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Bessere Smartphone-Fotos: 8 Tipps für perfekte Schnappschüsse

Auf die Auflösung achten, den besten Aufbau des Bildes bestimmen, bessere Selfies aufnehmen: Acht Tipps, damit Sie bessere Smartphone-­Fotos machen.

Smartphone-Fotografie

© shutterstock - GaudiLab

So werden ihre Handy-Fotos zu echten Hinguckern.

Die besten Smartphone-Kameras bringen wenig, wenn Sie beim Fotografieren mit dem Handy vermeidbare Fehler machen. Wir liefern acht Tipps, damit Sie bessere Smartphone-Fotos machen: sei es ein Schnappschuss für Instagram, ein Selfie oder Bilder Ihrer jüngsten Ausflüge mit Landschaften, Gebäuden und natürlich Porträts der Liebsten.

Interessieren Sie sich allgemein für Smartphone-Fotografie, empfehlen wir Ihnen einen Blick in unsere Liste der besten Smartphone-Kameras und in unseren Vergleichstest von Apps zur Bildbearbeitung. Sind Sie versorgt, lesen Sie nun unsere acht Tipps!

1. Beide Hände oder ein Stativ benutzen

Bilder verwackeln schnell – manchmal reicht es schon, auf den Auslöser zu drücken, dann bewegt sich das Smartphone. Mehr Stabilität haben Sie, wenn Sie das Smartphone beim Fotografieren in beide Hände nehmen. Hilfreich ist auch, wenn Sie zum Auslösen die Lautstärketasten verwenden. Das erlauben aber nicht alle Geräte. Wenn das geht, klappt es auch über die entsprechenden Tasten am Headset. Der Vorteil: Sie müssen das Handy nicht berühren.

Beide Hände benutze

© WEKA

Wenn Sie das Smartphone beim Fotografieren mit beiden Händen festhalten, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass das Foto verwackelt wird.

Fotografieren Sie bei schwierigen Lichtverhältnissen wie der Dämmerung, nutzen Sie ein Stativ. Wenn Sie keines mitschleppen wollen, lehnen Sie das Gerät an, etwa an ein Glas, einen Baumstamm oder eine Wand.

2. Vor dem Auslösen die Auflösung und das Format kontrollieren

Bevor Sie Fotos aufnehmen, kontrollieren Sie besser die Auflösung in den Einstellungen der Kamera-­App. Wollen Sie die Bilder später ausdrucken, bearbeiten oder Ausschnitte vergrößern, wirken sie mit schlechterer Auflösung schnell pixelig. Wählen Sie je nach Handy die höchste Auflösung bzw. HQ.

Auflösung einstellen

© WEKA

Die beste Auflösung ist meist nur im 4:3-Format möglich.

Aber Achtung: Die höchste Auflösung ist oft nur im 4:3-­Format möglich. Schauen Sie Ihre Fotos auf dem Fernseher an, eignet sich das 16:9-­Format aber besser. Je nach Kameramodell kann es allerdings sein, dass die Auflösung dann schlechter wird. Wahrscheinlich ist der Smartphone­-Speicher bei höherer Auflösung schneller voll, weil die Bilder größer werden. Sie sollten deshalb regelmäßig ausmisten und die Fotos auf dem Computer sichern. Oder Sie lassen die Bilder automatisch bei einem Cloud-­Dienst wie Google Drive oder Dropbox sichern.

3. Mit den Füßen zoomen, nicht mit dem Gerät

Mit einem Zoom können Sie Motive näher heranholen. Doch das hat seine Tücken, vor allem bei Smartphones. Denn ein echtes optisches Zoom bringen nur die wenigsten Handy­-Kameras mit, die meisten haben Festbrennweiten. Vom digitalen Zoom lassen Sie am besten die Finger: Die Aufnahmen werden lediglich hochgerechnet und damit pixeliger. Besser ist es immer, mit den Füßen zu zoomen. Das heißt in der Praxis: einfach ein paar Schritte näher an das Motiv herangehen.

Mit den Füßen zoomen

© WEKA

Gehen Sie statt zu zoomen (linke Katze) lieber näher ans Motiv heran (rechte Katze).

4. Autofokus und Automatik lieber ausschalten

Die Handy-­Kamera fokussiert automatisch. Bei Schnappschüssen ist das praktisch, weil Sie sich das umständliche Einstellen ersparen. Oft wird das Foto aber interessanter, wenn der Fokus auf einem anderen Objekt liegt als dem, das die Kamera ausgewählt hat. Sie können den Fokus verändern: Tippen Sie einfach auf dem Bildschirm auf den Punkt, der scharfgestellt werden soll.

Profi-Modus

© WEKA

Im Profimodus bestimmen Sie Weißabgleich und Lichtempfindlichkeit selbst.

Wollen Sie noch mehr Kontrolle über Ihre Bilder, nutzen Sie den Profimodus, den viele Handys mitbringen. Dann bestimmen Sie Lichtempfindlichkeit, Weißabgleich oder Auslösegeschwindigkeit selbst – und erzielen nicht nur bessere Effekte, sondern bekommen auch bessere Farben. Das erfordert allerdings etwas Übung und Ausprobieren.

5. Das richtige Licht und der Einsatz des HDR-Modus'

Das richtige Licht macht einen großen Teil der Bildqualität aus. Am besten haben Sie die Lichtquelle immer im Rücken, egal, ob das die Sonne, das Fenster oder eine Lampe ist. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Schatten nicht im Bild ist. Bei Außenaufnahmen herrscht meist das beste Licht eine Stunde nach Sonnenaufgang oder eine Stunde vor Sonnenuntergang.

Vermeiden Sie es, den Blitz zu verwenden: Er macht ein zu hartes Licht, fotografierte Menschen bekommen rote Augen. Bei starken Kontrasten schalten Sie den HDR-­Modus ein: Er sorgt für eine bessere Helligkeitsverteilung, wenn zum Beispiel im Hintergrund der Himmel hell ist, der Baum vorne aber dunkel.

6. Den besten Aufbau des Bildes vorher bestimmen

Fotos wirken langweilig, wenn sich das Hauptmotiv genau in der Mitte befindet. Nutzen Sie die Zwei-­Drittel­-Regel, die auf dem sogenannten Goldenen Schnitt basiert: Teilen Sie den Bildschirm gedanklich mit zwei waagerechten und zwei senkrechten Linien in neun gleich große Felder ein. Platzieren Sie das Motiv an einem der Schnittpunkte oder entlang einer Linie. Bei vielen Kameras können Sie in den Einstellungen ein praktisches Raster einblenden, das die Linien anzeigt – damit sparen Sie sich die Berechnung im Kopf und müssen nur die Kamera entsprechend bewegen.

Sie können mit mehr oder weniger Tiefenschärfe ebenfalls eine starke Wirkung erzielen. Ein auffälliges Objekt im Hintergrund ist interessant. Umgekehrt bringen einige Smartphones eine Funktion zum Beispiel für Porträt­-Aufnahmen mit, bei denen der Hintergrund automatisch unscharf wird.

Bildaufbau

© WEKA

Bilder wirken interessanter, wenn das Motiv nicht genau in der Mitte ist. Ein Raster hilft bei der Aufteilung des Displays und des späteren Fotos.

7. Bessere Selfies mit dem Selbstauslöser aufnehmen

Sie stehen mit Ihrer Freundin am Palmenstrand und wollen ein Selfie aufnehmen. Während Sie das Telefon mit einer Hand balancieren, müssen Sie auch noch den Auslöser treffen. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das Bild verwackelt wird.

Selbstauslöser

© WEKA

Nutzen Sie für Selfies lieber den Selbstauslöser.

Einfacher und ohne mühsame Verrenkungen geht das mit dem Selbstauslöser: Tippen Sie auf das entsprechende Symbol, meist eine Stoppuhr, und wählen die Sekunden. Drücken Sie den Auslöser, die Uhr zählt die Sekunden rückwärts. Weiterer Vorteil: Jetzt haben Sie genug Zeit, sich richtig zu positionieren und den Gesichtsausdruck anzupassen.

8. Mehrmals auslösen und hinterher auswählen

Digitale Bilder haben gegenüber analogen einen riesigen Vorteil: Sie können so oft auslösen, wie Sie wollen, und erst später ausmisten. Vielleicht hat ja die fotografierte Person gerade die Augen zu? Oder schneidet eine merkwürdige Grimasse? Knipsen Sie deshalb immer mehrere Bilder desselben Motivs. Wählen Sie einen leicht veränderten Blickwinkel, gehen mal etwas näher heran oder einen Schritt weiter weg. Hinterher suchen Sie in Ruhe die beste Aufnahme aus und löschen die anderen.

Mehrere Fotos schießen

© WEKA

Mehrmals auslösen und hinterher auswählen.

Einige Smartphones machen automatisch Serienbilder, wenn Sie den Auslöser lange drücken. Dann müssen Sie nicht dauernd auf den Aufnahmeknopf drücken und bekommen trotzdem eine Auswahl. Ansonsten können Sie dazu auch Spezial­-Apps wie Fast Burst Camera verwenden.

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