an die SEO-Algorithmen anzupassen und den Wettbewerb so im Google-Ranking zu überholen. Zudem hilft das Tool bei der Erstellung von Content Briefings und der Content Optimierung.

Die Solo-Mitgliedschaft bei Frase.io gibt es ab 14 Dollar pro Monat, als Team geht es für 114 Dollar pro Monat los.

Rytr.me ist ein kostenloses KI-Tool zur Texterstellung. Nach der Anmeldung kann es sogleich los gehen. Über 30 verschiedene Textarten bietet die Website an – von einem Blog-Outline über Vorschläge für Markennamen bis hin zu einem Anschreiben für Bewerbungen oder der Erstellung von Interviewfragen. Als Denkanstoß für Schreibfaule ist dieser kostenlose vielleicht eine Hilfe – jedoch ist Rytr.me nicht in der Lage, wirklich brauchbare Texte zu erstellen. Die Inhalte sind zum Teil willkürlich aus dem Netz zusammengesucht – dem Output, den der digitale Schreiberling liefert, fehlt es an Kreativität und Zusammenhang. Um die Texte wirklich nutzen zu können, müssen sie stark angepasst werden.

Smodin richtet sich an Autoren und Studenten, die in kürzester Zeit Texte brauchen. So wirbt die Website beispielsweise mit der Möglichkeit, einen kompletten Aufsatz mit nur fünf Schlagworten oder einen Artikel nur anhand der Überschrift zu formulieren. Doch auch hier ist der Output sehr dürftig. Die Sätze sind wenig leserlich und es ist recht offensichtlich, dass hier kein Mensch am Werk war. Das Tool schnappt sich bestehende Artikel als Quelle und formuliert daraus einen Text, um diesen verwenden zu können, braucht es jedoch noch eine intensive Korrektur. Neben dem Autoren-Tool bietet Smodin noch die Umschreibe-Funktion und einen Plagiatsprüfer.

Es gibt Smodin als kostenlose Basis-Version mit beschränktem Leistungsumfang, die Vollversion kostet 30 Euro im Monat.

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