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Heimkino 2019: Tipps - AV-Receiver

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Eine Gerätekombi aus AV-Receiver und Lautsprecher-Set bringt den richtigen Klang ins Heimkino.

Während TV-Geräte einen festen Platz im Wohnzimmer belegen, spielt satter Heimkinoton keineswegs in jedem Haushalt. Wer echtes Kinofeeling in der heimischen Stube wünscht, für den ist eine Gerätekombi aus AV-Receiver und Lautsprecher-Set die erste Wahl. 

AV-Receiver dienen dabei nicht nur als Mehrkanal-Verstärker für die Audio-Zuspieler, sondern fungieren zugleich als Schaltzentrale für Audio- und Videosignale. Entsprechend sind die Rückseiten der Geräte mit Audio- und Videoanschlüssen gespickt. Doch worauf kommt es wirklich an?

Endstufen – Kanäle

Entscheidend für die Wahl des AV-Receivers ist zunächst die gewünschte Kanalanzahl beziehungsweise das Audioformat, das zu Gehör gebracht werden soll. Ist herkömmliches 5.1 oder 7.1 gewünscht? Oder soll es eines der 3D-Audioformate sein, die auch als immersiv, also einhüllend bezeichnet werden? 

Im zweiten Fall benötigt der AV-Receiver nicht nur mindestens sieben Endstufen, um etwa ein 5.1.2-Format abzuspielen. Die Ziffern stehen für fünf Lautsprecher in der unteren Ebene nebst einem Subwoofer, die jedoch stets aktiv sind, also von einem eingebauten Verstärker angetrieben werden. 

Hinzukommen zwei Höhenkanäle, die von Lautsprechern über den Frontboxen abgespielt werden. Die Höheninformationen erzeugen eine wirklichskeitsnahe Räumlichkeit des Klangs. Doch natürlich steigt der Aufwand, wenn Höhen- oder Deckenlautsprecher angebracht werden sollen. Anders als in den USA sind Deckenlautsprecher hierzulande keineswegs üblich. 

Dolby entwickelte mit Atmos Enabled eine clevere Alternative: Lautsprecher-Aufsätze für die Front-Speaker alleine oder für Front- und Rear-Lautsprecher zusammen geben den Schall für die Höheninformationen in Richtung Decke ab, wo er reflektiert wird und so gleichsam über Bande zum Zuhörer gelangt. 

Daneben spielt die Zahl der Endstufen auch dann eine Rolle, wenn es um sogenanntes Bi-Amping geht. Dabei werden verschiedene Wege eines Lautsprechers getrennt mit verschiedenen Endstufen angesteuert.

Lesetipp: Themenseite zu AV-Receivern

3D-Audioformate

Dabei ist es nicht die Zahl der Endstufen alleine, die 3D-Audioformate zu Gehör bringt. Der Receiver muss auch die entsprechenden Audioformate dekodieren können. Heimkinofans sind den Wettstreit verschiedener Audioformate bereits leidlich gewöhnt: Da ist zum einen natürlich Branchenprimus Dolby, der mit Dolby Atmos das erste sogenannte objektbasierte 3D-Audioformat auf den Markt brachte. 

Die Kalifornier haben Vorteile: Sie haben die meisten Kinos und Filmstudios bereits überzeugt. Erzrivale DTS mischt ebenfalls mit und bietet mit DTS:X ein Format, was eine höhere Datenrate und damit geringere Kompression verspricht. Dritter im Bunde der 3D-Audio- formate sind die belgischen Galaxy-Studios mit Auro 3D. 

Dieses rein kanalbasierte Verfahren arbeitet ohne oder mit verlustfreier Audiokompression und verspricht dadurch beste Qualität. Doch UHD-Blu-rays mit Auro 3D sind vergleichsweise rar gesät.

Leistung und Schalldruck 

Watt-Zahlen lassen HiFi-Fans das Herz höher schlagen. Doch wie verhalten sich Leistung und Lautstärke tatsächlich? Hier kommen die Pegel ins Spiel. Eine doppelte Leistung in Watt bedeutet eine Zunahme des Leistungspegels um 3 dB. Bei doppelter Leistung steigt auch der Schalldruckpegel eines angeschlossenen Lautsprechers um 3 dB. 

Lautstärke ist jedoch vom subjektiven Empfinden abhängig. 10 dB (Phon) Zunahme gelten hier etwa als Verdopplung. HDCP 2.2 sein. Der neueste Standard HDMI 2.1 berücksichtigt bereits UHD-2 oder 8K-Auflösungen. Für die Verbindung zum TV-Gerät haben moderne AV-Receiver standardmäßig eine HDMI-ARC-Buchse (Audio Return Channel). 

Per Audiorückkanal nimmt der AV-Receiver den Fernsehton vom TV-Gerät entgegen und gibt ihn über die angeschlossenen Lautsprecher aus. Weitere digitale Audioanschlüsse für Heimanwender sind S/PDIF optisch und koaxial. Sie dürfen bei einem AV-Receiver ebensowenig fehlen wie analoge Cinch-Anschlüsse (RCA). 

Vinylfans freuen sich über einen Phono-Anschluss. Für die Lautsprecher sind Drahtklemmen vorhanden. Die Kabelklemmen sollten für Kabel mit einem Kabelquerschnitt von 2,5 Quadratmillimeter-Kabel ausgelegt sein. 

Puristen greifen bei längeren Kabeln mitunter zu vier Quadratmillimetern. Hilfreich sind Buchsen für Bananenstecker, mit denen sich die Boxen zügiger anstöpseln lassen.

Upscaling

Häufig werden verschiedene Zuspieler wie Blu-ray-Player oder Set-Top- Boxen angeschlossen, die nicht alle UHD-Auflösung liefern. UHD-TV- Geräte rechnen die Eingangssignale auf ihre Bildschirmauflösung hoch. Unter Umständen kann ein sogenannter Upscaler im AV-Receiver eine noch bessere Bildqualität liefern.

Bedienung

Bei der Vielzahl der Funktionen ist eine einfache Bedienung der AV-Boliden ein klares Plus. Eine gute Bedienbarkeit fängt bei dem Gerätedisplay und vor allem bei übersichtlichen Bildschirmmenüs an. Ein Einrichtungsassistent mit Einmessautomatik sollte bei modernen AV-Receivern die Grundeinstellungen automatisch übernehmen. 

Netzwerkfähige AV-Receiver können oft mit einer Smartphone-App punkten, die die Bedienung erleichtert. Die Fernbedienungen der AV- Receiver sind oft mit Bedientasten übersät.

Multiroom und Streaming

AV-Receiver ermöglichten schon Mehrraum-Beschallungen, als Netzwerkstreaming noch in den Kinderschuhen steckte. Daher bieten moderne AV-Receiver oft verschiedene Mehrraum-Techniken: Zum einen lassen sich Lautsprecher für verschiedene Hörzonen anschließen. Die verschiedenen Hörzonen können AV-Receiver mit unterschiedlichen Quellen beliefern. 

Selbst die Steuerung klappt von verschiedenen Räumen, etwa über Infrarot-Weiterleitungen. Moderner sind Mehrraumlösungen mit Netzwerk-Streaming. Auch dies beherrschen aktuelle AV-Receiver etwa von Denon, Pioneer oder Yamaha. Ganz zeitgemäß haben moderne Geräte Streaming-Services wie Spotify an Bord (Spotify Connect). Die Wiedergabe und Hörzonensteuerung gelingt ganz komfortabel am Smartphone per App.

Checkliste für den AV-Receiver-Kauf

  • Anzahl Endstufen
  • Audioformate
  • HDMI-Buchsen (mit eARC)
  • Audio-/Video-Anschlüsse
  • HDCP 2.2
  • Upscaling
  • Streaming
  • Multiroom
  • Dolby Vision

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