Privatsphäre und Datenschutz

Windows 10 Creators Update: Diese persönlichen Daten sammelt Microsoft

Das Creators Update für Windows 10 vereinfacht Einstellungen für den Datenschutz. Microsoft hat bekannt gegeben, welche persönlichen Informationen gesammelt werden.

© Microsoft / Youtube

Windows 10 wird beim Datenschutz einfacher, und Microsoft gibt sich transparenter.

Das Creators Update für Windows 10 wird die umstrittenen Expresseinstellungen zugunsten einer einfachen Übersicht mit wenigen Schaltern entfernen. An der Übermittlung von Daten über den Nutzer und den eingesetzten Rechner ändert sich zwar wenig. Doch immerhin hat Microsoft nun in einem umfangreichen Dokument detailliert darüber Aufschluss gegeben, welche Daten jeder Windows-10-Rechner an die Hersteller-Server überträgt, welche Folgen Einschränkungen haben und wie das Update mit bisherigen Datenschutzeinstellungen umgeht.

Auf der angesprochenen Übersicht​, die ab dem 11. April mit dem Creators Update für Windows 10 eingeführt wird, können Sie die Übertragung von Positionsdaten, individuelle Werbeanzeigen, Sprach- wie Schrifteingaben, Nutzungs- und Diagnosedaten unterbinden. Wer Windows 10 inklusive Creators Update frisch installiert, kann diese Schalter beim ersten Systemstart anpassen. Wer das Update über das bestehende Windows spielt, soll sich keine Sorgen um Änderungen bisheriger Einstellungen machen müssen.

Etwas versteckter in den PC-Einstellungen unter „Datenschutz“, „Feedback und Diagnose“ können Sie seit dem Start von Windows 10 auswählen, in welchem Umfang Microsoft system- und nutzungsbezogene Daten erhält. Steht der Schalter auf „Vollständig“, greift die komplette Liste, die Microsoft im TechNet​ veröffentlicht hat. Das umfasst Informationen zur Hardware, Systemeinstellungen, Positions- wie Verbindungsdaten, verwendete Apps, installierte Programme, welche Musik, Filme und Bücher Sie öffnen sowie Browser-Suchanfragen, Cortana-Eingaben und mehr.

Lesetipp: Windows 10 Creators Update jetzt schon zum Download

Steht der Schalter auf "Einfach", übermittele Windows 10 nur die Daten, die Windows zum fehlerfreien Betrieb und für Problemlösungen benötigt. Das sind vor allem Daten über eingesetzte Apps, Fehlercodes und Systeminformationen. Microsoft soll dabei nur Daten erhalten, wenn es tatsächlich ein Problem gibt. Persönliche Informationen fallen dabei weg. Wer Microsoft also nichts Vertrauliches über sich verraten will, sollte den Schalter hier auf „Einfach“ stellen. Dazu sollten Sie unter Datenschutz auch den Schalter für „Spracherkennung, Freihand und Eingabe“ deaktivieren.

Windows schneller machen

Quelle: PC Magazin
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