AMD-Prozessor mit 3D V-Cache

AMD Ryzen 7 5800X3D: Das sagt das Netz zur neuen Gaming-CPU

21.4.2022 von Alana Friedrichs

Mit dem Ryzen 7 5800X3D hat AMD seine neue CPU mit Gaming-Fokus veröffentlicht. Wie gut der Prozessor im Netz abschneidet, erfahren Sie in unserer Übersicht.

ca. 2:30 Min
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AMD Ryzen CPU
Der Ryzen 7 5800X3D richtet sich vor allem an PC-Spieler*Innen.
© AMD

Der Ryzen 7 5800X3D ist AMDs neues Gaming-Flaggschiff. Nachdem Intel mit seinen Prozessoren der 12. Generation "Alder Lake" und dessen Flaggschiff, dem i9-12900K, gut vorlegen und sich den Platz in unserer Bestenliste sichern konnte, soll es der 5800X3D nun richten - muss dabei jedoch gegen Intels kürzlich veröffentlichten i9-12900KS antreten.

AMDs Geheimwaffe ist dabei der übereinander gestapelte L3-Cache des Prozessors, kurz und bündig 3D V-Cache genannt. Dieser wächst dadurch auf eine Größe von 96 MB an. Zusammen mit acht Dual-Thread-Kernen auf Zen-3-Basis soll der 5800X3D so die beste Gaming-Leistung in AMDs Lineup bieten.

Zum Start gingen eine Reihe von Tests verschiedener Seiten zum 5800X3D online. Wie der Prozessor im Schnitt über die Portale hinweg abgeschnitten hat, erfahren Sie bei uns.

AMD Ryzen 7 5800X3D: Leistung in Benchmarks

Bei den Spiele-Benchmarks scheinen sich die Tests einig zu sein: Keine der beiden CPUs (Ryzen 7 5800X3D und Core i9-12900KS) hat wirklich die Nase vorn. Je nach ausgewählten Spielen präsentiert sich die eine oder die andere CPU besser. Im Schnitt kommt der 5800X3D aber doch auf ein etwas besseres Spiele-Ergebnis. So schreibt etwa "Computerbase": "AMDs Neuling gewinnt nicht alles, aber unterm Strich [...] doch das meiste."

Abseits von Spielen sieht es hingegen schlechter für den 5800X3D aus. Hier ist sogar der Ryzen 7 5800X ohne 3D V-Cache dank seiner höheren Taktrate schneller als sein "Nachfolger". Laut "Tom's Hardware" seit der 5800X3D in Anwendungen zwar "fähig, aber im Vergleich zu gleichpreisigen Konkurrenten nicht überzeugend."

AMD Ryzen 7 5800X3D: Der neue 3D V-Cache

Positiv sticht dafür größtenteils der 3D V-Cache hervor. Dessen Leistungsplus habe je nach Spiel entweder einen sehr großen oder einen sehr kleinen Effekt. Dass der Prozessor aber trotz seines niedrigen Taktes mit Intels Flaggschiff i9-12900KS beim Gaming gleichziehen kann, spricht für die neue Technologie.

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AMD Ryzen 7 5800X3D: Leistungsaufnahme, Temperatur & Overclocking

Gegenüber dem Ryzen 7 5800 fällt der 5800X3D durch einen niedrigeren Verbrauch im kleineren zweitstelligen Bereich auf. Dies dürfte laut "PC Gamer" daran liegen, dass "dass er niedriger getaktet ist und vermutlich höherwertiges Silizium verwendet."

Noch stärker fällt der Unterschied zum i9-12900KS von Intel aus, der vergangene Woche mit besonders hohem Mehrverbrauch für kleinere Leistungszuwächse von sich reden machte. Die Verbrauchswerte der reinen CPU des 5800X3D seien laut "Computerbase" hingegen "schlichtweg beeindruckend."

Mit 83 bis 90 Grad im Maximum sei die CPU außerdem zwar durchaus heiß, die Temperaturen aber keineswegs bedenklich.

Dass der 5800X3D seit langem die erste AMD-CPU ist, die auf Overclocking verzichtet, fällt bei den meisten Reviews nur wenig ins Gewicht. Der Betastatus der neuen L3-Cache-Architektur wird als Grund für die festgesetzte Taktrate größtenteils akzeptiert.

AMD Ryzen 7 5800X3D: Fazit

Der 5800X3D scheint ein Spezialist zu sein. Während die Gaming-Benchmarks gerade in Anbetracht des vergleichsweise niedrigen Verbrauchs vollends überzeugen können, muss er bei Anwendungen klar hinter anderen vergleichbaren CPUs zurückstecken.

Positiv herausgestellt wurde dafür aber neben der Spiele-Leistung auch der niedrigere Upgrade-Preis des 5800X3D gegenüber Intels Konkurrenz. Denn der AMD-Prozessor kann als AM4-CPU auch ohne Probleme in vielen älteren Systemen verbaut werden, ohne ein komplettes Upgrade von Mainboard, Lüfter und möglicherweise sogar Arbeitsspeicher zu benötigen.

Für eine UVP von 489 Euro erhält man laut "Golem" so "die derzeit beste Spiele-CPU".

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