Smart TVs & Co.

3D-Fernsehern

1.2.2012 von Volker Straßburg und Roland Seibt

ca. 3:30 Min
Ratgeber
  1. Große TV Kaufberatung
  2. Digitalempfang und USB-Recording
  3. 3D-Fernsehern

Das i-Tüpfelchen: 3D

Die Check-Punkte im Überblick

Bildgröße: Welche Diagonale ist für Sie passend? Das Verhältnis zwischen Bildgröße und Sitzabstand muss stimmen. Auch die integrierte 3D-Technik zählt - und Ihr persönlicher Heimkino-Stil.

LCD oder Plasma: In der Bildqualität nähern sich die Techniken immer weiter an. Ausschlaggebend werden zunehmend andere Faktoren wie etwa der Stromverbrauch sein.

LED-Techniken: LED Backlight hat viele Qualitätsvorteile. Diese variieren allerdings je nachdem, ob Edge oder Direct LED im Einsatz ist.

Multimedia-Erlebnis: Je nach Wahl der Ausstattung dürfen Sie den TV mit anderen Geräten vernetzen und sogar Internet-Dienste aufrufen.

Recording: Hochwertige Fernseher machen Set-Top-Boxen und Festplatten-Receiver überflüssig. Aber nur fast: Denn je nach Anspruch kanneine Arbeitsteilung Vorteile bringen.

Digital-TV: Digitale TV-Übertragung beschert die besten Bilder. Doch erst eine passende Entschlüsselungstechnik macht sie zukunftssicher.

3D: Zwischen den aktuellen 3D-Techniken existieren nicht nur preisliche, sondern auch qualitative Unterschiede. Kreisen Sie Ihre Präferenzen ein.

Design: Ob Material oder Form, die TV-Welt bietet für jeden Geschmack die passende Auswahl. Selbst extravagante Wünsche werden erfüllt.

Bedienung: Smartphones und Tablet-PCs revolutionieren die Bedienung des Fernsehers. Die Steuer-Apps unterscheiden sich jedoch im Detail.

Klang: Nicht immer genügt die Tonqualität des Fernsehers den Ansprüchen. Hier gilt: hinhören und eventuell mit einem Soundbar oder einer AV-Anlage aufrüsten.

Jeder muss selbst herausfinden, ob er 3D braucht oder nicht. Das Video-HomeVision-Team meint: Ein zusätzlicher Spaß und ein bereicherndes Filmerlebnis ist 3D auf jeden Fall. Der Spaß hat jedoch seinen Preis, somit ist die Technik allein im High-End-Segment zu finden. Dort sind auch die meisten der genannten Ausstattungsmerkmale selbstverständlich. Eine Entweder- oder-Entscheidung muss man also nicht fällen.

Zwischen 3D-Fernsehern bestehen erhebliche Qualitätsunterschiede. Diese beruhen zuvorderst auf den verwendeten 3D-Prinzipien Shutter und Polarisation. Doch selbst bei gleicher Technik unterscheidet sich die Bildwirkung beträchtlich.

Die Shuttertechnik verursacht häufig Überlagerungen der Blickperspektiven (Übersprechen), was Doppelkonturen zur Folge hat und die Tiefenwirkung reduziert. Diesem Ausrutscher kommen Sie beim Ausprobieren am schnellsten mit kontraststarken Bildern auf die Schliche. Tendenziell zeigen Plasma-TVs wegen der kurzen Reaktionszeit ihrer Gaszellen kaum Doppelkonturen. Bei LCDs herrscht die Scanning-Backlight-Technik vor.

Auch das Polarisationsprinzip zeigt Übersprechen. Allerdings erst, wenn man schräg von unten oder oben auf den Schirm blickt. Stärker wiegt daher die Halbierung der Bildzeilen pro 3D-Perspektive. Sie verringert den Schärfeeindruck und verursacht abgestufte Motivkanten. Man muss daher einen größeren Sehabstand als bei Shutter-TVs einnehmen. Falls Sie bei der TV-Wahl das Größenlimit ausloten, sollten Sie das berücksichtigen.

Selbst die brillenlose 3D-Variante von Toshiba hat ihren Makel. Sie beschert "Glassfree"-Komfort, aber keine solch große Tiefenwirkung wie die beiden anderen Techniken.

Welches 3D-Prinzip Ihnen als das bessere erscheint, sollten Sie intensiv im Handel austesten. Achten Sie auch auf eventuelle Ermüdungserscheinungen Ihrer Augen.

Wollen Sie nur Geld sparen, bietet sich die Polfiltertechnik an. Das liegt an den Brillen, die nur einen Bruchteil dessen kosten, was man für die Shutter-Konkurrenten bezahlen muss. Ein besonders für Familien wichtiges Argument, denn jede zusätzliche Shutterbrille kostet ab 60 Euro.

In jedem Fall gilt: Je größer das Bild, desto besser die 3D-Wirkung. Wer sich für 3D interessiert, sollte möglichst einen TV mit mindestens 46-Zoll-(117-cm-)Diagonale ins Auge fassen. Der derzeit größte erhältliche 3D-Fernseher misst 165 Zentimeter und ist ein Panasonic-Plasma; er kostet 3.800 Euro.

Die unauffälligere Alternative hierzu sind Beamer. Sie verwenden die Shuttertechnik und ermöglichen Riesenbilder.

Oder man greift zum "Kopfkino" von Sony. Dann darf man seine 3DBilder fast überall einschalten.

LED Backlight und 3D-Darstellung

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Ein Lichtstreifen wandert blitzschnell von oben nach unten. Da dabei jeweils nur ein kleiner Teil des Bildes sichtbar wird, gewinnt der größere Zeit fürs Einlesen der Bildinhalte. Dies minimiert Ungenauigkeiten in der Bewegungsdarstellung.
© Archiv, Hersteller, Redaktion

LED Backlight beschert LCDs eine höhere Bildqualität. Dies liegt unter anderem an der kürzeren Reaktionszeit gegenüber den Kaltkathodenröhren, die einst die LCD-Schicht zur Bilddarstellung durchleuchtet haben. So werden mehr Kontrast und eine genauere Bewegungsdarstellung möglich.

LED-Techniken im Überblick

Side LED: Die einfachste und kostengünstigste Variante platziert die LEDs am Schirmrand. Von dort erhellen sie den gesamten Schirm. Zur Kontrastverbesserung schaltet die Elektronik je nach Bildinhalt die Lampen komplett oder einzeln aus. Auch eine Form des Scanning Backlight ist möglich.

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Die hinter dem Schirm liegenden LEDs sind in einzelne Felder (Cluster) unterteilt. Je nach Helligkeitsverteilung im Bild lassen sich diese Felder unabhängig voneinander hell oder dunkel dimmen. Dies sorgt für maximale Kontraste im Bild.
© Archiv, Hersteller, Redaktion

Direct LED: Hier sitzt eine Vielzahl von LEDs hinter dem Schirm, um die exakte Lichtverteilung und -steuerung zu erreichen. Scanning Backlight erzielt mit dieser Technik optimale Wirkung. Für maximalen Kontrast kann obendrein Local Dimming zum Einsatz kommen. Auch eine Kombination aus Scanning Backlight und Local Dimming wird möglich.

Plasma-Zellen: Plasmas arbeiten ebenfalls mit Local Dimming - und zwar besonders hoch entwickeltem. Der Begriff wird hier aber nicht verwendet. Plasma-Zellen sind selbstleuchtend, und jede schaltet nach Bedarf hell oder dunkel.

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Fürs 3D-Sehen benötigen die Augen zwei unterschiedliche Blickperspektiven. Die Shuttertechnik liefert sie nacheinander, wobei die Brille jeweils ein Auge "blind" macht. Polfilterschirme zeigen die Perspektiven zeitgleich, die Brille filtert sie aus.
© Archiv, Hersteller, Redaktion

3D im Vergleich

Bei LCDs eignet sich Scanning Backlight besonders gut für Shutter-3D. Das abschnittsweise Durchleuchten des Bildes mit optimal angepassten Dunkelphasen unterstützt die klare optische Trennung der 3D-Blickperspektiven. Shutter-3D bietet dabei Full-HD-Auflösung. Polfilterschirme dagegen halbieren die Auflösung der beiden Perspektiven, die zeitgleich auf je 540 Bildzeilen verteilt wiedergegeben werden.

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