Aus Angst vor Facebook?

Google will 30-Sekunden-Werbung von YouTube verbannen

Kennen Sie das? Gerade ein YouTube-Video gestartet und dann - Werbung! 30 Sekunden lang! Dem will Google ein Ende setzen. Der Grund: Konkurrent Facebook.

© Hersteller

YouTube: Ab nächstem Jahr soll die 30-Sekunden-Werbung auf der Video-Plattform wegfallen.

Wer kennt sie nicht? Die 30-Sekunden-Werbevideos auf YouTube, die sich nicht überspringen lassen? Eigentlich will man sie nicht sehen und überhaupt tauchen sie immer dann auf, wenn es am wenigsten passt. Genau das hat Google wohl auch eingesehen, denn der Medien-Gigant will künftig diese Art des Marketings von seiner Videoplattform YouTube nehmen. Das berichtet das Britische Medien-Magazin Campaign​​.

​Googles Ziel ist es, seine Werbung besser auf seine Kunden abzustimmen, heißt es von offizieller Seite. Als Teil dieser Strategie habe man entschieden, ab 2018 die unüberspringbaren 30-Sekunden-Videos nicht länger zu unterstützen und stattdessen auf Formate zu setzen, die sowohl für Nutzer als auch Werbekunden funktionieren, sagte ein Google-Sprecher.

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Hat Google Angst vor Facebook?

​Der Strategy Director der Social Media Agentur Born Social, Callum McCahon, sagte, die neue Strategie von YouTube werde Werbekunden nicht gefallen, doch YouTube sei bereit, diesen Preis zu zahlen, um Nutzer bei sich zu behalten. Er lese dies als Signal, dass man sich bei YouTube Sorgen wegen des Konkurrenten Facebook mache. Videoinhalte stünden eindeutig auf Facebooks Plan und die Video-Angebote des Social-Media-Giganten um Mark Zuckerberg würden für viele Marken von Tag zu Tag attraktiver.

Vor mehr als einem Jahr führte YouTube unüberspringbare Sechs-Sekunden-Videos ein. Denkbar wäre es, dass mit YouTubes neuer Strategie vermehrt Werbevideos von dieser Länge eingespielt werden. Auch andere Formate unter 30 Sekunden, etwa 20-Sekunden-Spots können unüberspringbar gemacht werden. Noch ist Zeit bis 2018. Was sich YouTube bis dahin einfallen lässt, werden wir noch sehen - und auch, wie groß die Angst vor dem Konkurrenten Facebook wirklich ist.

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