Update-Probleme

Windows 10 nach Oktober-Patch: Lösung für „inaccessible boot device error“

Windows 10 kann den Betrieb nach dem Oktober-Patch-Day auch mit einem „inaccessible boot device“-Fehler quittieren. Nun gibt es eine Lösung.

Windows 10: Bei Fehlern booten Sie in die Problembehandlung

© pc-magazin.de

Windows 10: Bei Fehlern booten Sie in die Problembehandlung.

Der Oktober-Patch-Day hat es mal wieder in sich. Neben Blue-Screens, die vorrangig Unternehmensrechner lahmlegten, melden private Nutzer nach dem Update einen weiteren Blue Screen mit einem „inaccessible boot device“-Fehler. Dieser tritt normalerweise auf, wenn das System beim Hochfahren kein Boot-Laufwerk erkennt und Windows 10 somit nicht starten kann.

Im aktuellen Fall erhalten Nutzer den Fehler während des Betriebs. Eine Woche nach dem Patch-Day gibt Microsoft eine Lösung, wie sich Betroffene vorübergehend selbst helfen können, bis Microsoft mit einem endgültigen Bugfix das Problem in den Griff bekommt.

Der Grund für den „inaccessible boot device“-Fehler ist, dass Systeme ein sogenanntes Delta- und ein kumulatives Update gleichzeitig installieren wollen. Delta-Updates sind Einzel-Patches neben den mittlerweile vorrangig eingesetzten Sammel-Updates. Um das Problem zu lösen, sollen Sie den Rechner in den Troubleshooting-Modus booten.

Lesetipp: Blue Screen nach Windows 10 Update (Oktober)

Wählen Sie in den PC-Einstellungen unter Update und Sicherheit die Punkte Wiederherstellung / Erweiterter Start aus. Das System bootet neu und anschließend wählen Sie bei der kommenden Abfrage „Problembehandlung“, „Erweiterte Optionen“ und „Eingabeaufforderung“ aus.

Das System startet nochmals neu. Nun geben Sie folgende Befehle ein, um einen problematischen Registrierungseintrag zu entfernen:

  • reg load hklm emp c:windowssystem32configsoftware
  • reg delete "HKLM empMicrosoftWindowsCurrentVersionComponent Based ServicingSessionsPending" /v Exclusive
  • reg unload HKLM emp

Jetzt lassen Sie sich eine Liste der installierten Pakete anzeigen:

  • dism /image:C: /get-packages

Dort sollten Sie Einträge sehen, die nicht erfolgreich installiert wurden. Diese können Sie mit den folgenden Befehlen löschen:

  • MKDIR C: emppackages
  • dism /image:c: /remove-package /packagename:PACKAGEIDENTITYNAME /scratchdir:c: emppackages

Für den Term „PACKAGEIDENTITYNAME“ setzen Sie den Eintrag unter dem entsprechenden Punkt ein. Ein anschließender Neustart sollte das Problem für Sie beheben. Microsoft veröffentlichte diese Lösung in englischer Version auf seinen Webseiten.

Angesichts der Fehler sollten Sie die jetzt startende Update-Phase für Redstone 3 noch ignorieren, anstatt das Windows 10 Fall Creators Update erzwingen zu wollen. Dieses wird weitreichende Änderungen für Windows 10 einführen, die mit bisherigen Patches kollidieren könnten.

Mehr zum Thema

Windows 10 Explorer Dark Theme
Insider Preview

Im Schatten der Entwicklerkonferenz Build 2018 hat Microsoft den Windows 10 Build 17666 als Insider Preview veröffentlicht - mit einigen Neuerungen.
Update
KB4100403 bereinigt Abstürze, Akkuprobleme und…

Microsoft veröffentlicht den Patch KB4100403 für Windows 10 Version 1803 (April Update). Dieser löst u.a. Probleme mit einigen Intel- und…
Windows 10 Update
Rechner in Boot-Schleife

Das Windows 10 April Update löst bei Rechnern Boot-Schleifen aus und wurde jetzt für Avast-Nutzer gestoppt. Für Betroffene gibt es eine vorläufige…
Windows 10 April 2018 Update Download
Enterprise-Umstieg

Analysten glauben, dass Microsoft absichtlich Features von Windows 10 Pro beschneidet. Dadurch sollen Firmen zum Beispiel auf Windows 10 Enterprise…
Windows 10 April 2018 Update Download
Microsoft kumulatives Update

Microsoft versorgt Windows 10, 7 und 8.1 mit Updates. Der Patchday im Juni schließen neben einer Cortana-Sicherheitslücke 50 weitere Schwachstellen.