Besserung beim Datenschutz

Windows 10 Telemetriedaten: Nächstes Redstone-Update bringt mehr Kontrolle

Im aktuellen Insider-Build von Windows 10 lässt Microsoft Besserung beim Datenschutz erahnen. Es kommen mehr Einstellungen für die umstrittenen Telemetriedaten.

Windows 10 Telemetriedaten

© Screenshot / PC Magazin

Windows 10: Die Telemetriedaten lassen sich künftig besser kontrollieren. Mit dem nächsten Redstone-Update sollte es soweit sein.

Windows 10 bzw. Microsoft erheben seit dem Release des Betriebssystems sogenannte Telemetrie- oder Diagnosedaten. Das sind verschiedene Informationen über die Hardware und die Nutzung von Anwendungen. Seit Anbeginn stehen diese bei Datenschützern in der Kritik. Nachdem Microsoft mit einem der vorherigen Redstone-Updates bereits rudimentäre Einstellungsmöglichkeiten für die oft auch als „Schnüffelfunktionen“ bezeichnete Telemetrie-Erhebung  einbaute, könnte im April 2018 eine deutliche Verbesserung folgen.

Im aktuellen Insider-Build 17074 von Windows 10 finden sich in den Einstellungen zu den Telemetriedaten (Einstellungen, Datenschutz, Diagnose und Feedback) zusätzliche Schalter. Außerdem wurde auch die Position des Menüs im Einstellungspunkt Datenschutz weiter nach oben verlegt. Zu den neuen Schaltern gehören die Anzeige und eine Löschmöglichkeit für die Diagnosedaten. Nebenbei gibt es u.a. auch beim Menüpunkt „Spracherkennung, Freihand und Eingabe“ eine Möglichkeit, in der Cloud (bei Microsoft) hinterlegte Daten abzufragen.

Die genannten neuen Optionen für die Diagnosedaten sind bislang nur Platzhalter. Dennoch erlauben sie die Annahme, dass Microsoft ein weiteres Mal um mehr Kontrolle und Transparenz für den Nutzer bemüht ist. Damit werden die einen oder anderen „Antispy“-Tools zumindest ein wenig unnötiger. Solche Tools kommen bei Nutzern gehäuft zum Einsatz, die mit dem Datensammeln seitens Microsoft nicht einverstanden sind.

Lesetipp: Windows 10 1803 - Websuche deaktivieren mit Registry-Fix

Microsoft gibt an, die Diagnosedaten zur „Verbesserung des Systems“ zu verwenden. Das fängt bei der Auswahl richtiger Treiber für die Hardware und angeschlossene Peripherie an und geht bis zu einer personalisierten Anpassung von Tipps und Anzeigen. Mit Hilfe dieser Daten entscheidet Microsoft unter anderem auch, welcher Rechner wann die großen Updates bereitgestellt bekommt. Dass der Nutzer bislang keine Übersicht über diese Daten hat, war auch Datenschützern und Behörden ein Dorn im Auge – etwa in Frankreich, wie zdnet.com schreibt.

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