Wann erscheinen neue CPUs?

Ryzen 5000, Ryzen 6000 und Co: Wann kommen neue AMD-CPUs?

© AMD

AMD startet mit den mobilen Ryzen 5000H-Modellen ins neue Jahr.

Bei AMD beginnt das Jahr mit den auf der CES 2021 vorgestellten mobilen Prozessoren der Ryzen-5000H-Reihe. Seit Februar sind Laptops mit den neuen Modellen erschienen.

Daneben erwarten uns in der ersten Jahreshälfte außerdem einige weitere Desktop-Prozessoren der bereits erschienen Generation Ryzen 5000 sowie neue Threadripper-Modelle für Workstations. Für die bereits erhältlichen Ryzen 5000 kommen in Q3 von Asus außerdem X570-Mainboards ohne Lüfter.

Später in 2021 sollten mit "Warhol" erste Ryzen-6000-CPUs für Desktop folgen. Auch die ominösen "Van Gogh"-APUs hätten noch in diesem Jahr erscheinen sollen. Beider werden, wenn überhaupt, frühestens 2022 das Tageslicht erblicken.

Ab September werden dann wohl noch neue Threadripper-Modelle mit der Bezeichnung "Chagall" für High-End-Desktops (HEDT) in den Startlöchern stehen.

2022 geht es dann mit den Desktop-Modellen "Raphael" und den mobilen Prozessoren von "Rembrandt", "Barcelo" und "Dragon Crest" weiter. Bei letzteren drei ist die Informationslage allerdings noch sehr dünn und spekulativ. Das trifft auch auf Milan-X zu - eine neue AMD-CPU mit gestapelten Dies, die vermutlich im X3D- statt X2.5D-Design konzipiert wird. Wo sich Milan-X in unserer Übersicht einordnen wird, bleibt abzuwarten.

Mitte Juli wurde eine angebliche AMD-Roadmap bis Mitte 2024 geteilt. Diese enthält neben RDNA4 eine Aufstellung für Desktop- und Mobile-CPUs bzw. -APUs. Die Daten entsprechen in vielen Fällen den hier gesammelten Informationen.

Desktop: AMD Ryzen 5000 "Vermeer"

Mit Ryzen 9 5800 und 5900 stellte AMD zwei neue Desktop-CPUs für die bereits erschienene 5000er-Reihe vor. Diese Modelle ohne das X-Suffix erscheinen meist mit niedrigeren Taktraten und Wattanforderungen als die größeren Geschwister.

Doch auch bei den X-Modellen von "Vermeer" ist noch nicht Schluss. Laut einem Leak plant AMD hier einen Refresh mit zwei Modellen. Dabei soll es sich um einen 16-Kernen und einen 6-Kerner handeln. Laut der auf Grafikkarten und Prozessoren spezialisierten Seite "Videocardz" könnte es sich dabei um die Modelle Ryzen 9 5950XT und Ryzen 5 5600XT handeln. Für diese bestätigte sich mittlerweile, dass AMD die 5000er-Serie bis Jahresende schrittweise auf das B2-Stepping umstellt. AMD verspricht, dass keine BIOS-Updates nötig werden. Es sind keine Verbesserungen bei Funktionen oder Performance geplant. Die Einführung der beiden Prozessoren soll über die kommenden Monate schrittweise erfolgen.

Ob die Modelle neben OEM-Partnern auch Einzelkundinnen und -kunden zur Verfügung stehen, ist allerdings fraglich. Der Vollständigkeit halber seien sie an dieser Stelle dennoch aufgeführt.

via Videocardz, @momomo_us, @patrickschur_, benchmark.pl

Ryzen 5000 "Vermeer": Spezifikationen und Benchmarks

Modell Spezifikationen
Ryzen 5 5600XT Zen 3, 6 Kerne/12 Threads, 3,7 GHz Basistakt, 4,6 GHz Boosttakt
Ryzen 9 5800 Zen 3, 8 Kerne/16 Threads, 3,4 GHz Basistakt, 4,6 GHz Boosttakt, 65 W TDP
Ryzen 9 5900 Zen 3, 12 Kerne/24 Threads, 3,0 GHz Basistakt, 4,7 GHz Boosttakt, 65 W TDP
Ryzen 9 5950XT Zen 3, 16 Kerne/32 Threads, 3,4 GHz Basistakt, 5,0 GHz Boosttakt
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HEDT: Ryzen Threadripper 5000 "Chagall" (Zen 3+)

Nachdem Anwenderinnen und Anwender bereits seit 2019 auf neue Non-Pro Threadripper-Modelle warten, scheint nun eine neue Generation in den Startlöchern zu stehen.

Bezüglich eines Startdatums hielt sich AMD bisher bedeckt. Laut einem Forenmitglied soll aber ein Launch im September oder November 2021 geplant sein, nachdem man die neuen Modelle im August vorstellen werde. Weitere Leaks sprechen von einem Launch auch schon im August, ein späterer Leak erscheint mittlerweile jedoch wahrscheinlicher.

Dabei wird "Chagall" wohl auf eine Form von Zen 3 setzen, wobei unbestätigte Gerüchte auch von Zen 3+ sprechen. Ebenfalls mit an Bord sind DDR4, eine erhöhte xGMI-Geschwindigkeit von 18 GT/s und 64 bzw. 128 PCIe-4.0-Lanes.

Nach einem kursierenden Leak von Gigabyte-Interna sind zudem weitere Details bekannt geworden - oder zumindest bisherige Pläne. So wird HEDT und die Workstation-Serie gleichzeitig kommen, wobei die Workstation-Modelle durch den "Pro"-Zusatz kenntlich gemacht werden.

TDP- und Kernzahlen werden sich gegenüber Zen-2-Threadrippern nicht ändern. Neben 64 gibt es für HEDT 32 und 24 Kerne, die Workstation-Serie erhält zusätzlich CPUs mit 16 und 12 Kernen. Ein weiterer Leak bestätigte das 64- sowie das 12-Kern-Modell zu einem späteren Zeitpunkt.

via Videocardz, @KittyYYuko, ServerTheHome, MoePC, Moore's Law is Dead, wccftech.com

Ryzen Threadripper 5000 "Chagall": Spezifikationen und Benchmarks

Modell Spezifikationen
TR Pro 5945WX 12 Kerne/24 Threads, 280 W TDP
TR Pro 5955WX 16 Kerne/32 Threads, 280 W TDP
TR 5960X 24 Kerne/48 Threads, 280 W TDP
TR Pro 5965WX 24 Kerne/48 Threads, 280 W TDP
TR 5970X 32 Kerne/64 Threads, 280 W TDP
TR Pro 5975WX 32 Kerne/64 Threads, 280 W TDP
TR 5990X 64 Kerne/128 Threads, 280 W TDP
TR Pro 5995WX 64 Kerne/128 Threads, 280 W TDP

Desktop: Ryzen 6000 "Warhol" (Zen 3+)

Neben den bereits präsentierten "Cezanne"-Modellen wollte AMD 2021 wohl noch zwei weitere Reihen an den Start bringen. Erstere davon hört auf den Codenamen "Warhol" und sollte eigentlich zur Jahresmitte erscheinen. Neueren Leaks zufolge erscheint jedoch eher ein Release 2022 als wahrscheinlicher, falls die Geräte überhaupt noch in dieser Form erscheinen.

Bisher ist wenig über die Technik bekannt, allerdings wird "Warhol" auf Zen 3+ setzen und im 7-nm-Verfahren gefertigt werden. Außerdem wird auch hier wieder PCIe-4.0 zum Einsatz kommen.

Bei "Warhol" könnte es sich Expertenstimmen zufolge entweder um einen Refresh für die aktuellen "Vermeer"-Desktop-CPUs handeln oder um eine Übergangsserie vom AM4- zum AM5-Sockel. Der Sockel AM5 wird - wie sich im Mai herausstellte - auf LGA1718 aufbauen. Dazu kommen Dual-Channel DDR5 und die 600er-Chipsatz-Reihe. PCI Express 5 wird Zen 4 für Server vorbehalten sein. Das Gerüchte wurde später mit einem ersten Bild und weiteren Specs untermauert. Dazu scheint sich anzudeuten, dass AM4-Nutzer ihre Kühler weiterbehalten können, wie ein Twitter-Nutzer Detailzeichnungen von AMDs kommenden Standardkühlern entnahm.

via Videocardz, @MebiuW, @ExecuFix (2), @TtLexington

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Mobil: Ryzen 6000 "Van Gogh" (Zen 2)

Auch über die andere geplante Reihe, "Van Gogh", ist aktuell wenig bekannt. Die auf Zen 2 basierende Serie wird wohl ebenfalls auf 7 nm setzen. In einer geleakten Grafik taucht in Verbindung mit der Reihe die Abkürzung "CVML" auf. Diese steht anscheinend für "Computer Vision and Machine Learning".

"Van Gogh" wird als APU vermutlich neben "Cezanne" laufen, laut einem Leaker soll es sich dabei um Premium-APUs handeln, die mit einer TDP von 9 Watt erscheinen und auf DDR5 setzen werden. Am 21. Mai stellte sich Premium womöglich als "premium-form-factors" heraus und soll auf Handhelds und Tablets zielen.

"Van Gogh" wird voraussichtlich erst nach "Warhol" erscheinen. Allerdings behauptet ein Leaker, dass auch "Van Gogh" eingestellt worden sei.

via Videocardz (2), @MebiuW, @Vegeta

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Mobil & Desktop: Ryzen 6000H/U "Rembrandt" (Zen 3+)

Um den "Cezanne"-Nachfolger ranken sich bereits erste Gerüchte. Losgehen soll es mit "Rmbrandt" in der ersten Jahreshälfte 2022, die Prozessoren befinden sich Leaks zufolge bereits in der Massenproduktion.

Die Modelle werden im 6-nm-Verfahren für den neuen FP7-Sockel gefertigt, sollen DDR5-5200 unterstützen und mit bis zu 20 PCIe-4.0-Lanes erscheinen. Außerdem werden die Modelle wohl ein Leistungsspektrum von 45-65 Watt abdecken. Auf dem Datenblatt soll außerdem USB 4 stehen.

Dazu scheint sich herauszustellen, dass für Rembrandt ein Maximum von 12 Compute Units für die erstmals in einer AMD-APU integrierten Navi-2-Grafik zu erwarten ist. Das entspricht 768 Stream-Prozessoren. Auf L3-Cache und folglich auch auf Infinity Cache soll die iGPU verzichten

Wie bei mobilen Preozessoren häufiger der Fall, wird man "Rembrandt" wohl in die beiden Unterreihen 6000H ("High Performance") und 6000U ("Low Power") aufteilen. Allerdings ist auch die Sprache von 6000H/U-Modellen für Desktop.

via Videocardz (1, 2, 3), @Kepler_L2

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Desktop: Ryzen 7000 "Raphael" (Zen 4)

Der Nachfolger von "Warhol" erscheint voraussichtlich Ende 2022. Gerüchten zufolge soll es im Oktober bis November 2022 soweit sein, allerdings kann sich bis dahin noch viel ändern.

War die Modellreihe bisher hauptsächlich Spekulation, gibt es jetzt eine gewisse Sicherheit: Mehrere Quellen berichten von einer auf Zen 4 basierenden Produktlinie, hergestellt im 5-nm-Verfahren, mit dem Codenamen "Raphael".

Wie neuere Leaks zeigen, wird "Raphael" dabei wohl auf einen AM5-Sockel setzen, der im LGA-Design erscheinen soll. Bilder vom Design des Sockels zeigen einen integrierten Heatspreader (IHS) mit Einschnitten an den Seiten. Der AM5-Sockel soll unter anderem auch DisplayPort 2.0 unterstützen, wobei einem neueren Leak zufolge nicht der Support nur eingeschränkt verfügbar sein könnte.

Der neue Sockel soll unter anderem Unterstützung für DDR5 im Dual-Channel und PCIe-4.0 liefern. PCIe-5.0 wäre damit für "Raphael" vom Tisch und wird wohl der Server-Architektur "Genoa" und den Desktop-Modellen von Alder Lake-S vorbehalten bleiben. Dies bestätigte nun auch ein geleaktes Diagramm. Bei den Lanes sollen die neuen Prozessoren will man die Anzahl scheinbar auf 16+4+4 steigern.

Als iGPU wird in "Raphael" Leak zufolge Navi2 verbaut, die TDP wird mit 120 W angegeben. Es soll allerdings auch Pläne für Modelle mit bis zu 170 W geben. Erstmals wird mit Zen 4 die iGPU dabei nicht mehr den G-Serie-APUs vorbehalten bleiben, sondern "by design" Teil aller CPUs. Dennoch wird man auch dedizierte Modelle verkaufen, bei denen die iGPU deaktiviert ist.

Mitte Juli 2021 kommt von einem Leaker die Info, dass Zen 4 maximal mit 16 Kernen ausgestatet sein wird. Gamers Nexus und auch Patrick Schur von Hardwareluxx bestätigen dies. Letzterer sieht sogar 170W als maximalen TDP-Verbrauchswert.

Erste Kühler für Zen 4, die im Shop der chinesischen Seite "coolserver.com" auftauchten, sammelte der Leaker @9550pro. Bilder finden sich in einem Thread auf seinem Twitter-Account.

via Videocardz (2), @MebiuW, @sepeuwmjh, @Broly_X1, @ExecuFix (2, 3), Techpowerup, Chips and Cheese

Mobil: Ryzen U "Barcelo" (Zen 3)

Bei den für 2022 angesetzten "Barcelo"-Modellen soll es sich um einen Cezanne-U-Refresh handeln, der Lucienne-U vollständig ablöst.

via Videocardz

Mobil: Ryzen 7000 "Phoenix" (Zen 4)

Unter dem Codenamen "Phoenix" soll AMD an dem Nachfolger von "Rembrandt" arbeiten. Dabei soll das erste mal bei mobilen CPUs auf Zen 4 gesetzt werden.

Außerdem soll mit "Phoenix" ein neuer Sockel eingeführt werden. Dieser hört Leaks zufolge auf den Namen FP8.

Auch "Phoenix" soll als Zen-4-Produktreihe über iGPUs vom Typ Navi2 verfügen.

Neben DDR5-RAM soll auch PCIe 5.0 mit an Bord sein.

via Videocardz, Chips and Cheese

Mobil: Ryzen 7000 "Dragon Crest"

Der Nachfolger von "Van Gogh" erscheint voraussichtlich 2022. Es könnte sich auch nur um einen Refresh des Vorgängers handeln. Beide sollen in Tablets und Handhelds Verwendung finden, wenn "Van Gogh" denn noch auf dem Plan steht.

via Videocardz (2)

Mobil: Ryzen 8000 "Strix Point" (Zen 5 & Zen 4D)

Mit "Strix Point" bewegen wir uns aktuell noch sehr im Bereich des Spekulativen. Bisher hat nur eine einzige Quelle die APUs für Ryzen 8000 erwähnt. In dem Leak ist von einem Release 2024 die Rede.

"Strix Point" soll dabei auf das hybride Big-Little-Verfahren setzen, dass bei Konkurrent Intel bereits in diesem Jahr mit Alder Lake zum Einsatz kommt. Verbaut werden demnach bis zu 8 große Zen-5-Kerne und 4 kleinere Kerne mit dem Namen Zen 4D. Bei der Herstellung würde man laut dem Bericht auf das 3-nm-Verfahren von TSMC setzen. Beim RAM soll DDR5 verbaut werden.

Dies bestätigte auch ein weiterer Leak, der zusätzliche Details zur genauen Aufteilung der Verfahren enthielt. Demnach würden der Computer-Die im neueren 3-nm-Verfahren, der I/O-Die hingegen noch im älteren 5-nm-Verfahren gefertigt werden. Diese Aufteilung soll dann auch für GPUs mit RDNA 4 übernommen werden.

via @Avery78, @greymon55

Desktop: Ryzen 8000 "Granite Ridge" (Zen 5)

Ende Mai tauchte in Verbindung mit Ryzen 8000 erstmals auch der Codename "Granite Ridge" auf. Dabei scheint es sich um eine Desktop-Variante der neuen Generation zu handeln, welche das für Strix Point geplante Big-Little-Konzept vermutlich noch nicht umsetzt.

via videocardz.com, @Kepler_L2

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