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Windows 10 Update: Das bringen die vorerst letzten optionalen Patches

Eine Woche nach dem Patchday erhalten fast alle unterstützen Versionen von Windows 10 neue Updates. Das bringen die vorerst letzten optionalen Patches!

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Windows 10 erhält neue Updates.

Microsoft hat für einige Windows-10-Versionen von 1909 bis 1607 neue optionale Updates veröffentlicht. Wir fassen zusammen, welche Updates Microsoft für welche Windows-10-Versionen bereitstellt und was sie bringen. Es handelt sich um sogenannte C- oder D-Updates, die entsprechend der Position des Buchstabens im Alphabet für die jeweiligen Wochen in einem Monat stehen. Sie enthalten keine sicherheitsrelevanten Änderungen. Im Vordergrund stehen Bugfixes und Verbesserungen.

Entsprechend unserer Meldung zum Patchday im vergangenen Monat sind dies die vorerst letzten Windows-Updates, die Microsoft abseits des festen Patch-Termins zum Download bereitstellt. Der Grund ist, die Funktionalität und Produktivität von Heimrechnern und Nutzern in Zeiten der Coronakrise nicht zu gefährden. In der Vergangenheit haben Updates für Windows immer wieder für Probleme gesorgt – diverse Berichte lassen vermuten, dass von Einzelfällen bis zum Flächenbrand regelmäßig alles vertreten ist.

Die Windows-10-Versionen 1909 und 1903 erhalten KB4550945 mit Build-Nummer 18363.815 bzw. 18362.815. Microsoft listet an gemeinsamen Highlights unter anderem Fehler mit Apps, die nach einem Update nicht mehr starten wollen. Nutzer von Geräten in VPN-Umgebungen konnten defekte Benachrichtigungsfunktionen beobachten, die Microsoft nun repariert. Xbox-Spiele auf Windows-Rechnern konnten dazu nicht pausiert werden und Eingabefelder für Text einfrieren.

Windows 10 - Update für Version 1909/1903: Das ist neu

Außerdem waren Benachrichtigungen bei einigen Nutzern nicht nur deaktiviert. An anderen Stellen, wenn Standardprogramme geändert wurden, wurden stattdessen unerwartete Meldungen ausgegeben. Die letzten beiden hervorgehoben Punkte des Patches sind Abstürze von Windows Update und fehlschlagende Druckaufträge, wenn Inhalte außerhalb des druckbaren Bereichs eines Dokuments platziert wurden.

1909 und 1903 haben den gleichen technischen Unterbau und bekommen den gleichen Patch. Aufgrund fehlender Features der älteren Version können Features lediglich für eine von beiden Versionen freigeschaltet werden. Das ist in diesem Monat aber nicht der Fall. Neben den genannten Highlights gibt es noch eine große Liste weiterer Änderungen, die mit dem Patch kommen: darunter Probleme mit der Bildschirmtastatur, falschen Ordnereigenschaften im Explorer, Sperr- und Anmeldebildschirm sowie Trusted-Platform-Module (TPM) und viele mehr.

Windows 10 - Update für Version 1809: Das ist neu

Windows 10 Version 1809 erhält KB4550969 mit Build-Nummer 17763.1192. Probleme gab es, wenn Sie Inhalte mit Text und Bildern aus einer Word-Datei in Textfeldern des Internet Explorer einfügen wollten. Wie bei 1909/1903 konnten Eingabefelder einfrieren und Druckaufträge Probleme machen. Ansonsten entnehmen wir der Liste für 1809 weitgehend die gleichen Einträge wie für die neueren Versionen. Bekannte Probleme bestehen weiterhin mit bestimmten asiatischen Schriftzeichen, bei denen Microsoft weiterhin nach einer Lösung sucht. In der Zwischenzeit können laut Microsoft eine Neuinstallation des jeweiligen Sprachpakets oder gleich des ganzen Rechners helfen.

Windows 10 - Update für Version 1803: Das ist neu

Windows 10 Version 1803 erhält KB4550944 mit Build-Nummer 17134.1456. Das Kopieren von Inhalten von Word-Dokumenten in Eingabefelder des Internet Explorer machte auch hier Probleme – dazu kommt wieder die größere Liste weitgehend gleicher Punkte.

Windows 10 - Update für Version 1607: Das ist neu

Windows 10 Version 1607 (für LTSB- und Server-2016-Kunden) bekommt KB4550947 mit Build-Nummer 14393.3659. Auffälligkeiten neben genannten Fixes gibt es nicht. Probleme kann es nur geben, wenn Sie zuvor den Patch KB4467684 (von November 2018) installiert und gleichzeitig in Gruppenrichtlinien eine Passwortlänge von mehr als 14 Zeichen eingestellt haben. Microsofts Tipp: weniger als 14 nutzen, bevor eine echte Lösung kommt.

Die Updates sind optional und lassen sich in den Einstellungen unter Windows Update anstoßen. Erfahrungsgemäß sollten bestimmte Nutzer abwarten, bevor sie sie installieren. Aktuelle Probleme mit Windows 10 Updates nach dem Patchday werden aktuell noch untersucht. Dazu könnten weitere kommen, die mit den jetzigen Downloads zusammenhängen. Mehr Infos erhalten Sie in den verlinkten Meldungen.

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