Für Enterprise-Kunden und KMU

Windows 7 nach Support-Ende: Preise und Verfügbarkeit für kostenpflichtige Updates

Windows-7-Updates waren nach Support-Ende nur für Volumenkunden gegen Aufpreis gedacht. Diese Option öffnet Microsoft nun für alle Unternehmen. Alle Infos.

Microsoft: Support-Aus für Windows 7 angekündigt

© Hersteller / Archiv

Sie nutzen noch Windows 7? Als Privatnutzer ist in wenigen Monaten Schluss und Zeit für den Umstieg. Unternehmen bekommen drei Jahre Gnadenfrist - kostenpflichtig.

Für den Verbraucher ist ab 14. Januar 2020 Schluss mit Windows-7-Updates: Das Support-Ende kommt. Microsoft gibt aktuell bekannt, dass neben Enterprise-Nutzern mit Volumenverträgen auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) weiterhin Sicherheits-Updates erhalten können. Diese Updates sind nach jetzigem Stand für maximal drei Jahre verfügbar und kosten einen steigenden Aufpreis je nach fortschreitendem Nutzungsjahr. Entsprechende Gebühren nennt Microsoft pro Gerät.

Die folgenden Preise für erweiterte Sicherheits-Updates hat Microsoft bereits im Februar für Firmen mit Volumenverträgen genannt, sie gelten nun auch für Business-Kunden, die Ihre Windows-7-Rechner (Windows 7 Pro) nicht aktualisieren oder ersetzen wollen beziehungsweise können: 

  • 1. Jahr (Januar 2020 bis Januar 2021): 50 US-Dollar pro Gerät
  • 2. Jahr (Januar 2021 bis Januar 2022): 100 US-Dollar pro Gerät
  • 3. Jahr (Januar 2022 bis Januar 2023): 200 US-Dollar pro Gerät 

Wer Windows 7 Enterprise betreibt und weiter Sicherheits-Updates erhalten möchte, der zahlt pro Gerät die Hälfte.

Firmen sollen die Updates ab 1. Dezember 2019 über das „Cloud Solution Provider“-Programm erhalten. Weitere Informationen erhalten Administratoren und entsprechend verantwortliche Nutzer auf dieser Microsoft-Webseite. In einem ausführlichen FAQ beantwortet Microsoft eine Reihe drängender Fragen, die bei Betroffenen häufiger gestellt werden. 

Lesetipp: Windows 7 weiter nutzen: Sicherheit, Treiber und mehr im Griff

Windows 7 ist seit dem 22. Oktober 2009 auf dem Markt, zum Patchday im Januar 2020 wird das letzte Sicherheits-Update für den Ottonormalverbraucher ausgerollt. Die Frist wurde mehrmals verlängert. Gründe lassen sich unter anderem im wenig beliebten, weil sehr veränderten Windows 8 und den von Datenschutzfragen begleiteten Start von Windows 10 festmachen, der viele Nutzer wie Unternehmen lange zögern und einige bis heute nicht umsteigen ließ.

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