AMDs Desktop-Prozessoren im Überblick

Alles Wissenswerte zu AMD Ryzen 7000 "Raphael"

16.5.2022 von Alana Friedrichs

AMD schickt Ende 2022 mit Ryzen 7000 "Raphael" neue Prozessoren gegen Intels Alder Lake bzw. Raptor Lake ins Rennen. Im Netz finden sich bereits erste Infos zu den Modellen. Wie schlägt sich "Raphael"? +++ Update: Top-Modell mit 24 Kernen? Außerdem: Erste UVP-Leaks +++

ca. 6:35 Min
Ratgeber
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  1. Alles Wissenswerte zu AMD Ryzen 7000 "Raphael"
  2. AMD Ryzen 7000: Specs und Benchmarks von Raphael und Phoenix
Der Ryzen 9 5950X ist AMDs Speerspitze auf dem Desktop-Prozessorenmarkt.
Der Ryzen 9 5950X ist AMDs Speerspitze auf dem Desktop-Prozessorenmarkt. Spätestens mit Ryzen 7000 wird er abgelöst.
© AMD

Ryzen 7000 soll AMDs nächster großer Sprung im Prozessor-Bereich werden. Während Ryzen 6000 zum Jahresbeginn 2022 hauptsächlich die Architektur der 5000er-Modelle weiter verbessert, kommt mit Ryzen 7000 "Raphael" endlich die neue Zen-4-Architektur und damit auch ein neuer Sockel.

Grund genug, schon jetzt gespannt auf die Prozessoren zu sein. Damit Sie in Sachen "Raphael" stets auf dem neuesten Stand sind, sammeln wir alle Infos zu Ryzen 7000 im folgenden Ratgeber.

Hinweis: Der nachfolgende Artikel basiert zu einem großen Teil auf Gerüchten und Vermutungen. Wir versuchen nach bestem Wissen und Gewissen, diese einzuordnen und abzuwägen, um Ihnen möglichst hilfreiche Informationen über die Nintendo Switch Pro an die Hand zu geben. Dennoch können wir natürlich nicht für die Wahrheit dieser Gerüchte garantieren. Die aufgeführten Vermutungen können sich im Nachhinein auch als Fehleinschätzungen erweisen.

AMD Ryzen 7000: Wann erscheint "Raphael"?

Raphael wird voraussichtlich bis Ende 2022 erscheinen. Einige Gerüchte wurden genauer:

  • @greymon55 am 11. Februar 2022: Ryzen 7000 erscheint bereits im dritten Quartal, also zwischen Juli und September. Bereits zuvor hatte er vermutet, dass AMD die Ryzen-Serie 7000 vorzieht. Auf Nachfrage eines Followers auf Twitter, ob der vorgezogene Release am 22. September sein könnte, sagte der Leaker: "noch davor".
  • "DigiTimes" am 05. Mai 2022: AMDs 5-nm-Prozessoren sollen im September erscheinen
  • Moore's Law is Dead am 13. Mai 2022: "Raphael" erscheint im dritten oder vierten Quartal 2022, "Dragon Range" und "Phoenix" folgen im 1. Quartal 2023.

Von @greymon55 haben wir auch die Info, dass sich "Raphael" mittlerweile in der Massenproduktion befinden soll. Bereits im April bis Anfang Mai sollte AMD damit starten.

AMD selbst spricht von einem Release in der zweiten Jahreshälfte 2022. Weitere Infos werden im Rahmen der Fachmesse Computex im Mai erwartet.

Unsere Einschätzung: Wenn AMD den selbst gesetzten Zeitplan einhalten kann, könnten die ersten "Raphael"-CPUs in der ersten September-Hälfte erscheinen.

Wie viel kostet AMD Ryzen 7000 "Raphael" zum Start?

Auch wenn der Hersteller selbst natürlich noch keine Preisangaben zu seinen neuen Prozessoren gemacht hat, finden sich im Netz erste Gerüchte zur UVP von "Raphael". So berichtet "wccftech", dass man für Ryzen 7000 mit einem Preisanstieg von rund 50 bis 100 US-Dollar gegenüber den UVPs älterer Modelle rechnen müsse:

  • Ryzen 5 7600X: 2404 Chinesische Yuan (entspricht ca. 340 Euro)
  • Ryzen 7 7800X: 500 US-Dollar (entspricht ca. 480 Euro)
  • Ryzen 9 7900X: 4502 Chinesische Yuan (entspricht ca. 636 Euro)
  • Ryzen 9 7950X: 6501 Chinesische Yuan (entspricht ca. 918 Euro)

Welche Architektur verwendet AMD Ryzen 7000?

Wie AMD im Rahmen der CES 2022 bestätigte, wird "Raphael" auf Zen 4 basieren. Hergestellt werden die neuen Prozessoren bei Auftragsfertiger TSMC im 5-nm-Verfahren.

Dabei wird "Raphael" auf einen AM5-Sockel setzen, der erstmals im LGA-Design (LGA1718) erscheint. Bilder vom Design des Sockels zeigen einen integrierten Heatspreader (IHS) mit Einschnitten an den Seiten. Im Rahmen der Computex im Mai werden neue Infos zum Sockel wie auch zum neuen Top-Chipsatz X670 erwartet.

Außerdem soll Zen 4 die Größe des L2-Caches gegenüber Zen 3 auf 1 MB pro Kern verdoppeln, der L3-Cache soll weiterhin bei 4 MB pro Kern liegen. Das berichtet der Leaker Moore's Law is Dead.

Der AM5-Sockel soll unter anderem auch DisplayPort 2.0 unterstützen, wobei einem neueren Leak zufolge der Support nur eingeschränkt verfügbar sein könnte.

Auch wird der neue Sockel Unterstützung für DDR5 im Dual-Channel liefern. Mit AM5 soll AMD außerdem auf ein Chiplet-Design für die Mainboard-Chipsätze der Bauserien X670 and B650 setzen. X670-Mainboards sollen demnach dank MCM (Multi-Chip Module) über zwei Chips, B650-Mainboards immer noch über nur einen Chip verfügen.

Für die Übertragung sollen bis zu 28 CPU-exklusive PCIe-Lanes bereitstehen.

Mitte Juli 2021 kam vom Leaker @ExecuFix die Info, dass Zen 4 mit maximal 16 Kernen ausgestattet sein wird. "Gamers Nexus" und auch Patrick Schur von Hardwareluxx bestätigen dies. Ein neuerer Leak von @3123bobo spricht von einem Top-Modell mit 24 Kernen, wir bleiben hier aber erst einmal vorsichtig.

Bei den Lanes der neuen Prozessoren wird man die Anzahl scheinbar auf 16+4+4 steigern.

Was ist neu bei AMD Ryzen 7000?

Lange gingen Gerüchte um, PCIe-5.0 würde es mit "Raphael" noch nicht geben. Unter anderem berichteten dies vertrauenswürdige Seiten wie "TechPowerUp". PCIe 5.0 wäre demnach der Server-Architektur "Genoa" vorbehalten geblieben. AMD erteilte dem aber eine Absage. In einem Interview mit Marketing Director Robert Hallock zum 5. Jubiläum von Ryzen meinte dieser, dass AM5-basierte Modelle noch 2022 Unterstützung für PCIe 5.0 erhalten werden.

Außerdem scheint AMD mit "Raphael" Optimierungen beim DDR5-Overclocking geplant zu haben. Im Rahmen des "Meet the Experts"-Webinars ließ AMD-Manager Joseph Tao verlauten:

"Unsere erste DDR5-Plattform für Spiele ist Raphael. Und eines der großartigen Dinge an Raphael ist, dass wir wirklich versuchen werden, mit der Übertaktung für Furore zu sorgen. Ich werde es dabei belassen, aber Geschwindigkeiten, von denen Sie vielleicht dachten, dass sie nicht möglich sind, können mit dieser Übertaktungsspezifikation möglich sein." (via "Videocardz")

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Dabei helfen soll der neue Übertaktungsstandard EXPO. Die Abkürzung steht für Extendend Profiles for Overclocking (= Erweiterte Profile zur Übertaktung) und soll dem Intel-Feature XMP 3.0 Konkurrenz machen. Denn EXPO erlaubt es Overclockern, ihre neu unterstützten DDR5-RAM-Riegel auch außerhalb des JEDEC-Standards zu betreiben, also eine höhere Taktrate zu fahren und so Daten schneller zu übertragen. Laut "Videocardz" wird EXPO über zwei Speicherübertaktungsprofile verfügen. Ersteres sei besonders auf hohe Übertragungsraten optimiert, während zweiteres vor allem niedrige Latenzen im Blick habe. EXPO soll außerdem mit jeglichem DDR5-Speicher, auch U-DIMM, R-DIMM und SO-DIMM, kompatibel sein. Zuvor war als Bezeichnung für die neue Technologie lange der Name RAMP (Random Access Memory Profiles) zu finden. Darüber hatten etwa die Kollegen von "Computerbase" berichtet.

Dass "Raphael" DDR5 unterstützen wird, dürfte damit klar sein. Allerdings soll man sich bei AMD gegen eine Abwärtskompatibilität für DDR4 entschieden haben. Anders als Konkurrent Intel wäre AMDs Ryzen 7000 laut "Tom's Hardware" nur DDR5-kompatibel. Dafür soll der Speicher dann auch entsprechend schnell sein dürfen. Laut dem Hardware-Hersteller Apacer soll "Raphael" selbst in den Standardeinstellungen DDR5 mit bis zu 5200 MT/s unterstützen (DDR5-5200), Leaker sprechen aber bereits von DDR5 mit bis zu 5600 MT/s.

Zu einem späteren Zeitpunkt sind außerdem "Raphael"-Prozessoren mit 3D V-Cache geplant. Ab 2023 sollen die CPUs mit gestacktem L3-Cache das Sortiment unter der Bezeichnung "Raphael-X" bzw. Ryzen 7000X3D erweitern.

Erste Renderbilder, die das Design von "Raphael" abbilden sollen, gab es beim Leaker @ExecuFix zu sehen.

AMD Ryzen 7000: Grafik, Kühler und Verbrauch

In "Raphael" wird eine Navi2-iGPU verbaut. Mit Zen 4 wird die iGPU dabei erstmals nicht mehr den G-Serie-APUs vorbehalten sein, sondern "by design" in allen CPUs verbaut.

Heißt im Klartext: Alle Ryzen-7000-Prozessoren werden mit integrierter Grafikeinheit ausgeliefert. Dennoch wird man auch dedizierte Modelle verkaufen, bei denen die iGPU deaktiviert ist.

Insgesamt sollen vier RDNA2-Compute-Units mit insgesamt 256 Shadern verbaut werden, die man in zwei Workgroups aufteilt. Takten sollen sie mit einer Rate von 1,1 GHz. Das berichtet der Leaker @Komachi_Ensaka.

Die TDP von "Raphael" wird wie gewohnt je nach Modelle mit 65 bis 120 W angegeben. Als Obergrenze beim Verbrauch kursieren bis zu 170 W.

Erste Kühler für Zen 4, die im Shop der chinesischen Seite "coolserver.com" auftauchten, sammelte der Leaker @9550pro. Bilder der Kühler finden sich in einem Thread auf seinem Twitter-Account.

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Weitere Ryzen-7000-Modelle

Neben den Desktop-Prozessoren von "Raphael" plant AMD noch mindestens zwei, wenn nicht sogar drei weitere Modellreihen, die unter der Bezeichnung Ryzen 7000 erscheinen werden.

Ryzen 7000 "Raphael-X"

Laut Leaker @KittyYuko sind auch Desktop-CPUs mit 3D V-Cache in Planung, die als 7000X3D-CPUs erscheinen. Intern tragen sie die Bezeichnung "Raphael-X". Die Modelle mit dreidimensionalem L3-Cache sollen aber erst 2023 auf den Markt kommen.

Ryzen 7000 "Dragon Crest"

Außerdem steht Ryzen 7000 "Dragon Crest" in den Startlöchern. Bei "Dragon Crest" dürfte es sich um die Highend-Notebook-Modelle im Gamingbereich handeln, die zuvor unter der Bezeichnung Raphael-H liefen. Der Leaker @NNNiceMing erwähnte die Serie zuerst auf Twitter. Auch diese Modelle basieren auf Zen 4 und bieten bis zu 16 Kerne. "Dragon Crest" wird als mobile Prozessor-Reihe für Gaming-Notebooks im höherpreisigen Segment auf Basis von Raphaels Desktop-Modellen erscheinen und voraussichtlich gegen Intels Raptor Lake-HX antreten.

Ryzen 7000 "Phoenix"

Als Dritte im Bunde warten die mobilen "Phoenix"-Prozessoren, mit denen Ryzen 6000 "Rembrandt" abgelöst wird. "Phoenix" wird sich vermutlich mit Intels Raptor Lake-H messen.

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