Kein Support mehr

Windows 7: Blue Screens mit neuen „Ryzen 2000“-Prozessoren

Die APUs der Ryzen-2000-Serie sollen beim Booten von Windows 7 zu einem Blue Screen führen. Der Grund ist bekannt, Abhilfe für Betroffene ist unwahrscheinlich.

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CPUs mit RyZen-Architektur AMD
Die Ryzen-Serie von AMD erfreut sich zwar großer Beliebtheit. Die neue zweite Generation macht jedoch offenbar Probleme mit veralteter Software.
© AMD

Nutzer von Windows 7 müssen sich beim Hardware-Wechsel an einen Nachfolger oder eine Alternative gewöhnen. Nachdem Microsoft die Aufmerksamkeit für sein mittlerweile über acht Jahre altes Betriebssystem zugunsten von Windows 10 vernachlässigt, folgen nun auch große Hardware-Hersteller. Mit den von AMD kürzlich veröffentlichten APUs (accelerated processing unit) Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G scheint der Einsatz unter Windows 7 nicht mehr möglich.

Wie ein Reddit-Nutzer behauptet, habe er besagte APUs – APUs sind Kombinationen aus Hauptprozessor und Grafikchip – mit mindestens zwei verschiedenen Mainboards ausprobiert. Der Boot-Vorgang werde blockiert und das System antworte lediglich mit einem Blue Screen of Death (BSOD). Beobachten sei das Problem mit je einem Mainboard von AsRock und von Gigabyte.

AsRock macht AMD für die Inkompatibilität von Ryzen-2000-Chips mit Windows 7 verantwortlich. Windows 7 könne nichts mit der aktuellen Version der ACPI-Schnittstelle in der AGESA-Architektur von AMD Ryzen anfangen. ACPI steht für Advanced Configuration and Power Interface und ist quasi das Energie-Management. AGESA steht für AMD Generic Encapsulated Software Architecture und ist eine Microcode-Sammlung, die für AMD-Hardware notwendig ist.

Lesetipp: Windows 7 – ohne Virenscanner keine Updates

Dass Microsoft hier tätig wird, ist unwahrscheinlich. Immerhin komme AMD Microsofts Wunsch nach, vorrangig nur noch Windows 10 zu unterstützen. Daher ist auch abzusehen, dass die letzten verbleibenden Nutzer mit Windows 8 sich früher oder später ebenso mit einem Umstieg anfreunden müssen. Einen vollen Support für aktuelle AMD-Hardware gibt es somit nur unter Windows 10 oder kompatiblen Linux-Distributionen.

13.3.2018 von The-Khoa Nguyen

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