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Die große AV-Kaufberatung

Heimkino 2019: Tipps für TV-Geräte, AV-Receiver, Soundbars und mehr

Jeden Monat schreiben wir über die neuesten Geräte der Unterhaltungselektronik. Die folgenden Seiten sollen Ihnen daher ein kleines AV-Lexikon für 2019 sein.

Die große AV-Kaufberatung 2019: TV-Geräte, AV-Receiver, Soundbars und mehr

© ESB Professional / shutterstock.com

Die große AV-Kaufberatung 2019: TV-Geräte, AV-Receiver, Soundbars und mehr

Ob mehr Pixel, ein höherer Kontrast, Heimvernetzung oder mehr Inhalte, die TV-Technik schreitet unaufhaltsam voran. Doch was ist für den potenziellen Käufer tatsächlich wichtig, was weniger relevant? video steht beim Gerätekauf zur Seite, wobei die einzelnen Checklisten für uns den Mindestumfang darstellen. Angesichts der sich rasant entwickelnden Hardware (z.B. 8K) geht mehr immer.

Auflösung

Die Mehrzahl der aktuellen TV-Geräte beherrscht die UHD-Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten. Lediglich im günstigen Einstiegssegment und bei kleineren Bilddiagonalen finden sich noch Full-HD-TV-Geräte. 

Dennoch sind UHD-Inhalte rar. Sie beschränken sich auf einen 4K- Sportsender sowie einzelne Filme von Sky Deutschland, etwaige Demokanäle wie UHD1 by HD+ bzw. Insight UHD von Diveo sowie auf Serien und Filme der VoD-Services Netflix und Amazon und selbstverständlich UHD-Blu-ray Discs. 

Dabei steht bereits die nächsthöhere Bildschirmauflösung von 8K oder UHD-2 mit 7680 x 4320 Pixeln in den Startlöchern. Samsungs Q900 hatten wir bereits in 85 Zoll im Test, hier testeten wir seinen kleinen Bruder in 75 Zoll. Zudem haben auf der CES z.B. LG, Sony, Samsung, TCL und Sharp neue 8K-Geräte für 2019 angekündigt. 

Treiber und Vorreiter in Sachen 8K auf Content-Seite ist beispielsweise der japanische TV-Sender NHK: So wollen die Japaner etwa die olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio in 8K produzieren. Mit großen 8K-Content-Initiativen müssen wir uns in Europa sicherlich noch ein bisschen länger gedulden.

Bildschirmgröße

Die Auflösung ist mit der Bildschirmgröße und dem Betrachtungsabstand verknüpft. Denn mehr Pixel bringen eben nicht zwangsläufig mehr Schärfe. Vielmehr ist das Auflösungsvermögen des menschlichen Auges begrenzt. 

Das bedeutet in der Praxis: Während der Zuschauer eines 65-Zoll-TV-Gerätes mit Full-HD-Auflösung mindestens 2,40 Meter entfernt sitzen muss, damit er keine Pixel mehr erkennt, kann er bei einem 65-Zoll-UHD-TV-Gerät unbesorgt auf 1,20 Meter heranrücken. 

Der Mindest-Betrachtungsabstand halbiert sich also mit der vierfachen Auflösung. (Faustregel: Bildhöhe x 1,5 für UHD und x 3 bei Full HD) Gleiches Rechenbeispiel ließe sich für 8K-Panels absolvieren. Mit dem Ergebnis, dass 8K erst bei gewaltigen Bilddiagonalen und auf kurze Distanz seine Vorteile ausspielen kann.

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Bildschirmtechnologie

Ein weiterer wesentlicher Punkt beim TV-Gerätekauf ist die Bildschirmtechnologie. Aktuell streiten weiterhin vor allem OLED und QLED um die Vorherrschaft auf dem Markt. OLED steht für organische Leuchtdioden. Die Technik, die bis vor ein paar Jahren noch als teuer und aufwendig galt, liefert mit selbstleuchtenden Zellen einen natürlichen Bildeindruck. 

Gute Schwarzwerte ermöglichen fein durchzeichnete dunkle Bildpartien und lebensechte Farben. Den Begriff QLED hat Samsung maßgeblich geprägt. Die Ähnlichkeit zu OLED scheint keineswegs zufällig. Dabei handelt es sich bei QLED, wie es Samsung einsetzt, weniger um eine neue Bildschirmtechnologie als um eine Variante von LED-LCD. 

Anorganische Nanopartikel, auch Quantum Dots genannt, verändern dabei das Farbspektrum der LED-Hintergrundbeleuchtung. Das meist bläuliche LED-Spektrum wird ins Weiße verschoben, wodurch eine neutralere Farbdarstellung und ein deutliche Helligkeitssteigerung gelingt. 

Die Folge: Samsungs QLEDs sind wahre Helligkeitswunder. Beide Technologien entwickeln sich stetig weiter. So konnte LG auf der CES ein sich aufrollendes OLED-Display (Markstart in Deutschland wohl in der zweiten Jahreshälfte) präsentieren und Samsung die vielfach kritisierten Betrachtungswinkelprobleme der QLED-Geräte erheblich reduzieren. 

In der video Bestenliste sind die TV-Geräte nach OLED und Ultra HD getrennt. Unter die UHD-Panels fallen Geräte mit Bildschirmtechnologien wie QLED oder LED-LCD.​

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High Dynamic Range

Zum wahren Expertenthema hat sich HDR (High Dynamic Range) entwickelt. Dessen Zweck ist klar: Eine erweiterte, verbesserte Kontrastdarstellung hat auf die wahrgenommene Bildqualität einen größeren Einfluss, als etwa die Pixelanzahl alleine. Kniffelig: Selbst im HDTV-Zeitalter wurde der Kontrast auf die Helligkeits-Kennlinie (sogenanntes Gamma) von Röhrenfernsehern angepasst. 

Dies soll sich nun mit der Produktionsnorm ITU-R BT.2020 und der sogenannten EOTF-Kennlinie SMP-TE ST 2084 für UHD ändern. Nun buhlen verschiedene Technologien um die Gunst der Hersteller und Kunden. Zunächst geht es darum, ob die HDR-Technologie abwärtskompatibel ist. 

Das bedeutet, dass UHD-Geräte ohne HDR-Technik die Bildsignale zumindest mit herkömmlichem Kontrast korrekt darstellen können. Das gewährleistet der Broadcasting-Standard HLG der britischen BBC (Hybrid Log Gamma). Zum anderen geht es um die bestmögliche Kontrastdarstellung. 

Die bietet HLG sicher nicht, da es prinzipbedingt nicht den gesamten nun möglichen Kontrastumfang ausschöpft. Hier ringen sogenannte dynamische Technologien wie Dolby Vision und HDR10+ um die Vorherrschaft. Mit diesen Verfahren lassen sich die Kontrastwerte für jede einzelne Szene bestimmen, um so für jede Bildeinstellung bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Dolby, das seit Jahren an seiner Dolby-Vision-Technologie feilt, verlangt jedoch eine Lizenzgebühr. Dies wollen die Hersteller gerne vermeiden. Hersteller wie Panasonic, Filmstudios wie 20th Century Fox und Streaming-Anbieter Amazon unterstützen HDR10+. 

Es basiert auf der statischen HDR-Technik HDR10 für die UHD-Blu-ray, passt jedoch wie Dolby Vision den Kontrastumfang dynamisch an den jeweiligen Bildinhalt an. In diesem Jahr dürfen wir uns hier wohl auf die ersten Inhalte freuen.

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Empfangsbereit

Maßgeblich für TV-Geräte sind auch die für den TV-Empfang zuständigen Empfangsteile (Tuner). Aktuelle Modelle verfügen über Triple-Tuner für die drei Empfangswege Satellit (DVB-S2), Kabel (DVB-C) und Antenne (DVB-T2). Mit an Bord sollte dabei für den UHD-TV-Empfang auch der HEVC-Codec sein. 

Praktisch ist die Technik Sat>IP oder Sat to IP. Sie transportiert Sat-TV-Signale über das Heimnetzwerk per Kabel (LAN) oder kabellos (WLAN). Damit befreit sie TV-Geräte förmlich von einer Sat-Antennendose. 

Aktuell lassen sich per Sat>IP bis zu acht TV-Geräte oder auch Tablets beziehungsweise Laptops beliefern. Für Kabel oder Antenne gibt’s diese Technik bislang leider aber noch nicht.

Smart-TV

Netzwerk, Internet und Multimedia sind für moderne TV-Geräte keine Fremdwörter. Die Hersteller setzen dafür auf ausgefuchste Betriebssysteme: Philips TP Vision und Sony nutzen beispielsweise Android TV von Google. Es bietet die meisten Apps. 

Ältere Versionen zeigten aber auch Fehler und sogar Abstürze. Samsungs Tizen bietet die zweitmeisten Apps, gefolgt von LG Web OS und Firefox OS, das viele Panasonic Smart-TVs nutzen. Andere TV- Hersteller setzen dagegen auf Roku TV.

Vorsicht: Alle Smart-TVs sammeln auch Nutzerdaten. Daneben sollten Smart-TVs auch HbbTV 2.0 beherrschen, was via Internet Zusatzangebote zu den TV-Sendern liefert. Der Kontakt zum Netzwerk gelingt per Funknetzwerk am einfachsten (WLAN).

video Tipp

Die Qual der Wahl: OLED liefert nach Einschätzung der Redaktion na- türlichere Bilder, kostet aber mehr. Daher lautet die Devise, entweder zu einem guten, preiswerten LED-LCD- TV-Gerät zu greifen oder ausreichend Kleingeld für OLED zu berappen.​

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QLED

Das Q steht für Quantum Dot, anorganische Nanopartikel, die das Spektrum der LED-Hintergrundbeleuchtung von Blau nach Weiß verschieben. Dies erleichtert und verbessert die Farbdarstellung der LED-LCD-Bildschirme. Eine höhere Helligkeit und leuchtende Farben sind die Folge.

OLED

Die organischen Leuchtdioden leuchten selbst. Eine Hintergrundbeleuchtung samt Farbfiltern entfällt somit. Die selbstleuchtende Technik liefert perfekte Schwarzwerte, kann dunkle Bildpartien feiner zeichnen und natürliche Farben darstellen. Insgesamt ein natürlicher Bildeindruck.

LED-LCD

Auch die aktuelle Quantum-Dot-Technik basiert zunächst auf LED-LCD. Das Licht einer LED-Hintergrundbeleuchtung fällt durch Filterfolien aus Flüssigkristallen (LCD). Diese öffen und schließen je nach Bildsignal. Dabei können sie das Hintergrundlicht nie ganz vollständig aussperren.

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Checkliste für den Fernseher-Kauf

  • UHD-1-Auflösung 
  • HDR-Technologien
  • mind. HDMI 2.0
  • DVB-S2/-C/-T2-Tuner
  • USB-Recording
  • Smart-TV-Portal
  • HbbTV 2.0
  • LAN und WLAN
  • App-Steuerung

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