Anonym surfen

Anti-Tracking

Anti-Tracking-Strategien im Browser

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Auf dieser Microsoft-Site bekommen Sie Listen mit Werbedomains, die Sie für den Tracking-Schutz des Internet Explorer 9 verwenden können.

Auch die neuen Browser-Versionen kümmern sich um Anti-Tracking. Firefox 4 hat unter Extras/Einstellungen/Erweitert den Menüpunkt Websites mitteilen, dass ich nicht verfolgt werden möchte. Damit wird in einem HTTP-Header ein entsprechendes Zeichen gesetzt. Der Website-Betreiber weiß, dass der Benutzer kein Tracking wünscht, und kann sich entsprechend verhalten.

Ob die angesprochenen Firmen wirklich darauf verzichten, ist bislang jedoch nicht klar. Hier muss der Surfer Vertrauen haben oder lieber, wie weiter unten beschrieben, eigene Maßnahmen ergreifen. Zumindest kann es nicht schaden, die Option zu aktivieren.

Für Chrome gibt es die Erweiterung Keep My Opt-Outs (chrome.google.com/webstore/detail/hhnjdplhmcnkie campfdgfjilccfpfoe), die ähnlich wie bei Firefox allen gutwilligen Werbefirmen signalisiert, dass der jeweilige Anwender kein Tracking haben möchte. Microsoft bietet für den aktuellen Internet Explorer 9 (IE9)den Tracking-Schutz an.

Er ist radikaler als bei Chrome oder Firefox, denn IE9 bittet die betroffenen Sites nicht nur höflich um Nichtbeachtung, er blockiert sie. Sie finden die Funktion unter Extras/Sicherheit/Tracking-Schutz. Sie landen im Menü Add-ons verwalten. Klicken Sie hier auf Ihre personalisierte Liste und auf Aktivieren.

Nun lernt der Internet Explorer, welche Web-Adressen zu Tracking-Sites führen könnten. Taucht eine Web-Adresse häufiger auf anderen Sites auf - der Schwellenwert ist einstellbar - wird sie als Werbeseite eingestuft und geblockt. Wenn Sie nicht warten wollen, bis IE9 genug gelernt hat, können Sie auch fertige Listen von der Microsoft-Site ie.microsoft.com/testdrive/Browser/TrackingProtec tionLists/Default.html herunterladen.

Firefox Click-Pings blocken

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Das Firefox-Add-on Better Privacy schützt nicht nur vor schnüffelnden Flash-Cookies, es verhindert auch verräterische Click-Pings.

Eine Spezialität von Firefox sind die so genannten Click-Pings. Das ist eine spezielle Art des Seiten-Links. Neben der Adresse der verlinkten Seite schreibt der Web-Entwickler hier noch eine weitere Web-Adresse hinter ein spezielles ping-Attribut.

Klickt der Anwender auf einen Link mit ping, wird die mit ping verlinkte Seite im Hintergrund abgerufen, während die eigentlich vom Anwender gewünschte Seite im Vordergrund lädt. Mit dieser Technik kann man das Klicken von Links und weitere Aktionen eines Anwenders beobachten.

Click-Pings sollen Web-Entwicklern die Arbeit erleichtern. Typischerweise werden solche Tracking-Techniken sonst mit Skripten realisiert. Für Firefox genügt ein einfacher Link. Zum Glück kann das oben erwähnte Add-on Better Privacy auch Click-Pings verhindern. Aktivieren Sie unter dem Reiter Optionen & Hilfe die Option Ping Verfolgung deaktivieren.

Eine ähnliche Wirkung wie Click-Pings haben auch so genannte Webbugs, Zählpixel oder Beacons. Das sind häufig winzige, 1 x 1 Pixel große Bilder, die für den Surfer unsichtbar auf Webseiten eingebettet sind. Ruft der Browser eine Seite mit einem Webbug auf, fordert er gleichzeitig das unsichtbare Bild von einem anderen Server an.

Dieser erhält damit Informationen über den Browser des Surfers wie die IP-Adresse, aber auch Daten, die in Cookies gespeichert sind. So kann man einzelne Surfer auf Websites verfolgen, die sie nie besucht haben und von denen sie gar nichts wissen.

Gegen Webbugs verteidigen Sie sich, indem Sie mit Werbeblockern Server mit Webbugs blockieren. Löschen Sie zusätzlich Cookies, um im Zweifelsfall nicht identifiziert werden zu können. Für Firefox gibt es das Add-on Ghostery (add ons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/ghostery), das die Minibildchen blockiert.

Achtung! Auch in Ghostery gibt es eine Tracking-Funktion. Allerdings muss der Anwender sie bewusst aktivieren. Ohne diese Aktivierung gebe es keine Datensammlung, verspricht der Hersteller.

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