Windows 10 Release

Microsoft kündigt Launch im Sommer an - Update auch für Raubkopierer?

Der Release von Windows 10 wird im Sommer 2015 stattfinden - das gab Microsoft auf einer Konferenz in China bekannt. Auch wurde bekannt, dass es das kostenlose Windows-10-Update zum Launch auch für Raubkopierer geben soll. Mit Windows Hello stellte man zudem neue Funktionen vor.

© Microsoft

Windows 10 Release

Windows 10 wird im Sommer 2015 in 190 Ländern und 111 Sprachen auf den Markt kommen, wie Microsoft-Manager und Windows-Chef Terry Myerson in einem Beitrag im offiziellen Windows-Blog anlässlich der Konferenz Windows Hardware Engineering Community (WinHEC) im chinesischen Shenzen bestätigte. Ein konkretes Datum bliebt Myerson allerdings schuldig, zuvor hatte es allerdings Gerüchte um einen Windows-10-Release im August gegeben.

Mit dem Launch von Windows 10 soll das Betriebssystem auch wie im Januar angekündigt als kostenloses Upgrade für alle Besitzer von Windows 7, Windows 8.1 und Windows Phone 8.1 erhältlich sein. Überraschenderweise sollen selbst Raubkopierer von Windows 7 und Windows 8.1 von diesem kostenlosen Update profitieren können. So erklärte Myerson in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur Reuters wörtlich: "Wir werden alle geeigneten PCs auf Windows 10 upgraden, ob original oder nicht."

Microsoft dürfte mit dem Schritt in erster Linie auf die mehreren hundert Millionen von Windows-Raubkopien in China zielen. Durch das Update auf eine Original-Version sollen Nutzer illegaler Windows-Kopien zurück ins Microsoft-Ökosystem geholt werden. Sein Geld verdienen könnte der Softwareriese dann etwa über kostenpflichtige Abos von Office 365 und anderen Programmen. Ob Microsoft die Toleranz bei den Updates nur in China an den Tag legt, oder die Aussage von Myerson weltweit zu versehen ist, wird sich noch zeigen.

Windows Hello: Anmeldung via Fingerabdruck, Iris-Scan und Gesichtserkennung

Mit Windows Hello stellte Microsoft auf der WinHEC-Konferenz zudem eine neue Authentifizuerungs-Software für Windows 10 vor. Statt einer Anmeldung mit Benutzername und Passwort sollen sich Anwender mit Windows Hello über die Erkennung von Fingerabdruck, Gesicht oder Iris authentifizieren können. Voraussetzung sind natürlich entsprechende Sensoren im genutzten Windows-10-Gerät.

Doch beim Windows-Passwort macht Microsoft nicht halt. Mit Passport stellte man in Shenzen zudem eine Art Passwort-Manager vor, mit dem die Windows-Hello-Authentifizierung auch zur Anmeldung für Webseiten und Services genutzt werden kann. Dabei legt Microsoft wert auf Datenschutz und Sicherheit: Die biometrischen Daten bleiben auf dem Privatrechner - lediglich der Authentifizierungs-Token wird weitergereicht.

Making Windows 10 More Personal With Windows Hello

Quelle: Windows
4:19 min

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