Neue Infos und Überraschungen

Windows 11 vorgestellt: Gratis-Update bestätigt, offizielle Systemanforderungen und mehr

Nach diversen Leaks hat Microsoft Windows 11 offiziell vorgestellt. Nun gibt’s Fakten zu Release, Gratis-Upgrade, Systemanforderungen, DirectStorage und mehr.

© Screenshot / microsoft.com

Microsoft hat Windows 11 vorgestellt. Wir fassen Überraschungen und neue Infos zusammen.

Windows 11 ist offiziell. Am Vorabend haben verschiedene Microsoft-Managerinnern und -Manager das neue Betriebssystem vorgestellt und Fragen beantwortet, die nach den bisherigen Leaks noch offen waren. Zuerst: Windows 11 startet bis Ende 2021 für die Allgemeinheit. Ein offizieller ISO-Download wird ab kommender Woche für Insider bereitgestellt. Wer bereits eine Windows-Lizenz hat, bekommt Windows 11 wie beim Vorgänger als Gratis-Update.

Windows 11: offizielle Systemanforderungen

Gewissheit gibt es nun auch über die Systemanforderungen von Windows 11. So wird nun ein 1-GHz-64-Bit-Zweikern-Prozessor als Mindestvoraussetzung genannt. Zuvor reichte bei Windows 10 im Minimum eine einfache 1-GHz-CPU bzw. ein entsprechendes -SoC. Die RAM-Anforderung steigt von 1 auf 4 GB, der Festplattenbedarf von 20 (16 GB für 32 Bit) auf 64 GB.

Hatte Microsoft als Bildschirmanforderung für Windows 10 lediglich 800 x 600 Pixel für die Auflösung genannt, sind es nun midestens ein 9-Zoll-Display mit 1.366 x 768 Pixeln. Ein DirectX-12-fähiger Grafikchip, UEFI, Secure Boot und TPM 2.0 (Trusted Platform Module) sind hinzugekommen. Diese Mainboard-Features und -Komponenten finden sich schon bei vielen Rechnern seit etwa 2016, alternativ kann ein TPM-Modul für mehr Sicherheit nachgerüstet werden. Die Angaben gelten für Systemintegratoren.

Windows 11: DirectStorage, Auto-HDR und Android-Apps

Das mit Xbox Series X/S eingeführte DirectStorage-Feature wird nur mit Windows 11 verfügbar sein. Damit lassen sich beispielsweise Spieledaten direkt vom Datenträger zur Grafikkarte leiten, ohne den Umweg über den Hauptprozessor gehen zu müssen. Die Folge: Spiele können aufwendiger gestaltet werden, werden also hübscher, weil mehr Bandbreite zur Verfügung steht und weniger Verzögerung herrscht. Für eine besstere Optik sorgt auch Auto-HDR, das den Kontrast für Spielegrafik automatisch erhöhen kann.

Als weitere große Neuerung sind Android-Apps zu nennen, die ähnlich wie bislang Linux-Anwendungen keinen Emulator mehr brauchen und nativ laufen werden. Microsoft kooperiert dafür mit Amazon – das seinen App-Store in Windows 10 zur Verfügung stellt – und Intel, die die passende Brückentechnologie liefern. Android-Apps lassen sich damit aufrufen und nutzen, als wären sie klassische Desktopprogramme.

Windows 11: Updates 40 Prozent kleiner, bis zu 0 Prozent Provision für Entwickler

Als weitere Neuigkeit nannte Microsoft, dass Windows-Updates 40 Prozent kleiner werden. Ins technische Details sind die Verantwortlichen aber nicht weiter eingegangen. Während der Vorstellung und später im Entwickler-Stream wurde auch der neue Store ins Rampenlicht gerückt. Die bisher relativ wenig beachtete App-Plattform öffnet sich für Entwickler. Verschiedene Tools lassen Kreative und Programmierer:innen schneller und einfacher Content und Apps im Store veröffentlichen. Wer sein eigenes Monetarisierungsmodell mitbringt, für den entfallen sogar die Provisionen für Microsoft. Apps werden dazu seitens der Redmonder auf Sicherheit, Familientauglichkeit und Geräte-Support getestet.

Weitere Infos entnehmen Sie unserer Übersicht zu Windows 11, die wir laufend erweitern und aktuell halten. Über die Meldung zum Windows 11 Event finden Sie zu den Microsoft-Streams, um sich die Vorstellungen nachträglich ansehen zu können.

© Screenshot / microsoft.com

Der Dark-Mode in Windows 11.
News und Gerüchte zusammengefasst

Windows 11 ist bestätigt. Unser vorläufiges FAQ beantwortet Fragen zu Release, Gratis-Update, Neuerungen, Download und mehr.

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