Wann erscheinen neue CPUs?

Ryzen 5000, Ryzen 6000 und Co: Wann kommen neue AMD-CPUs?

© AMD

AMD startet mit den mobilen Ryzen 5000H-Modellen ins neue Jahr.

Bei AMD beginnt das Jahr mit den auf der CES 2021 vorgestellten mobilen Prozessoren der Ryzen-5000H-Reihe. Bereits ab Februar sollen erste Laptops mit den neuen Modellen erscheinen.

Daneben erwarten uns in der ersten Jahreshälfte außerdem einige weitere Desktop-Prozessoren der bereits erschienen Generation Ryzen 5000 sowie neue Threadripper-Modelle für Workstations.

Später in 2021 könnten dann mit "Warhol" bereits erste Ryzen-6000-CPUs für Desktop folgen. Um was genau es sich bei den ebenfalls für 2021 angedachten mobilen "Van Gogh"-APUs handelt, ist noch etwas unklar. Allerdings werden sie Ryzen 5000H mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht ablösen, sondern ein paralleles Angebot darstellen.

2022 geht es dann wohl mit den Desktop-Modellen "Raphael" und den mobilen Prozessoren von "Rembrandt", "Barcelo" und "Dragon Crest" weiter. Hier ist die Informationslage allerdings noch sehr dünn und spekulativ.

Anstehende Termine

  • ab Februar 2021: AMD Ryzen 5000H/U-Laptops
  • ab März 2021: AMD Ryzen Threadripper Pro
  • ab Jahresmitte 2021: AMD 6000 "Warhol"

Mobil: AMD Ryzen 5000H/U "Cezanne" (Zen 2 / Zen 3)

Auf der CES 2021 stellte Intel mit Ryzen 5000H und Ryzen 5000U seine neuen mobilen Prozessoren vor. Erste Laptops mit den CPUs, die teilweise auf AMDs neue Zen-3-Architektur setzen, sollen im ersten Quartal, voraussichtlich bereits ab Februar 2021, erscheinen.

Während die auf Performance ausgelegten H-Modelle bereits alle auf Zen 3 setzen, erscheinen die günstigeren U-Modelle teilweise auch noch mit Zen 2. Um die Architekturen zu unterscheiden, verpasst AMD den U-Serien mit Zen 3 gerade Zahlen hinter der Versionszahl (5800U, 5600U) und den Zen-2-Modellen ungerade Zahlen (5700U, 5500U). Dabei erweitert AMD die U-Modelle zusätzlich wohl um zwei für Business-Notebooks ausgelegte Pro-Varianten. Diese erscheinen demnach unter anderem mit einer Verschlüsselungsfunktion für den Systemspeicher sowie Unterstützung für den Microsoft Endpoint Manager.

Unabhängig von der Architektur sind die neuen Prozessoren im 7-nm-Verfahren gefertigt. Als internen Grafikchip setzt man auf die Vega-iGPU. Beim Speicher sollen die mobilen Ryzen-5000-Prozessoren sowohl DDR4 als auch LPDDR4X unterstützen.

Dank mehr Kernen und bis zu 20 PCIe-Lanes sollen die neuen mobilen Prozessoren dabei zumindest die Tiger-Lake-H35-Modelle von Intel in die Tasche stecken. Wie sich die Sache verhält, wenn Intel mit Tiger-Lake-H45 nachlegt, muss sich aber noch zeigen.

Insgesamt will man mit Ryzen 5000H/U trotz ähnlichre Kernanzahl wie bei den Vorgängermodellen einen IPC-Uplift von bis zu 16 Prozent erreichen.

Bekannte Ryzen-5000-U-Modelle:

  • Ryzen 3 5300U: Zen 2, 4 Kerne/8 Threads, 2,6 GHz Basistakt und 3,85 GHz Boosttakt, 4 MB L3-Cache, 10-25 W TDP, 6 CU @ 1,5 GHz
    • Cinebench R20: 441 Single-Thread Performance, 2058 Multi-Thread Performance
  • Ryzen 5 5500U: Zen 2, 6 Kerne/12 Threads, 2,1 GHz Basistakt und 4,0 GHz Boosttakt, 8 MB L3-Cache, 10-25 W TDP, 7 CU @ 1,8 GHz
    • Cinebench R20: 458 Single-Thread Performance, 2616 Multi-Thread Performance
  • Ryzen 5 5600U: Zen 3, 6 Kerne/12 Threads, 2,3 GHz Basistakt und 4,2 GHz Boosttakt, 12 MB L3-Cache, 10-25 W TDP, 7 CU @ 1,8 GHz
    • Cinebench R20: 536 Single-Thread Performance, 3067 Multi-Thread Performance
  • Ryzen 7 5700U: Zen 2, 8 Kerne/16 Threads, 1,8 GHz Basistakt und 4,3 GHz Boosttakt, 8 MB L3-Cache, 10-25 W TDP, 8 CU @ 1,9 GHz
    • Cinebench R20: 494 Single-Thread Performance, 3393 Multi-Thread Performance
  • Ryzen 7 5800U: Zen 3, 8 Kerne/16 Threads, 1,9 GHz Basistakt und 4,4 GHz Boosttakt, 20 MB L3-Cache, 10-25 W TDP, 8 CU @ 2,0 GHz
    • Cinebench R20: 551 Single-Thread Performance, 3655 Multi-Thread Performance
    • CPU-Z: 592 Single-Threaded Benchmark, 3812 Multi-Threaded Benchmark

Bekannte Ryzen-Pro-5050-U-Modelle:

  • Ryzen 5 5650U: Zen 3, 6 Kerne/12 Threads, 4,2 GHz Boosttakt, 19 MB L3-Cache
  • Ryzen 7 5850U: Zen 3, 8 Kerne/16 Threads, 1,9 GHz Basistakt und 4,4 GHz Boosttakt, 20 MB L3-Cache, 8 CU @ 2,0 GHz

Bekannte Ryzen-5000-H-Modelle:

  • Ryzen 5 5600H: Zen 3, 6 Kerne/12 Threads, 3,3 GHz Basistakt und 4,2 GHz Boosttakt, 45 W TDP, 7 CU @ 1,8 GHz, auch als HS-Version
  • Ryzen 7 5800H: Zen 3, 8 Kerne/16 Threads, 3,2 GHz Boosttakt und 4,4 GHz Boosttakt, 45 W TDP, 8 CU @ 2,0 GHz, auch als HS-Version
  • Ryzen 9 5900H: Zen 3, 8 Kerne/16 Threads, 45 W TDP, 8 CU @ 2,1 GHz
  • Ryzen 9 5900HX: Zen 3, 8 Kerne/16 Threads, 3,3 GHz Basistakt und 4,7 GHz Boosttakt, 45+ W TDP, 8 CU @ 2,1 GHz, auch als HS-Version
  • Ryzen 9 5980HX: Zen 3, 8 Kerne/16 Threads, 3,3 GHz Basistakt und 4,8 GHz Boosttakt, 45+ W TDP, 8 CU @ 2,1 GHz, auch als HS-Version
    • Cinebench R20 (für HS-Version): 601 Single-Thread Performance, 4849 Multi-Thread Performance
    • PassMark: 3365 Thread-Mark, 24039 CPU-Mark
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Desktop: AMD Ryzen 5000 "Vermeer" & "Cezanne" und Threadripper Pro (Zen 3)

Neben den mobilen Prozessoren stellte AMD des weiteren zwei neue Desktop-CPUs für die bereits erschienene 5000er-Reihe vor. So sollen neben den veröffentlichten Ryzen 9 5900X und Ryzen 9 5800X auch die X-losen Modelle 5900 und 5800 erscheinen. Diese Modelle ohne das X-Suffix erscheinen meist mit niedrigeren Taktraten und Wattanforderungen als die größeren Geschwister.

Außerdem werden mindestens drei neue Prozessoren der G-Serie für Ryzen 5000 erwartet. Die Modelle Ryzen 5 5600G und Ryzen 7 5700G erscheinen beide mit integrierter Vega-iGPU. Damit erscheinen "Cezanne"-Prozessoren nicht mehr nur für Mobile, sondern auch für Desktop. Auch sollen die Modelle ebenfalls als Pro-Versionen für Business-Anwender erscheinen, viel ist über diese Varianten allerdings noch nicht bekannt.

Ob die Modelle neben OEM-Partnern auch Einzelkundinnen und -kunden zur Verfügung stehen, ist allerdings fraglich. Der Vollständigkeit halber seien sie an dieser Stelle dennoch aufgeführt.

Auf jeden Fall verfügbar werden hingegen die ebenfalls auf der CES vorgestellte Threadripper-Pro-Modelle sein. Die besonders für Workstations gedachten Prozessoren sollen bereits ab März 2021 in den Läden stehen. Die drei Modelle erscheinen mit bis zu 64 Kernen, RDIMM- und LRDIMM-Unterstützung und 128 PCIe-4.0-Lanes.

Bekannte Ryzen-5000-Cezanne-Modelle:

  • Ryzen 3 5300G: 4 Kerne/8 Threads, 16 MB L3-Cache, 65 W TDP
  • Ryzen 3 Pro 5350G: 4 Kerne/8 Threads, 16 MB L3-Cache, 65 W TDP
  • Ryzen 5 5600G: 6 Kerne/12 Threads, 16 MB L3-Cache, 65 W TDP
  • Ryzen 5 Pro 5650G: 6 Kerne/12 Threads, 16 MB L3-Cache, 65 W TDP
  • Ryzen 7 5700G: 8 Kerne/16 Threads, 3,8 GHz Basistakt und 4,4 GHz Boosttakt, 16 MB L3-Cache, 65 W TDP
    • Geekbench 5: 1304 Single-Core Score, 8717 Multi-Core Score
    • CPU-Z: 614 Single-Threaded Benchmark, 6292 Multi-Threaded Benchmark
  • Ryzen 7 Pro 5750G: 8 Kerne/16 Threads, 3,8 GHz Basistakt und 4,4 GHz Boosttakt, 16 MB L3-Cache, 65 W TDP
    • CPU-Z: 660 Single-Threaded Benchmark, 6898 Multi-Threaded Benchmark

Bekannte Ryzen-5000-Vermeer-Modelle:

  • Ryzen 9 5800: Zen 3, 8 Kerne/16 Threads, 3,4 GHz Basistakt, 4,6 GHz Boosttakt, 65 W TDP
  • Ryzen 9 5900: Zen 3, 12 Kerne/24 Threads, 3,0 GHz Basistakt, 4,7 GHz Boosttakt, 65 W TDP

Bekannte Ryzen-Threadripper-Pro-Modelle:

  • Ryzen Threadripper Pro 3955WX: 16 Kerne/32 Threads, 3,9 GHz Basistakt, 4,3 GHz Boosttakt, 72 MB Cache, , 280 W TDP
  • Ryzen Threadripper Pro 3975WX: 32 Kerne/64 Threads, 3,5 GHz Basistakt, 4,2 GHz Boosttakt, 144 MB Cache, 280 W TDP
  • Ryzen Threadripper Pro 3995WX: 64 Kerne/128 Threads, 2,7 GHz Basistakt, 4,2 GHz Boosttakt, 288 MB Cache, 280 W TDP
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Desktop: Ryzen 6000 "Warhol" (Zen 3+)

Neben den bereits präsentierten "Cezanne"-Modellen wird AMD 2021 wohl noch zwei weitere Reihen an den Start bringen. Erstere davon hört auf den Codenamen "Warhol" und wird wohl zur Jahresmitte erscheinen. Bisher ist wenig bekannt, allerdings wird auch "Warhol" wieder auf Zen 3 setzen und im 7-nm-Verfahren gefertigt werden. Außerdem wird auch hier wieder PCIe-4.0 zum Einsatz kommen.

Bei "Warhol" könnte es sich Expertenstimmen zufolge entweder um einen Refresh für die aktuellen "Vermeer"-Desktop-CPUs handeln oder um eine Übergangsserie vom AM4- zum AM5-Sockel.

Mobil: Ryzen 6000 "Van Gogh" (Zen 2)

Auch über die andere geplante Reihe, "Van Gogh", ist aktuell wenig bekannt. Die auf Zen 2 basierende Serie wird wohl ebenfalls auf 7 nm setzen. In einer geleakten Grafik (via "Videocardz") taucht in Verbindung mit der Reihe die Abkürzung "CVML" auf. Diese steht anscheinend für "Computer Vision and Machine Learning".

"Van Gogh" wird als APU vermutlich neben "Cezanne" laufen, laut einem Leaker soll es sich dabei um Premium-APUs handeln, die mit einer TDP von 9 Watt erscheinen und auf DDR5 setzen werden.

"Van Gogh" wird voraussichtlich erst nach "Warhol" erscheinen.

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Mobil: Ryzen 6000H/U "Rembrandt" (Zen 3+)

Um den "Cezanne"-Nachfolger ranken sich bereits erste Gerüchte. Die voraussichtlich 2022 erscheinenden Modelle werden demnach im 5- oder 6-nm-Verfahren gefertigt, sollen DDR5-5200 unterstützen und mit bis zu 20 PCIe-4.0-Lanes erscheinen. Außerdem werden die Modelle wohl ein Leistungsspektrum von 45-65 Watt abdecken.

Desktop: Ryzen 7000 "Raphael" (Zen 4)

Der Nachfolger von "Warhol" erscheint voraussichtlich 2022.

Mobil: Ryzen U "Barcelo" (Zen 3)

Bei den für 2022 angesetzten "Barcelo"-Modellen soll es sich um Cezanne-U-Refresh handeln, der Lucienne-U vollständig ablöst.

Mobil: Ryzen 7000 "Phoenix" (Zen 4)

Unter dem Codenamen "Phoenix" soll AMD an dem Nachfolger von "Rembrandt" arbeiten. Dabei soll das erste mal bei mobilen CPUs auf Zen 4 gesetzt werden.

Außerdem soll mit "Phoenix" ein neuer Sockel eingeführt werden. Dieser hört Leaks zufolge auf den Namen FP8.

Neben DDR5-RAM soll auch PCIe 5.0 mit an Bord sein.

Mobil: Ryzen "Dragon Crest"

Der Nachfolger von "Van Gogh" erscheint voraussichtlich 2022. Es könnte sich auch nur um einen Refresh des Vorgängers handeln.

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