Vorsicht in Communities wie Facebook & Co.

Allgemeine Sicherheitsaspekte

3.3.2010 von Redaktion pcmagazin und Wolf Hosbach

ca. 2:20 Min
Ratgeber
  1. Hacker und Trojaner in Facebook-Apps und Twitter - Communities in Gefahr
  2. Fehlalarm
  3. Allgemeine Sicherheitsaspekte

Viele Sicherheitsfragen betreffen nicht nur den Umgang mit Communites speziell, sondern gelten ganz allgemein.

Antiviren-SoftwareSie schützt vor Trojanern, Würmern, Phishing-Mails und oft auch korrupten Webseiten.

Firewalls Die Firewall verhindert, dass ein Trojaner unbemerkt Kontakt mit seinem betrügerischen Strippenzieher aufnimmt.

Sichere Passwörter Diese sollten möglichst lang sein, mindestens 8, besser 15 Zeichen und keinen Begriff einer Sprache enthalten. Außerdem sollte der Anwender sie öfters wechseln und zumindest für kritische Dienste (Bank, E-Mail) eigene verwenden. Sicherheitsabfragen ebenso behandeln.

Updates Das Betriebssystem, alle Internet- und alle Sicherheitsprogramme sollten regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden. Die meisten verfügen über automatische Updates.

Schädlinge in Communities
© Archiv

Downloads Vorsicht mit sämtlichen Downloads und Updates von irgendwelchen Webseiten. Für Updates der Plug-ins sollte der Anwender immer die Seite des Herstellers besuchen. Andere Programme finden sich in geprüften Download-Archiven (z.B. downloads.magnus.de)

Der Anwender sollte speziell in Communities folgendes beachten:

Datenschutz Jeder sollte sich drüber klar sein, dass alle Daten, auch versteckte, in Netzwerken letztendlich zugänglich sind. Daten, die man schützen möchte, sollte man schlichtweg nicht online Preis geben.

Vorsicht bei Nachrichten Der Netzwerker sollte jede Kommunikation, ob per direkte Nachricht, per Chat, per Pinnwand oder per E-Mail, mit einer Spur Misstrauen behandeln. Gerade Links sollte er nicht unbedacht öffnen. Im Zweifelsfall nachfragen, vielleicht den Absender auf persönliche Themen ansprechen, die seine Identität bestätigen können.

Apps überwachen Die vielen Apps in Facebook und zunehmend auch in anderen Netzwerken haben vollen Zugriff auf das komplette Profil. Deswegen sollte der Anwender diese Anwendungen nur kurzfristig zulassen, wenn er sie benutzt, und dann wieder deaktivieren.

Sicherheitswarnungen weitergeben Wer auf eine Trojaner-Warnung in einem Netzwerk gestoßen ist (zum Beispiel hier: www.facebook.com/security, sollte diese an seine Freunde per Statusmeldung weitergeben, so dass sie sich möglichst rasch verbreitet.

Geknackter Account - was dann? Wenn Cracker ein Konto gestohlen haben, hat der Besitzer oft die Möglichkeit, das Passwort zurücksetzen und sich ein neues Passwort per Mail schicken zu lassen.

Ist das nicht möglich, oder hat der Cracker die Mail-Adresse bereits geändert, so muss der Bestohlene sich an den Support wenden und hoffen, dass er dort Hilfe bekommt.

Bildergalerie

Schädlinge in Communities

Facebook-Trojaner

Schädlinge in Communities

Vorsicht Phishing

Nach wie vor ist Phishing die Hauptbedrohung im Internet, denn wenn es um das Bankkonto geht, hat sie massive materielle Folgen. Meist sind die Banken zwar kulant, denn sie fürchten den Vertrauensverlust ins Online-Banking. Sie erstatten das Geld zurück, aber der Kunde hat keinen direkten Rechtsanspruch darauf. Gerichte haben sehr verschieden dazu geurteilt. Der Branchenverband Bitkom rechnet dieses Jahr mit 2900 Fällen von Bankkontobetrug, das entspricht einer Zunahme von fünfzig Prozent.

Der Schaden liegt im Durchschnitt bei 4800 Euro. Das BKA registrierte 167 000 Fälle von Internetkriminalität, und Präsident Jörg Ziercke bezeichnete Phishing als "Bankraub des digitalen Zeitalters". Gerade Communities, die in der Standardeinstellung eine Vielzahl an Mails versenden, verleiten zum unbedachten Anklicken und Einloggen.

Der Cracker kann einen abgephishten Account für eine Vielzahl von Betrügereien verwenden, wie im Artikel geschildert. Das persönliche Umfeld des Opfers und seiner Kontakte bieten weit reichende Ansatzpunkte, um sich Vertrauen zu erschleichen. Der Täter reichert sich mit Spezialwissen an, das er für Identitätsdiebstahl, Geldbetrug oder sogar handfeste Wohnungseinbrüche oder Betrug an der Haustüre verwendet.

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