AMD oder Nvidia?

Die besten Grafikkarten von 100 bis 200 Euro: Kaufberatung und Tipps

© Sapphire

Einfache Grafikkarten brauchen keine besonders starke Kühllösung und sind somit entsprechend kompakt. Sie passen in viele Desktop-Gehäuse und bringen Gaming-Möglichkeiten auf Einsteiger-Niveau.

Wir haben es erwähnt: Stehen Sie noch vor dem Kauf eines günstigen Einsteigerrechners, der neben Office und Web auch für gelegentliches Spielen taugen soll, ist es sinnvoll, auf integrierte Lösungen zu setzen. In unserer CPU-Kaufberatung finden Sie auf den Seiten für CPUs bis 100 und CPUs bis 200 Euro aktuelle AMD-Chips, die entweder eine integrierte Radeon Vega 8 oder Radeon Vega 11 anbieten. Vor allem in Laptops werden oft auch vergleichbare GPUs wie Radeon Vega 3 oder - in dedizierter Form von Nvidia - Geforce MX250 oder mittlerweile MX350 und MX450 verbaut.

Die integrierten Vega-GPUs befinden sich auf dem Leistungsniveau von Einsteigergrafikkarten und sind vergleichbar mit Nvidias Geforce GTX 1030 und 1050 von 2016. Das reicht je nach Titel für 1080p und im besten Fall moderate Grafikeinstellungen. Die 1050 ist der Vorgänger der Geforce 1650 von 2019. Da beide in der Regel nicht unter 100 Euro zu haben sind, sind GPU-Empfehlungen entsprechend schwierig. Bei Nvidia gibt es bis auf Auslaufmodelle keine GPU, die wir auf dieser Seite unserer Liste für Grafikkarten bis 100 Euro hinzufügen können. Deswegen blicken wir auf AMD, die im unteren Segment ein paar Optionen mehr haben.

Beste Grafikkarte bis 100 Euro

Eine Grafikkarte bis 100 Euro ist für niedrige bis mittlere Einstellungen in aktuellen Spielen geeignet. Hauptfokus dieser Lösungen liegt bei etwas anspruchsloseren E-Sports-Titeln wie League of Legends oder auch Fortnite. Solche brauchen auch keine sonderlich starke CPU, womit sich alte Office-Rechner durchaus für ein kleines Upgrade anbieten. Preislich fällt der Blick auf die AMD Radeon RX 550 mit 4 GB. Die Karte ist zwar von 2017. Ohne Ambitionen Ihrerseits und Support seitens der Karte für Echtzeit-Raytracing erfüllt sie jedoch alle geeigneten Einsatzwecke weiterhin sehr gut. Beispielkarten wären folgende:

Sapphire Radeon RX 550 4GB

Die Sapphire Radeon RX 550 bietet wie die folgende XFX - für die Klasse ausreichende - 4 GB VRAM und ein Ein-Lüfter-Design. Der kleine Formfaktor freut Nutzer kleiner wie enger Tower- oder Desktop-Gehäuse.

XFX Radeon RX 550 4GB

Die RX-550-Karte von XFX kommt mit einer werksseitigen Übertaktung auf über 1.200 MHz für die GPU und 7.000 statt 6000 MHz für den Speicher.

Achten Sie auf die Größe des Grafikspeichers. 2-GB-Karten gibt es aktuell zwar deutlich unter 100 Euro. Von Nvidia gäbe es dazu beispielsweise Auslaufmodelle wie die Geforce GTX 1030. Die sind aber auf dem Niveau der eingangs erwähnten, integrierten AMD- und Nvidia-Lösungen.

4 GB sind für 1080p gerade ausreichend, aber nicht optimal. Das gilt zumindest, wenn Sie jedes aktuelle Spiel ausprobieren und die optimalen Einstellungen ausloten möchten. Sparen Sie also nicht beim Grafikspeicher (VRAM). Außerordentliche Kühler braucht es in dieser Leistungs- und Preisklasse in der Regel nicht.

Beste Grafikkarte bis 200 Euro

Bis 200 Euro können Sie auf die nächstgrößeren AMD-Chips RX 560 und 570 schauen. Auch Modelle mit der Radeon 5500 XT mit 4 GB sind unter 200 Euro verfügbar. Allerdings ist der Preis bei der gebotenen Leistung der 1650 Super unterlegen. Bei Nvida wäre ebenjener Chip im Preisrahmen dieser Seite. Folgende Karten haben wir als Beispiele für Sie.

MSI Radeon RX 560 AERO ITX

Der ITX-Formfaktor erlaubt besonders kompakte PCs. ITX-Karten sind vor allem bei HTPC-Besitzern beliebt. Die MSI Radeon RX 560 AERO ITX für keine 130 Euro kümmert sich um das Decodieren aktueller Komprimierungsverfahren und leitet sie per HDMI 2.0 an passende Displays. Klassengerechtes Spielen ist natürlich auch drin.

Sapphire Radeon RX 570

Im Bereich bis 200 Euro werden 8 GB VRAM verfügbar, beispielsweise mit der Sapphire Radeon RX 570 mit 8GB. Die zahlen sich in hohen Einstellungen aus, sofern GPU und der Rest des Rechners nicht mit aktuellen "Hardwarefresser"-Spielen überfordert werden. Auch gut: AMD bietet im Gegensatz zu Nvidia zwei statt nur einen HDMI-Ausgang. Das ist beispielsweise für einen TV als zweiten Bildschirm interessant. Mit ein Hintergrund ist u.a., dass Freesync mit HDMI funktioniert und Nvidia für G Sync den Fokus auf DisplayPort legt.

Gigabyte GeForce GTX 1650 Super Winforce OC

Nvidias (sinnvoller) Einstieg in die Desktop-Gaming-Welt. Wir beginnen mit einer leicht übertakteten Variante der Gigabyte Geforce GTX 1650 Super Windforce OC mit 4 GB VRAM im kleinen Formfaktor. Seit April sind die Karten mit GDDR6-Speicher zu haben.

Palit Geforce GTX 1650 Super Storm X

Wer wenig Platz hat, entscheidet sich für das günstigere Ein-Lüfter-Design der Palit Geforce GTX 1650 Super Storm X. Auch hier haben wir eine GDDR6-Version für Sie herausgesucht. Achten Sie bei Ihrem Rechner dann auf eine gute Luftzirkulation, um den GPU-Kühler nicht zu überfordern.

In den von uns zuerst behandelten Budgetgrenzen ist AMD oft die bessere Wahl. Nvidia punktet knapp unter 200 Euro. AMD hat aber im Zweifel mehr Arbeitsspeicher und die Leistung ist auf ähnlichem Niveau.

Auf dem Gebrauchtmarkt oder in einem Sale könnte noch die Geforce GTX 1060 für rund 120 bis 150 Euro ein Kandidat sein. Die bietet 6 GB RAM und galt lange als erste Wahl für Full-HD-Gaming. Das bestätigen auch die Steam-Hardware-Umfragen, die die Geforce 1060 immer noch anführt. Die 1060 erwähnen wir als Vorschlag, da Sie gegenüber der 1050 Ti, die (neu) auch für rund 130 verfügbar ist, die bessere Wahl ist. Mit steigendem Budget schauen Sie nach der hier erwähnten Geforce GTX 1650 Super.

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