AMD-Grafikkarten

Radeon RX 6900 XT & 6800 (XT): Das kann RDNA 2

Infinity Cache, Ray Accelerators, Radeon Boost und mehr: Wir erklären, womit RDNA 2 bestehend aus Radeon RX 6900 XT und 6800 (XT) technisch beeindrucken will.

© AMD / Youtube

Es wimmelt nur so von Fachbegriffen - wir helfen!

AMD hat seine Radeon RX 6900 XT und die RX 6800 XT sowie 6800 vorgestellt. Mit verschiedenen Features hat es der Nvidia-Konkurrent allem Anschein nach geschafft, in Sachen klassischer GPU-Leistung wieder in den High-End-Bereich vorzudringen. In diesem Artikel erklären wir die wichtigsten Features und verraten beim Thema Alternative für RTX und DLSS, wie weit der Hersteller ist. Wer sich die Eckdaten mit Release-Terminen, Preisen und Specs zur Radeon RX 6900 XT und Co. anschauen will, klickt in den verlinkten Artikel.

RDNA 2 steht für die zweite Generation der „Radeon DNA“-Architektur. Die erste hat mit Radeon RX 5700 (XT) im Jahr 2019 „Graphics Core Next“ (GCN) abgelöst. Zu dieser gehören AMD-Grafikkarten seit 2012 (bspw. „Tahiti“ mit Radeon HD 7000). Es gab regelmäßige Nachfolger mit Namen wie Fiji (Radeon R300) oder gegen Ende Polaris (RX400/500). Nun gibt es Navi und Big Navi (RDNA1 und RDNA 2). Schon 2021 gibt's RDNA 3 - den Nachfolger.

RDNA 2: Das bringt Infinity Cache

Gegenüber GCN hat RDNA seinerzeit 50 Prozent mehr Effizienz (Performance pro Watt) ermöglicht. 54 Prozent sind es nun von RDNA zu RDNA 2. Maßgeblich dafür verantwortlich ist das Zwischenspeicher-Feature Infinity Cache, mit dem sich der Datendurchsatz deutlich vergrößert. Kommen GDDR6-Speichermodule (256 Bit mit 16 Gbps) auf eine Datenrate 512 Gigabyte pro Sekunde und GDDR6X-Module (384 Bit mit 19,5 Gbps) auf 936 GB/s, sorgt Infinity Cache für eine deutliche Beschleunigung. Mit eigentlich langsamerem GDDR6-Speicher (256 Bit mit 16 Gbps) in Kombination mit Infinity Cache gibt AMD eine effektive Transferrate von 1.664 GB/s an – also mehr als dreimal (3,25x) so schnell wie ohne Infinity Cache.

AMD RDNA™ 2 Architecture

Quelle: AMD
Der AMD-Trailer zu RDNA 2.

RDNA 2: Ray Accelerators als RTX-Alternative

Die Radeon RX 6000 bringt Echtzeit-Raytracing. Statt RTX-Cores wie Nvidia kommen Ray Accelerators (RA) zum Einsatz. Jedes Compute-Unit (Recheneinheit) der Radeon-Chips erhält einen RA. Sie sind für Raytracing verantwortlich. Messungen zur Leistung gibt es aber noch nicht. Gegenüber einer Software-Lösung (ohne Hardware-Beschleunigung) seien AMDs RAs zumindest 13,8 Mal schneller – besonders beeindruckend ist das aber nicht.

Für welche der Big-Navi-Karten das gilt, verrät AMD im Kleingedruckten nicht. Wie videocardz.com aktuell berichtet, sind RAs aber im Vergleich zur Nvidia-Lösung noch langsam und bedürfen weiterer Optimierung. In einem Benchmark, in dem die RTX 3090 749 fps erzielt, kommt eine RX 6000 auf nur 471 fps, während eine RTX 3080 (Asus TUF) 630 fps vorweist.

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Radeon RX 6000 noch ohne DLSS-Ersatz

Mit Raytracing geht auch Nvidias KI-gestütztes Upscaling DLSS Hand in Hand. AMD hat dafür noch keine Lösung, testet aber eine mögliche Implementierung einer Eigenentwicklung, wie The Verge meldet.

AMD FidelityFX

AMD FidelityFX ist eine Sammlung von Entwickler-Tools, mit denen sich die Bildqualität aufhübschen lässt, ohne proportional zum Aufwand Performance zu verlieren. Vereint werden beispielsweise Tools für mehr Bildschärfe, moderne Grafikeffekte und andere Bildverbesserer. Die Liste der FidelityFX-Spiele wächst und schließt auch AAA-Bestseller ein – ist also nicht nur in einer Nische zu finden.

Rage Mode

Mit Rage Mode bezeichnet AMD ein Übertaktungs-Feature im Treiber für die Radeon RX 6000. Rage Mode optimiert die Leistung einer GPU je nach Situation automatisch und kann Ihnen mehr Leistung ermöglichen.

Radeon Boost

Radeon Boost ist der Nachfolger von Radeon Anti-Lag. Das Feature vereint Technologien, die in Verbindung mit einem FreeSync-Monitor die Latenz verringern. Das hilft E-Sportlern bzw. allen Spielern, die bei Eingaben eine Verzögerung wahrnehmen, die nicht auf eine instabile oder langsame Internetverbindung zurückzuführen sind. Mit Reflex hat Nvidia ein ähnliches Feature.

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Das sind standardisierte, aktuelle Codecs für Videomaterial, das entweder direkt gestreamt oder aufgenommen wird. Die GPU unterstützt das Kodieren und Dekodieren, ohne die CPU zu belasten. Die Codecs unterstützen die aktuell gefragten, hohen Auflösungen wie Bildraten und sind für Content-Creator interessant.

Smart Access Memory

Smart Access Memory ist eine Technologie, um den Datenfluss im System zwischen CPU und Grafikkarte zu optimieren. Die CPU kann damit größere Teile des VRAMs direkt ansprechen und wird weniger ausgebremst. Smart Access Memory setzt Ryzen 5000 und Radeon RX 6000 voraus.

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Ab dem 25.11. gibt es auch die Custom-Modelle der RX 6800 (XT) online zu kaufen. Wir geben eine Kauflink-Übersicht über die beliebtesten Modelle.