Messenger-Alternative

Wire will Whatsapp und Skype ablösen

Der kostenlose Messenger-App Wire von Skype-Mitgründer Janus Friis will mit schickem Design und YouTube-Einbindungen punkten - und mit europäischen Datenschutz-Standards.

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Wire Messenger App
Der neue Messenger will mit schickem Design und Datenschutz punkten.
© Wire

Eine neue Whatsapp-Alternative schickt sich an, den Messenger-König vom Thron zu stoßen: Wire von Skype-Mitgründer Janus Friis. Die kostenlose Chat-App startet für Android und iOS sowie für OS X - eine Web-App soll folgen. Wie Skype ermöglicht die App gratis VoIP-Telefonate und Chats. Video-Telefonate beherrscht Wire aktuell noch nicht.

Von dem Großteil der erhältlichen Messenger-Apps will sich Wire durch ein frisches, modernes Design abheben. Dazu kommen Funktionalitäten, wie sie sich viele Nutzer in Skype, Whatsapp und Co. schon seit längerer Zeit wünschen - etwa die direkte Einbindung von YouTube-Videos und Soundcloud-Songs in Messages sowie die Synchronisation mit einem Web-Client. Dazu kommt als heute unverzichtbares Feature die Verschlüsselung von Nachrichten.

Bei der Messenger-Technologie setzt Wire auf eine Kompatibilität mit dem WebRTC-Standard, so dass später auch Anrufe an und von WebRTC-kompatiblen Browsern unterstützt werden. Hier hatte zuletzt Firefox in der Version 34.0.5 mit Hello einen entsprechenden Chat-Client nachgerüstet. Daneben soll eine selbst entwickelte Audio-Technologie für hohe HD-Qualität bei VoIP-Anrufen sorgen.

Hinter Wire steht ein 50 Mann starkes Team mit Firmensitz in der Schweiz und einem  Entwicklungszentrum in Berlin. Die Wire-Server sollen in Europa stehen und die Entwickler versprechen, europäische Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Wie viel derartige Aussagen in der Post-Snowden-Ära noch zählen, bleibt abzuwägen.

Wire ist kostenlos, will keine Werbung anzeigen und auch keine Nutzerdaten weitergeben - wie also will sich der Messenger-Dienst finanzieren? Als Geldgeber tritt derzeit noch Iconical auf, ein Kollektiv von Unternehmern, Designern und Ingenieuren. In Zukunft sollen dann noch nicht näher benannte, kostenpflichtige Premium-Dienste für Gewinne sorgen.

Mobil benötigt Wire auf dem iPhone oder iPad mindestens iOS 8, auf Android-Smartphones 4.4 KitKat - Android-Tablets werden noch nicht unterstützt. Auf dem Desktop benötigt Wire aktuell OS X 10.9 (Mavericks) - eine Optimierung für Yosemite ist in Arbeit.

3.12.2014 von Manuel Medicus

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