E-Mail-Apps einrichten

Apple, Googlemail, Outlook & Co.: IMAP- & POP3-Servereinstellungen in der Übersicht

Apple, Googlemail, GMX, T-Online und Co. bieten eine Webseite für E-Mails. Wer lieber in Apps E-Mails bearbeitet, findet hier die richtigen Servereinstellungen.

Inhalt
  1. Apple, Googlemail, Outlook & Co.: IMAP- & POP3-Servereinstellungen in der Übersicht
  2. GMX, Web.de, Freenet, T-Online & Co.: IMAP- & POP3-Servereinstellungen

© ra2studio/ shutterstock

E-Mails können Sie bei vielen Anbietern mit alternativen Apps öffnen.

Hinter den allermeisten privaten E-Mails stehen acht große Gratis-Anbieter, von Apple und Google über GMX und T-Online bis hin zu Yahoo. Fast immer erfolgt der Zugriff über die Website des jeweiligen Dienstes. Das ist keine Überraschung, denn dort lässt sich Werbung platzieren, die die Angebote finanzieren.

Alternativ können Sie aber auch über ein E-Mail-Programm wie Thunderbird oder Outlook sowie eine App für iPhone, iPad oder Android-Gerät auf Ihr Postfach zugreifen. Das erleichtert die Bedienung (speziell auch auf dem Handy) und Sie können Ihre Nachrichten in einem automatischen Backup sichern.

Ungemein praktisch ist die Möglichkeit, wenn Sie mehrere E-Mail-Konten in einer Oberfläche im Überblick haben möchten. Beispielsweise private E-Mails, E-Mails - wer mag - aus dem Büro, Nachrichten der Wegwerfadresse und vieles mehr.

Nachfolgend zeigen wir Ihnen wenn verfügbar die passenden IMAP- oder POP3-Server-Einstellungen. Dazu gibt es Infos, was Sie zur erfolgreichen Einrichtung eines Postfachs von Apple/iCloud, Freenet, GMX, Google Mail, Outlook.com, T-Online/Magenta, Web.de oder Yahoo in Ihrem E-Mail-Programm benötigen.

E-Mail-Übertragung nach Standards

Dass E-Mail-Programme und -Server reibungslos zusammenspielen liegt daran, dass die Kommunikation auf schon vor vielen Jahren definierten Standards beruht. Konkret sind das die Protokolle SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) für den Versand von Nachrichten und POP (Post Office Protocol) beziehungsweise IMAP (Internet Message Acess Protocol) für das Abholen eingehender Post.

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Gerade unterwegs machen mehrere E-Mail-Konten in zentralen Apps ​vieles einfacher.

POP oder IMAP - das ist der Unterschied

Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen POP und IMAP. Holen Sie Nachrichten per POP ab, dann werden dabei alle E-Mails auf Ihren Computer heruntergeladen und dann vom Server des Anbieters (zum Beispiel GMX) gelöscht. In einer Welt, in der die meisten Nutzer E-Mails auf mehreren Geräten bearbeiten (Desktop, Laptop, Tablet, Smartphone) ist POP unpraktisch.

Sie können Ihr E-Mail-Programm zwar so konfigurieren, dass es die Nachrichten erst ein paar Tage nach dem Download vom Server entfernt. So erhalten alle Geräte die Gelegenheit, sich eine Kopie der eingehenden E-Mails zu ziehen, bevor diese vom Server verschwinden. Wenn Sie eine Nachricht auf einem Gerät löschen oder in einen Ordner verschieben, hat das aber keine Auswirkungen auf die Kopie der Nachricht auf Ihren anderen Geräten.

Wie umständlich das ist, zeigt der Vergleich mit IMAP. Hier lagern ein- und ausgehende E-Mails sowie alle E-Mail-Ordner auf dem Server des Anbieters. Auf dieses Postfach greifen Sie von verschiedenen Geräten aus, mit unterschiedlichen Programmen und bei Bedarf auch über die Web-Oberfläche des Anbieters zu. Verschieben Sie eine E-Mail in einen Ordner oder löschen Sie sie, dann spiegelt sich diese Änderung überall wieder, unabhängig vom verwendeten Gerät beziehungsweise E-Mail-Programm. Das gilt auch für E-Mails, die Sie verschicken. Eine Nachricht, die Sie vom PC aus verschicken, können Sie später auch vom Handy noch einmal aufrufen. Tipp: POP ist auf dem absteigenden Ast. Erste Freemail-Anbieter unterstützen es nicht mehr. Verwenden Sie besser IMAP.

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Anstatt sich auf der Google-Webseite in den Mail-Bereich vorzuklicken, können Sie E-Mails auch einfach mit Ihrem gewohnten E-Mail-Programm oder einer komptaiblen App abrufen.

Diese Zugangsdaten benötigen Sie

Alle drei Protokolle benötigen einen Server-Namen und eine Port-Nummer. Darüber findet Ihr E-Mail-Programm den Server des Anbieters. Außerdem müssen Sie eintragen, nach welchem Verschlüsselungsstandard die Datenübertragung erfolgt. Als Benutzername verwenden Sie in der Regel Ihre E-Mail-Adresse, als Passwort dasselbe wie beim Login beim Abruf Ihrer Nachrichten über die Website des Anbieters.

Damit Sie diese Daten nicht händisch eintragen müssen, gibt es zwei weitere Techniken, nämlich Autoconfig und Autodiscover. Beide sorgen dafür, dass Sie bei der Einrichtung im E-Mail-Programm nur die E-Mail-Adresse und Ihr Kennwort eintragen müssen. Die übrigen Daten beschafft sich die Software dann online. Das gilt aber nur in der Theorie. In der Praxis scheitern Autoconfig/Autodiscover daran, dass sowohl der E-Mail-Anbieter als auch die Software den Standard unterstützen muss.

Das gilt zum Beispiel für die E-Mail-Programme Outlook und Thunderbird, aber nicht für Apples Mail-Software auf dem Mac und iPhone beziehungsweise iPad. Allem technischen Fortschritt zum Trotz müssen Sie deshalb die Konfiguration aus der Übersicht weiter unten häufig noch von Hand im Mail-Programm hinterlegen.

Auf dieser Seite listen wir die IMAP- / POP3-Einstellungen für Apple, Googlemail, Outlook und Yahoo. Auf der nächsten Seite finden Sie die Einstellungen für GMX, Web.de, T-Online und Freenet. Weitere Anbieter nehmen wir nach Möglichkeit in kommenden Updates auf.

Apple: IMAP & POP Server-Einstellungen

Standard Server / Port Verschlüsselung
POP -/- -
IMAP imap.mail.me.com / 993 SSL TLS

Als Benutzername für IMAP verwenden Sie die Zeichen links vom @-Zeichen in Ihrer E-Mail-Adresse, alternativ die vollständige E-Mail-Adresse. Als Benutzername für SMTP verwenden Sie die vollständige E-Mail-Adresse. Für beide Server benötigen Sie ein anwendungsspezifisches Passwort. Mehr verrät Apple im Support-Bereich.

Googlemail: IMAP & POP Server-Einstellungen

Standard Server / Port Verschlüsselung
POP pop.gmail.com / 995 SSL
IMAP imap.gmail.com / 993 SSL
SMTP smtp.gmail.com / 587 SSL TLS STARTTLS

Auch hier finden Sie mehr Informationen im Google-Supportbereich.

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Outlook: IMAP & POP Server-Einstellungen

Standard Server / Port Verschlüsselung
POP outlook.office365.com / 995 TLS
IMAP outlook.office365.com / 993 TLS
SMTP smtp.office365.com/ 587 STARTTLS

Der POP-Zugriff auf Outlook.com muss einmalig in den Einstellungen der Web-Oberfläche freigeschaltet werden. Mehr Infos liefert Microsoft.

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Yahoo: IMAP & POP Server-Einstellungen

Standard Server / Port Verschlüsselung
POP pop.mail.yahoo.com / 995 SSL
IMAP imap.mail.yahoo.com / 993 SSL
SMTP smtp.mail.yahoo.com / 465 SSL

Der POP- und SMTP-Zugriff muss einmalig in den Einstellungen der Web-Oberfläche freigeschaltet werden. Mehr Infos hat Yahoo.

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