Entlastung für Magnetfestplatten

Windows 10 Mai Update 2020: Diese Verbesserung beschleunigt alte PCs

Mit dem Windows 10 Mai Update 2020 kommen Verbesserungen am Dateimanagement. Das soll vor allem Rechner entlasten, in denen noch HDDs zum Einsatz kommen.

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Moderne vollelektronische SSDs sind dabei, mechanische Magnetfestplatten zu verdrängen.

Kennen Sie das, wenn Sie nach einem beliebigen Klick in Windows 10 ein kratzendes Festplattenkonzert in Gang setzen, der Rechner trotz allem Rödeln aber nicht vom Fleck kommt? Für viele Nutzer ist das Geschichte, seitdem es SSDs gibt. Statt mechanisch bewegter Nadeln auf sich drehenden Datenscheiben koordiniert ein Chip (SSD-Controller) integrierte Flash-Zellen, die Daten komplett elektronisch übermitteln – mit einem spürbaren Performance-Sprung! Doch nicht jeder hat eine SSD in seinem Laptop oder PC.

Wessen Rechner in aktuellen Zeiten noch auf HDD-Datenträger setzt, beobachtet potenziell häufiger, wie ein Rechner „mit der Zeit langsamer“ wird. Sich häufig ändernde Daten werden fragmentiert; es dauert für die Festplatte immer länger, unter wachsenden Datenbergen die richtigen Informationen „rauszukratzen“. Neben diesem mehr oder weniger natürlichen Verhalten sorgt auch ein Windows-Feature seit jeher für steigende Last: die Indizierung der Windows-Suche. Diese sorgt dafür, dass bei Suchanfragen nicht jedes Mal der gesamte Rechner gescannt werden muss – lokale Suchanfragen werden also beschleunigt.

Genau diese Indizierung hat Microsoft mit dem Windows 10 Mai Update 2020 verbessert, indem Szenarien mit hoher Festplattenauslastung reduziert werden. Die Maßnahme folgt, nachdem mit Windows 10 Version 1909 bereits die Sprachassistentin Cortana von der Suche entkoppelt wurde – was Rechner ebenso entlastete. Die Windows-Suche kann laut Microsoft mit dem nächsten Update besser identifizieren, wann Sie die volle Leistung des Datenträgers benötigen und die Indizierung anpassen und ggf. pausieren.

Wie windowslatest.com schreibt, ließen sich auf Testrechnern mit verbauten Magnetfestplatten tatsächlich Unterschiede und dabei vor allem eine Verbesserung in Sachen Performance feststellen. SSD-Nutzer hingegen werden wenig von den Optimierungen merken – das liegt daran, dass eine SSD deutlich mehr Anfragen gleichzeitig und jeweils schneller bearbeiten kann, als die Vorgängertechnologie. Die Indizierung ist für den Durchschnittsnutzer im Normalfall kaum zu bemerken.

Lesetipp: Windows 10 langsam - Tipps für ein schnelleres System

Das Update dürfte für Nutzer von PCs mit verbauten Festplatten für eine spürbare Verbesserung sorgen. Dennoch wird es sich nicht vermeiden lassen, dass SSD-Nutzer künftig Hänger beobachten. Sicher kann man dann in der Regel sein, dass die Windows-Suche nicht schuld sein wird. Denn auch Bugs oder fehlerhafte Prozesse können CPU- und Datenträgerlast verursachen.

Festplatten schon jetzt entlasten

Die Indizierung können Sie in Windows 10 in den Einstellungen anpassen. Wer bei Dateisuchanfragen warten kann, kann unter „Einstellungen“, „Suche“, „Windows durchsuchen“ verschiedene Änderungen vornehmen, die den Suchaufwand je nach System optimieren.

Im Windows Explorer können Sie in den Eigenschaften jeder Partition unter dem Tab "Allgemein" zusätzliche Indizierungsoptionen deaktivieren. Bedenken Sie, dass die Suche danach unter Umständen länger dauern kann.

Was das kommende Update mit Windows 10 Version 2004 für 2020 noch bringt, erfahren Sie im verlinkten Ratgeber. Der nachfolgend verlinkte Artikel informiert Sie über aktuelle Windows-Updates, die bereits zur Verfügung stehen.

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