Ratgeber: 3D-Animation

7 Tipps zur 3D-Animation mit iClone4

22.8.2012 von Peter Knoll

Das 3D-Filmproduktionsprogramm iClone4 von Reallusion ermöglicht die Gestaltung komplexer Filmszenen komplett im PC. Spielen Sie mit dem vorgefertigten Content James Cameron und drehen Ihren eigenen Avatar.

ca. 3:35 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
iClone4
iClone4
© Hersteller/Archiv
iClone 4 Ausführungsmenü
Ein Rechtsklick auf Figuren und Objekte öffnet das Ausführungsmenü.
© Hersteller/Archiv

Das Echtzeit-Animationsprogramm iClone4 punktet durch eine übersichtliche Oberfläche und einfache Bedienung. Die obere Menüzeile führt durch alle Gestaltungsebenen des Projekts. Alle sieben Arbeitsschritte erscheinen von Projekt über Bühne, Szene, Darsteller, Animation und Export chronologisch hintereinander. Die Steuerungs- und Werkzeugleiste finden Sie direkt darunter. Links ist das Fenster des Inhalt-Managers. Ziehen Sie von dort per Drag & Drop die gewünschten Zutaten auf den Hauptbildschirm in der Bildmitte. Im Szene-Manager darunter wählen Sie importierte Bildzutaten und können diese dort ein- und ausschalten. An der rechten Bildkante zeigt das Menüfeld Eigenschaften alle justierbaren Features des angewählten Objekts. Die Abspielleiste unterhalb des Hauptbildschirms steuert die Videowiedergabe, wahlweise im Editor- oder im Regiemodus.

Tipp 1: Emotionen und Bewegungen erzeugen

iClone 4 Bewegungssteuerung
Übersichtliche Anwahl von Körperteilen für die Bewegungssteuerung
© Hersteller/Archiv

Wählen Sie im Menü Darsteller einen Avatar-Schauspieler aus. Wenn Sie jetzt mit der rechten Maustaste auf die Figur klicken, gelangen Sie zum Ausführungsmenü. Dort sind bereits viele emotionale Gesten und Bewegungen enthalten, die sich auswählen und hintereinander anfügen lassen. Weitere Presets für Bewegungen können Sie aus dem Inhalt-Manager holen und auf die Figur ziehen. Jede Animation erzeugt in der Abspielleiste eine farbige Markierung. Setzen Sie verschiedene Animationsvorlagen nebeneinander.

Bei der Erstellung von komplexeren Animationen kontrollieren Sie den Ablauf besser in der Timeline. Dafür müssen Sie die Timeline- Ansicht in der Abspielleiste anschalten. Jede Animation hinterlässt dort eine farbige Markierung, die zeitlich verändert und anders positioniert werden kann.

Wenn Sie eigene Bewegungen erzeugen möchten, wählen Sie hierzu unter Animation das Menü Bewegungsebene bearbeiten in den Eigenschaften. In der nun erscheinenden Menütafel wählen Sie die Körperteile einzeln und bewegen sie durch Anfassen und Ziehen nach Wunsch.

Tipp 2: Selbstgemachte Fotos importieren

iClone 4 Portraitaufnahmen
Eigene Portraitaufnahmen können in iClone4 leicht importiert und angepasst werden.
© Hersteller/Archiv

Beglücken Sie Ihren synthetischen Darsteller mit einem Foto Ihres Gesichts. Dazu importieren Sie einen Avatar-Schauspieler in Ihr Projekt. Mit dem Befehl Bild laden im Gesicht-Untermenü importieren Sie ein Foto nach iClone4. Nehmen Sie dazu eine Aufnahme, in der der Fotografierte direkt in die Kamera blickt. Stellen Sie in iClone den bildwichtigen Ausschnitt des Gesichts ein. Nun bringen Sie iClone bei, wo die gesichtswichtigen Merkmale wie Augen, Augenbrauen, Nase und Mundbereich liegen. Das Programm führt automatisch durch die weiteren Schritte.

Am genauesten klappt die Abstimmung zwischen Foto und Avatar, wenn Sie dazu die Vergrößerung anschalten. Speichern Sie zuletzt das so bearbeitete Gesicht im Inhalt-Manager des Programms.

Tipp 3: Charakter-Design

iClone 4 Körperstil-Editor
Egal ob dünn oder kräftig: Der Körperstil-Editor ermöglicht eine Vielzahl von Modifikationen des Avatars.
© Hersteller/Archiv

Die in iClone4 vorhandenen Schauspieler können Sie modifizieren und dadurch eine Menge neuer Figuren erschaffen. Wählen Sie hierzu die Registerkarte Darsteller. In der Zeile des Untermenüs finden Sie alle einstellbaren Faktoren. Verändern Sie die Körperform oder -größe, Haut- und Haarfarbe, wechseln Sie Kleidung, Schuhe und Accessories.

Tipp 4: Landschaften mit Texturen gestalten

iClone 4 Vorlagen-Set
Mit dem reichhaltigen Vorlagen-Set gestalten Sie eindrucksvolle künstliche Umgebungen.
© Hersteller/Archiv

Stellen Sie zuerst in den Programmeinstellungen (Hammer-Symbol) den höchsten Wert unter Maximale Texturengröße ein. Damit erhalten Sie bestmögliche Renderqualität.

In der Registerkarte Szene wählen Sie im Submenü Landschaft eine vorkonfigurierte Vorlage und ergänzen diese mit Wolken aus dem Submenü Himmel. Das geht ganz einfach durch Ziehen der Symbole aus dem Inhalt-Manager auf die Arbeitsfläche. Fügen Sie auf die gleiche Weise Bäume, Gras und Wasser hinzu. In der Menübox Eigenschaften können Sie die verfügbaren Parameter der jeweiligen Objekte zusätzlich justieren.

Häuser können Sie aus Quadern erstellen. Eine Ansammlung davon finden Sie im Untermenü Requisiten. Versehen Sie diese im Menü Eigenschaften mit einer passenden Materialstruktur. Übrigens lassen sich sogar Videoclips als Texturen verwenden.

Tipp 5: HDR-Effekte verwenden

iClone 4 HDR
Überirdische Bildverfremdungen erzielen Sie via HDR.
© Hersteller/Archiv

Surreale Lichtstimmungen erzeugen Sie mit dem HDR-Effekt. Mit den Tasten Schein und Streuung bringen Sie die hellen Bereiche zum glänzen. Kantenunschärfe lässt diffuses Licht von den voreingestellten Bildbereichen strahlen. Justieren Sie den Effekt, indem Sie die Werte für Gauss-Intensität und Belichtung verfeinern.

Besonders schick: Mit der Blendenfunktion fügen Sie unterschiedliche Linseneffekte samt Lichtstreuung hinzu.

Tipp 6: Licht individuell verwenden

iClone 4 warmfarbiges Seitenlicht
Durch ein warmfarbiges Seitenlicht wirkt der Darsteller authentischer.
© Hersteller/Archiv

Erst die richtige Belichtung macht eine Szene effektiv. Gehen Sie unter der Registerkarte Bühne in das Submenü Licht. Dort können Sie unter Eigenschaften das Umgebungslicht justieren (Ambient Light). Den Zugriff auf das Hauptlicht (Ausrichtungslicht) erhalten Sie in der Box des Szene-Managers. Zur Steuerung der Beleuchtungsrichtung verschieben Sie die Beleuchtungslinie des Darstellers. Dort finden sich auch jeweils vier Spot- und Punktlichter. Durch Anwählen der Lichtquelle lässt sich diese im dreidimensionalen Raum bewegen. Die Lichtqualität aller Lichtquellen lässt sich in den Eigenschaften von weich bis hart justieren und einfärben.

Tipp 7: Bewegungsanimation mit Pfaden

3D-Objekte, egal ob Gegenstände oder Figuren, lassen sich anhand vorgegebener Pfade bewegen. Im Submenü der Registerkarte Animation findet sich die Taste Pfad erstellen. Zeichnen Sie den Pfad, indem Sie Kontrollpunkte hinzufügen. Das Programm verbindet diese mit einer weichen bezierähnlichen Rundung. Mit der ESC-Taste verlassen Sie die Pfad-Erstellung. Mit dem Button Pfad bearbeiten ändern Sie die Punkte oder fügen neue hinzu. Die Verknüpfung des 3D-Objekts mit dem Pfad erfolgt im Rechtsklick-Menü des Objekts. Selbst konstruierte Pfade lassen sich in der Bibliothek des Content Manager speichern.

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links

Marvel-Filme- und -Serien: Das ist die richtige Reihenfolge

Neuerscheinungen in der Übersicht

Netflix: Neue Filme und Serien

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights

Amazon Prime Video: Neuheiten

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

Gimp,Tricks,Bilderbearbeitung,Tipps,Tutorial

Photoshop-Alternative

Gimp Tutorial: Erste Schritte für bessere Bilder

Das Bildbearbeitungsprogramm Gimp ist eine kostenlose, komfortabele Alternative zu Photoshop. In unserem Tutorial geben wir Tipps für Einsteiger.

Foto Cloud Services Test

Bildbearbeitung

Bilder online bearbeiten in der Cloud

In der Cloud zeigen junge Firmen innovative und kreative Konzepte für die Bildbearbeitung. Für jede denkbare Aufgabe finden sich spezielle Dienste.…

Pixlr-o-matic

Workshop

Bilder online bearbeiten mit Pixlr-o-matic

Bei Pixlr-o-matic bearbeiten Sie Ihre Bilder online mit einem spannenden und innovativen Bedienkonzept: Regler und Knöpfe statt Pinsel und Menüs. Der…

Multimedia Tools

Für Fotos, Videos und Musik

8 geniale Multimedia-Tools

Videos von YouTube herunterladen, Musikdateien konvertieren: Diese 8 genialen Programme helfen bei der Bearbeitung von Multimedia-Dateien.

Links: original; Rechts: bearbeitet

Rohdaten

RAW-Format: Bilder bearbeiten, öffnen und umwandeln

Viele Kameras speichern Fotos verlustfrei als Negativ im RAW-Format ab. Wir zeigen, wie Sie RAW-Bilder bearbeiten, öffnen und umwandeln.