UHD-Support

Windows 10 und 4K-Videos: Nutzer müssen für HEVC-Codec in den Store

Das Fall Creators Update für Windows 10 entfernt den HEVC-Codec für 4K-Videos. Nutzer müssen wie für Dolby Atmos nachträglich eine App im Store laden.

© Hersteller

UHD oder 4K setzt auf neue Codecs, um die Hardware zu entlasten. Bei Windows 10 ist dieser Support nicht mehr standardmäßig enthalten.

Windows 10 unterstützt dank Treiber-Updates von Intel und Nvidia mittlerweile HDR. Der HEVC-Codec, mit dem aktuelle 4K-Videodateien und Streams dekodiert werden, muss aber seltsamerweise nun weichen. Der Codec ist mit installiertem Fall Creators Update nicht mehr im System vorhanden. Wer 4K-Dateien mit der App „Filme & TV“ abspielt, hört nur noch den Ton. Das Bild bleibt schwarz. Das war vor dem Redstone-3-Update anders.

Immerhin können betroffene Nutzer im Store eine Erweiterung laden, die den HEVC-Codec zurückbringt. Dafür laden Sie im Store die App „HEVC Video Extension“ (nicht mehr kostenlos, alternativ über archive.org). Diese sorgt dafür, dass hochauflösende Videodateien und Streams, die HEVC-kodiert sind, per Grafikchip wiedergegeben werden. Das entlastet die CPU und spart dank spezialisierter Rechenmethoden wichtige Systemressourcen und auf lange Sicht natürlich Energie.Nötig ist das beispielsweise bei Netflix oder entsprechenden, lokalen Videodateien.

Wer einen Intel Core-i-Prozessor ab der Skylake-Generation (i-6000) hat, darf sich über entsprechende CPU-Entlastung seitens der integrierten Grafik freuen. Außerdem bringen auch Grafikkarten von AMD (ab Radeon RX 400) und Nvidia (Geforce GTX 1000) die passende Unterstützung mit. Wer unter seinen installierten Windows-Updates den Patch KB4041994 findet, muss bzw. kann den HEVC-Codec nicht aus dem Store nachinstallieren. Nötig ist das zwar nicht, allerdings soll der Patch stellenweise andere Probleme bei der Videowiedergabe verursachen.

Lesetipp: Netflix & Youtube in 4K für Nvidia- und Intel-Systeme

Es ist unbekannt, warum sich Microsoft für diesen Schritt entschieden hat. Offensichtlich ist, dass die Aktivität im bzw. die Bindung an den Windows Store gefördert werden soll. Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft für den Support aktueller Technologien einen App-Download im Store nötig macht. Wer Dolby Atmos mit seinem PC nutzen möchte, muss für die richtige Ausgabe via HDMI seit einiger Zeit ebenso eine App installieren: Dolby Access. Erst diese schaltet in den Wiedergabeoptionen Dolbys aktuelles 3D-Soundformat frei, wenn unterstützte Hardware angeschlossen ist.

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