Zen 4 Raphael

AMD Ryzen 7000: Release, Preis und mehr

20.9.2022 von Jusuf Hatic

AMD hat Preise, Release- und technische Daten seiner neuen CPU-Serie Ryzen 7000 (Raphael) bekanntgegeben. Alle Infos finden Sie im folgenden Überblick. +++ Listungen mit Euro-Preisen.

ca. 4:50 Min
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AMD Ryzen CPU
© AMD

Ryzen 7000 rückt näher. Bisher ist unbekannt, wie die von AMD genannten Dollar-Preise sich international und insbesondere hierzulande in Euro ausdrücken. Hinweise geben nun immerhin Shops in u.a. Spanien und Frankreich. Dort tauchten folgende Listungen auf:

  • Ryzen 9 7950X in Spanien: 852 Euro (FRA: 1099,99 Euro)
  • Ryzen 9 7900X in Spanien: 669 Euro (FRA: 749,99 Euro)
  • Ryzen 7 7700X in Spanien: 491 Euro (FRA: 589,99 Euro)
  • Ryzen 5 7600X in Spanien: 371 Euro (FRA: 409,99 Euro)

Die Preise könnne typischerweise auch Platzhalter sein. Mehr Gewissheit gibt es in genau einer Woche, wenn AMD die Bestellmöglichkeiten freischaltet.

Originalmeldung vom 30. August 2022

Nach Monaten der Spekulationen ist es soweit: CPU-Hersteller AMD hat mit vier neuen Prozessoren den Beginn der Ryzen-7000-Serie eingeläutet. In einer ersten Präsentation auf Youtube wurden die unter dem Codenamen "Raphael" oder "Zen 4" bekannten Chips gezeigt und neben Details zu Preis, Release und Specs auch erste Vergleiche zur aktuellen Intel-Generation rund um Alder Lake.

AMD Ryzen 7000: Mit AM5-Sockel, DDR5 und PCIe 5.0

Grundsätzlich setzt AMD in der Ryzen-7000-Serie auf eine neue Fertigungsstruktur: Durch die 5-nm-Architektur werden die Chips leistungseffizienter und stromsparender, ohne auf Leistung verzichten zu müssen. Vor allem der Single-Core-Boost profitiert zusätzlich von der neuen Fertigung und kann von Haus aus hohe Taktraten in einzelnen Kernen erreichen. Auch zum Release-Datum für die Raphael-CPUs hat sich AMD bereits geäußert: Ab dem 27. September sollen die neuen CPUs rund um 7950X, 7900X, 7700X sowie 7600X im Handel verfügbar sein.

Ebenfalls neu ist der AM5-Sockel, der für Zen 4 Prozessoren gedacht ist. Positiv zu sehen ist die Kompatibilität des neuen Sockels mit dem Vorgänger AM4, sodass die Halterung für CPU-Kühler der alten Generation problemlos auch auf AM5 passen soll. Zudem wurde bestätigt, dass die neuen Chipsätze X670, B650 sowie deren E-Varianten auf PCIe 5.0 als Grafikkarten-Schnittstelle sowie DDR5-Arbeitsspeicher setzen werden.

Der neue AM5-Sockel kann auf PCIe 5.0, DDR5 und mehr zurückgreifen.
Der neue AM5-Sockel kann auf PCIe 5.0, DDR5 und mehr zurückgreifen.
© AMD

Die günstigsten Mainboards zum AM5-Sockel sollen bei 125 US-Dollar beginnen, Informationen zu Preisen im Euro-Raum werden noch bekannt gegeben. Als gesichert gilt der langfristige Support der neuen Chipsätze: Hier verspricht AMD nach guten Erfahrungen mit der AM4-Generation eine Unterstützung bis mindestens 2025.

AMD Ryzen 7000: Ab sofort mit iGPU auf RDNA2-Basis

Die neuen Mainstream-CPUs sind - wie die AMD-Webseite verrät - ab sofort auch APUs. Sie bieten jeweils die gleiche, integrierte Grafikeinheit auf RDNA2-Basis (Radeon RX 6000). Sie werden mit zwei Grafikkernen (64 Stream-Prozessoren) und einem Basis-Takt von 400 MHz und einem Boost-Takt von 2.200 MHz angegeben.

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AMD Ryzen 7950X und 7900X: Die neuen Top-Prozessoren

Mit dem AMD Ryzen 9 7950X steht laut die neue Spitzenklasse unter den CPUs fest: Satte 16 Kerne sowie durch SMT (Simultanes Multithreading) 32 Threads sind im neuen Zen-4-Prozessor enthalten, die im Basistakt auf 4.5 Gigahertz takten sollen. Dank der angesprochenen 5-nm-Architektur kann ein einzelner Kern per Single-Core-Boost auf bis zu 5.7 GHz getaktet werden.

Alle Details zu AMD Ryzen 7000 zeigen wir hier.
So sieht die Verpackung von Ryzen 7000 aus.
© AMD

Damit könne man unter anderem Intels Topmodell mit dem Core i9-12900K in Sachen Performance um bis zu 57 Prozent hinter sich lassen - so zeige es zumindest der genutzte Benchmark in der Content Creation Demo. Dabei soll der Ryzen 9 7950X immer noch um 47 Prozent effizienter als sein Intel-Pendant sein. Auch gegenüber dem Vorgänger Ryzen 9 5950X sieht AMD logischerweise massive Vorteile, wenngleich hier hauptsächlich anspruchsvolle Aufgaben genannt werden. So soll die neue CPU bis zu 35 Prozent mehr Frameraten aus aufwändigen Spielen herausholen können.

In Sachen TDP liegt der Ryzen 9 7950X Herstellerangaben zufolge bei 170 Watt und führt somit ein neues Segment in der Energieaufnahme der AMD-Prozessoren ein. Den L3-Cache gibt das Unternehmen mit 64 MByte an. Für 699 US-Dollar soll der Ryzen 9 7950X erhältlich sein und ist damit sogar günstiger als seinerzeit der Ryzen 9 5950X - Preise für den europäischen Raum werden noch bekannt gegeben.

In anspruchsvollen Anwendungen soll der Ryzen 9 7950X einen massiven Performanceschub geben.
In anspruchsvollen Anwendungen soll der Ryzen 9 7950X einen massiven Performanceschub geben.
© AMD

Als einer der beliebtesten Chips der vergangenen Generation stellte sich der Ryzen 9 5900X heraus, der mit einer sehr guten Leistung bei vergleichsweise vernünftigem Preis punkten konnte. Ähnliches will AMD nun mit dem Ryzen 7 7900X bewerkstelligen, der als Zwölfkerner mit einem Basistakt von 4.7 Gigahertz auf den Markt kommen soll. Im Single-Core-Boost soll dieser im einzelnen Kern bis zu 5.6 GHz anwachsen. Auch beim Ryzen 7 7900X wird die TDP auf 170 Watt beziffert, der L3-Cache liegt wie beim großen Bruder ebenfalls bei 64 MByte.

Zu den Benchmarks äußerte sich AMD mit einer um bis 39 Prozent höheren Performance pro Megahertz, die in diversen IPC-Benchmarks (instructions per cycle) festgehalten wurden. Ausschlaggebend hierfür sei die neue Zen-4-Architektur. Allerdings ist hier auch der geringe Leistungszuwachs in Single-Core-Anwendungen zu nennen, was vermuten lässt, dass der Performanceschub hauptsächlich über die gestiegenen Taktraten zustande kommt. Preislich soll der Ryzen 7 7900X bei 549 US-Dollar liegen.

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Dafür steigt die TDP verglichen mit den direkten Vorgängergenerationen etwas an und liegt beim Ryzen 7 7700X bei 105 Watt. Der L3-Cache bleibt mit 32 MByte higegen identisch zum Ryzen 7 5700X - ebenso liegt die unverbindliche Preisempfehlung zum Release-Datum am 27. September bei 299 US-Dollar.

Der Ryzen 5 7600X soll im Vergleich zum Vorgänger bis zu 40 Prozent mehr FPS in Games herausholen können.
Der Ryzen 5 7600X soll im Vergleich zum Vorgänger bis zu 40 Prozent mehr FPS in Games herausholen können.
© AMD

Mit dem Ryzen 5 7600X wird die neue Zen-4-Generation um einen Sechskerner abgerundet, der vor allem für PC-Spieler interessant sein sollte. Im Basistakt läuft die CPU auf einer Taktrate von 4.7 GHz und kann per Single-Core-Boost auf bis zu 5.3 GHz steigen. Verglichen mit Zen 3 ist auch hier eine höhere TDP angegeben, die bei 105 Watt liegen soll.

Wie AMD verlauten lässt, soll selbst der Ryzen 5 7600X in der Lage sein, mit dem Core i9-12900K das Top-Modell des konkurrierenden Herstellers Intel in Spiele-Benchmarks hinter sich zu lassen. So sollen Games teilweise mit bis zu 17 Prozent mehr FPS als bei Intel laufen können - und das zu einem Preis von 299 US-Dollar.

Auch zu potenziellen CPU-Versionen mit 3D-V-Cache, die erstmalig im März mit dem Ryzen 7 5800X3D zu beobachten waren und sich noch spezifischer an Gamer richtet, äußerte sich AMD bereits. So bestätigte das Unternehmen, dass weitere Modelle in Arbeit seien - welche CPUs damit konkret gemeint sind und wann diese erscheinen könnten, wurde allerdings nicht genannt.

Nachfolgend finden Sie alle Daten auf einem Blick sowie die Vorstellung im Youtube-Stream.

Alle Informationen zu AMD Ryzen 7000 im Überblick.
Alle Informationen zu AMD Ryzen 7000 im Überblick.
© AMD

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Quelle: AMD
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