Smart-Home

Amazon Echo vs. Google Home: Steuerung, Stimmerkennung und mehr

  1. Amazon Echo vs. Google Home im Vergleichstest - Welcher smarte Lautsprecher ist besser?
  2. Amazon Echo vs. Google Home: Steuerung, Stimmerkennung und mehr

Assistenten erweitern

Alexa-Skills sind Drittanbieter-Apps und erweitern die Lautsprecher um zusätzliche Funktionen. In den Erweiterungen sind die Reaktionen auf bestimmte Begriffe und die nötigen Datenbankabfragen oder Steueranweisungen enthalten. 

So können Sie etwa per Sprache ein Taxi bestellen, an einem Wissensquiz teilnehmen oder Fahrplanauskünfte erfragen. Amazon betreibt einen Store mit gut 3.000 Skills – entsprechend vielfältig ist Alexa aufrüstbar. 

Actions sind Googles Antwort auf Skills, doch das Angebot ist noch äußerst bescheiden. Vorteil der Actions: Sie müssen nicht wie bei Amazon im Store aktiviert werden, sondern lassen sich direkt ansprechen, etwa über Rede mit Otto für die Action Otto-Versand.

Alexa App Amazon Echo Dot

© Amazon

Im Lampen-Steuerungsmenü der App zum Amazon Echo Dot können Nutzer bequem zwischen einzelnen Geräten auswählen.

Individualisierte Stimmerkennung 

 Google Home kann auf Wunsch auf verschiedene Stimmen im Haushalt reagieren, was praktisch ist, wenn Sie den Lautsprecher in größeren Haushalten verwenden. Das System erkennt automatisch, welcher Nutzer gerade Befehle ausspricht. Dazu lernt Google die Stimmprofile mit Trainingssätzen. 

 Anschließend berücksichtigt der Smart-Home-Lautsprecher für personalisierte Antworten und Aktionen die Termine, Erinnerungen und Einstellungen des betreffenden Bewohners. Auch Alexa kann Nutzer an der Stimme unterscheiden, vorerst aber nur in den USA. Ein Pluspunkt von Alexa sind Routinen, mit denen Sie eigene Sprachbefehle wie Guten Morgen einrichten.  

Sie lösen mehrere Aktionen mit einem Kommando aus und können etwa das Licht in Bad und Küche einschalten, den Wetterbericht vorlesen und die voraussichtliche Fahrzeit zur Arbeit verraten. Google-Home-Nutzer können zwar mit Verknüpfungen eigene Befehle definieren, eine Routine-Funktion will Google jedoch erst noch nachliefern.

Smart-Home-Geräte steuern

Eine Kernfunktion der Lautsprecher ist die Verknüpfung smarter Geräte im Haushalt wie Lampen, schaltbare Steckdosen oder Thermostate. Damit lassen sich Lichter auf Zuruf ein- und ausschalten oder dimmen, Rollläden und Markisen steuern und die Heizung dirigieren. Das verbessert den Bedienkomfort, denn die Hände bleiben frei. 

Die Liste der in die Sprachassistenten integrierbaren Geräte ist bei Amazon deutlich länger. Unterstützt werden nahezu alle großen Anbieter und auch exotische Komponenten. Amazon und Google arbeiten mit dem Automatisierungsdienst IFTTT zusammen, der Webanwendungen und smarte Geräte vernetzt, die normalerweise nicht direkt miteinander kommunizieren. 

Was die Auswahl der für die Lautsprecher angebotenen Rezepte betrifft, liegt Alexa vor dem Google-Sprachassistenten. Eine Besonderheit beim Amazon Echo Plus ist der integrierte Smart-Home-Hub, über den sich kompatible Geräte wie Lampen oder Zwischenstecker auch ohne den Hub des betreffenden Herstellers steuern lassen. Das klappt mit Grundfunktionen wie Licht an, Licht aus und Dimmen ganz gut. Zum Ansprechen aller Gerätefunktionen und für Firmware-Updates benötigen Sie trotzdem den Hersteller-Hub.

Google Home App

© Google

Die klugen Funklautsprecher von Amazon und Google steuern Smart-Home-Geräte wie Lampen, Schalter, Steckdosen und Heizungsthermostate über Sprachbefehle.

Schrittweise neue Funktionen

Amazon und Google erweitern ihre Assistenten dynamisch per Online-Update, wobei Google das höhere Tempo vorlegt. Die automatischen Updates sind möglich, weil beide Systeme nicht lokal arbeiten, sondern die kognitiven Fähigkeiten und die Wissensdatenbanken der Hersteller-Clouds nutzen. 

Google Home beherrscht seit Kurzem das schmerzlich vermisste Erstellen von Erinnerungen und kann Sprachdurchsagen an verknüpfte Lautsprecher senden. Sprachnachrichten und kostenlose Telefonate auch zu anderen Kontakten wie bei Alexa von Echo zu Echo oder zwischen Echo und Alexa-App erlaubt Google Home bislang nicht. 

Das bedeutet: Nur Amazon-Geräte lassen sich wie ein Haustelefon und für Gratisanrufe zu Freunden und Familienmitgliedern nutzen. Die Freischaltung der Telefonfunktion erfolgt in der Alexa-App über Ihre Mobilfunkrufnummer und das Synchronisieren des Adressbuchs.

Welcher Assistent ist schlauer?

Weder Amazon Echo noch Google Home sind Alleskönner. Ihre Talente entfalten sie erst im Verbund mit Musikabos und Smart-Home-Geräten. Dank Skills bietet Amazon derzeit mehr Nutzwert. Mit Kontextanalyse und häufigen Updates könnte Google Amazon schon bald vom Thron stoßen.

Amazon Echo Dot Testsiegel Testsieger

© PC-Magzain / Amazon

PC-Magazin vergleicht Amazon Echo und Google Home miteinander. Doch Amazon Echo trägt den Sieg davon.

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