KB4284848 veröffentlicht

Windows 10 April Update: Bugfix für Netzwerkfehler ist da

Microsoft bestätigt für Windows 10 1803 (April Update) Probleme mit einer leeren Netzwerkumgebung. Update: Microsoft hat den Patch KB4284848 veröffentlicht.

Windows 10 im lokalen Netzwerk

© © Sergey Nivens / shutterstock.com

Windows 10 kann im lokalen Netzwerk aktuell Probleme machen.

Update: Microsoft hat den Patch KB4284848 für Windows 10 mit installiertem April Update (Version 1803) veröffentlicht. Dieser macht Schluss mit Problemen in der Netzwerkumgebung. Microsoft führt im Eintrag zum Patch ​an, dass Fehler beim Zugriff auf SMB-Freigaben auftreten können. SMB-Freigaben sind klassische Freigaben unter Windows, die Sie per Datei- und Druckerfreigabe einrichten können.

Neben diesem Problem behebt der Patch KB4284848 auch inaktive Einstellungen für die HDR-Ausgabe auf bestimmten Geräten, Startschwierigkeiten mit dem aktuellen Chrome-Browser, fehlende Menüs bei Remote-Desktop-Verbindungen und mehr. Weitere Infos zum Patch KB4284848 erhalten Sie auf den Support-Webseiten von Microsoft.

Originalmeldung vom 25.06.2018:

Microsoft bestätigt Netzwerk-Probleme für Windows 10 Systeme, die mit dem April Update ( Version 1803) arbeiten. So verhindert ein Bug die Arbeit des Dienstes "Computersuche". Das führt dazu, dass die Netzwerkumgebung als leer angezeigt wird. Dieses Problem tritt anscheinend nur vereinzelt auf.

Microsoft äußerte sich am 22. Juni im offiziellen Microsoft-Forum mit: "[Uns] sind Berichte bekannt, nach denen Geräte, die mit Windows 10 Version 1803 arbeiten, keine Verbindung zu anderen Geräten in ihrem Heimnetzwerk herstellen können."

Microsoft arbeitet bereits an einem Bugfix. Wann dieser zur Verteilung bereit sein wird, ist noch nicht bekannt. Wahrscheinlich kommt der Fix zum nächsten Patch-Day ab 10. Juli. Bis dahin hilft ein Workaround, den Microsofts Forenmoderator Justin Emb mitliefert.

Windows 10 Version 1803 Workaround: Netzwerkumgebung leer

Durch das gleichzeitige Drücken der Windows-Taste und R öffnet sich das Ausführen-Dialogfeld. Anschließend bestätigt der Anwender die eingetippte Anfrage services.msc mit Enter. Daraufhin erscheint ein Dialogfeld, in dem der Nutzer die Starteigenschaften der Punkte Funktionssuchanbieter-Host (FDPHost), Funktionssuche Ressourcenveröffentlichung (FDResPub), Netzwerkverbindungen (NetMan), UPnP-Geräte-Host (UPnPHost), Peer Name Resolution-Protokoll (PNRPSvc), Peer-Netzwerk-Gruppenzuordnung (P2PSvc) und Peer-Netzwerkidentitäts-Manager (P2PIMSvc) ändern muss.

Mit einem Rechtsklick öffnet sich das Kontext-Menü und unter dem Punkt Eigenschaften ist der Starttyp für die oben genannten Punkte auswählbar. Eine Umstellung auf Automatisch (Verzögerter Start) sollte die Netzwerkprobleme bis zum offiziellen Bugfix beheben. Die Änderungen greifen erst nach einem System-Neustart.

Lesetipp: 10 Tipps und Tricks, die jeder Windows-Admin kennen sollte

Wie Günter Born auf seinem Windows-Blog borncity.com schreibt, benötigt der Workaround ein aktiviertes SMBv1-Protokoll. Dazu führt Microsoft auf, dass das Protokoll SMBv1 ab Windows 10 Version 1803 standartmäßig deaktiviert ist. Für eine Aktivierung müssen Anwender in den Windows-Einstellungen auf App & Features zugreifen. Eine weitere Navigation über Programme und Features führt zu Windows-Features aktivieren oder deaktivieren. 

In der daraufhin erscheinenden Liste ist der Eintrag "Unterstützung für SMB 1.0/CIFS-Dateifreigabe" zu finden. Durch das Setzen eines Hakens und nach einem Neustart ist SMBv1 auf dem Windows 10 System aktiviert.

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