Aktuelle Sicherheitsmeldungen

Microsoft: Warnung vor kritischer Windows-Lücke + Problemlösung beim Defender

Microsoft warnt vor einer kritischen Sicherheitslücke in Windows, die bereits ausgenutzt wird. Dazu irritierte der Defender mit einem seltsamen Scan-Verhalten.

© Microsoft / Windows

Mit dem Patch KB4052623 für den Defender in Windows 10 hat Microsoft den Bug (siehe Originalmeldung) repariert. Nutzer, die das Scan-Verhalten beobachten, können den patch also einspielen. Laut Microsoft kann es Inkompatibilitäten mit dem Windows-Sicherheitsmechanismuis AppLocker geben, da das Update geblockt werden könnte. Der Grund sind geänderte Pfade.

Außerdem könnte die Secure-Boot-Funktion Probleme verursachen. Details zur Lösung beider Probleme hat Microsoft im verlinkten Patchlog gesammelt. Seit Dienstag ist auch der aktuelle Windows 10 Patch KB4541335 verfügbar, der einige zusätzliche Bugfixes bringt.

Originalmeldung vom 25.03.2020

Wir fassen aktuelle Meldungen rund um Windows zusammen. Microsoft warnt vor einer Lücke, die Systeme ab Windows 7 betrifft. Die meisten Nutzer von Windows 10 brauchen sich aber keine Sorgen zu machen. Dazu kommt eine Meldung zum Windows Defender, der bei einigen Nutzern Fragezeichen auslöst.

Windows: Kritische Sicherheitslücke

Seit Windows 7 hat das Betriebssystem von Microsoft eine Schwachstelle in der „Adobe Type Manager“-Bibliothek. Die Art und Weise, wie diese Bibliothek die Master-Schriftart Adobe Type 1 PostScript verarbeitet, beherberge zwei Fehler. Diese ermöglichen einen Angriff – es gebe Hinweise auf bereits erfolgte Attacken, heißt es im Sicherheitshinweis von Microsoft.

Rechner mit Windows 10 seien aber zu großen Teilen sicher. Lediglich Windows-Installationen auf einem Update-Stand vor Version 1703 besitzen die Lücke. Ab dieser Version von Anfang 2017 hat Microsoft den fraglichen Prozess umgestaltet und vor Fremdzugriffen abgesichert. Für alle betroffenen Systeme arbeitet Microsoft an einem Patch, der für den nächsten Patchday zu erwarten ist.

Windows Defender Scan: Übersprungene Elemente

Der in Windows eingebaute Virenschutz Defender ist bei einigen Nutzern mit einem seltsamen Verhalten aufgefallen. Ein System-Scan läuft durch, der Defender meldet jedoch unerwarteterweise, es seien Daten „aufgrund von Ausschluss- oder Netzwerküberprüfungseinstellungen“ übersprungen worden. Entsprechende Hinweise lassen Windows-Blogger Günter Born vermuten, dass der Defender keine Netzwerkdateien mehr scannen könnte.

Um die irritierenden Meldungen des Windows Defender nicht mehr zu erhalten, liefert Born Workarounds, die diese möglicherweise in Kraft getretene Sperre von Netzwerk-Scans umgeht. Das funktioniert einerseits mit Anpassung der Gruppenrichtlinien, per Registry oder PowerShell. Details finden Sie im jetzt verlinkten Blogbeitrag.

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